Die Winterarbeit unserer Jugend

Bilder aus einem schönen fJ.- Heim

hat begonnen

Auch die Musik wird nicht vergessen

Die schönen Herbsttage sind vorüber. Kalt und grau find sie geworden. Nebel kriecht über die Erde. Der Wind heult auf. Regen platscht gegen die Fenster und immer seltener zeigt sich die Sonne. Die fröhlichen Spiele der Kinder im Freien sind verstummt. Selten nur noch hört man die zackigen Marschlieder unserer Hitler- Jugend durch die Straßen unserer Städte und Dörfer schallen. Der Sommerdienst der HI. ist vor­bei, die Winterarbeit hat begonnen. Die törperliche Ertüchti­gung unserer Jugend tritt etwas hinter ihrer weltanschaulichen Ausrichtung zurüd, der im Winterhalbjahr der Vorrang ein­geräumt wird. Der Angelpunkt der ganzen Arbeit unserer Jugend ist aber die Kameradschaft, das Erleben ihrer Gemeinschaft. Wenn in der wärmeren Zeit des Jahres der Ausmarsch, die Spiele in Wald und Flur oder das Zeltlager ein Band der Gemeinsamkeit um sie alle spannte, so

worden sind, so sind doch in fast allen in Zukunft Mittel dafür vorgesehen.

Manche engstirnigen Geister wollen allerdings noch nicht die Notwendigkeit dieser Bauten einsehen und reden von besseren Verwendungsmöglichkeiten für diese Gelder. Es sind aber meistens die Kreise, die auch nicht von der Notwendigkeit des Winterhilfswerkes, der Ausgaben für die Aufrüstung Deutsch­lands und anderer Taten des neuen Deutschlands überzeugt sind. Sie schlagen aber nicht nach ihrer Meinung notwendigere Aufgaben vor, sondern mäteln nur, um zu mäkeln.

Unseres Erachtens fann es feine wichtigere Aufgabe im deutschen Volte geben, als der Jugend ihre zukünftige Arbeit für Deutschland zu erleich­

tern. Wir müssen uns dar­

über klar sein, daß die heu­tige Jugend das Leben ans ders sieht wie wir in uns seren Jugendtagen. Die Jus gend will nicht behütet und gepflegt werden, will nicht geführt werden nach dem Willen und den Wünschen der älteren Generation, sondern will in eigener Ars beit, aus eigener Kraft und Erkenntnis guten Vorbil dern der Vorfahren und der großen Männer unserer Zeit nachleben und die übers tommenen Güter des Geistes und der Erfahrung auss bauen.

Um die Erkenntnisse un­serer Zeit der gesamten Jus gend übermitteln zu können, um in der Gemeinschaft Kraft sammeln zu können für die Arbeit, die die Jetzts zeit der Jugend für die Zus funft überläßt, braucht sie ein eigenes Heim, ein Haus, das sie immer wieder an ihre Arbeit mahnt, das in

des einen für den anderen? Ist Deutschlands Jugend körperlich richt leistungsfähiger geworden? Haben wir nicht schon alle den Ernst erlebt, mit dem die Jugend ihr übertragene Ar­beiten erfüllt, sei es bei der Altmaterialsammlung, bei Samme lungen und Arbeiten für das Winterhilfswerk oder dergleichen? Hat euer Mädel euch noch nicht von den schönen Bastel- und Werkarbeiten, die sie im Seim anfertigen, erzählt?

Daß die Jugend trotz dieser ernsten Arbeit ihre kindlich fröhliche Art behalten hat, das konnten wir oft genug bei fröhlichen Spielen im Freien und auch beim Besuch der Sommerzeltlager beobachten, das sagt uns Tag für Tag die

Eine gemütliche Ede am Fenster

tut es im Winter der Heimnachmittag oder abend. Auch in den Vorjahren sprach man von Heimabenden, obgleich an den meisten Orten ein wirkliches Heim der Jugend fehlte. Man tam in kahlen Schulräumen, in Packhäusern oder anderen ungeeigneten Räumlichkeiten zusammen, freute sich über das Zusammensein und sehnte sich nach eigenen Räumen, die in ihrer Art und ihrer Ausgestaltung den Geist der Gemeinschaft atmeten. Das Streben und die Wünsche der Jugend fanden Verständnis bei allen, denen die Zukunft unseres Volkes am Herzen liegt. Die Regierung und die Kommunalverwaltungen erkannten ihre Pflicht, der Jugend zu helfen, und vieler­orts wurden Gelder für den Heimbau bereitgestellt, die den Grundstock für einige Bauten bildeten. Wenn auch noch bei weitem nicht in allen Gemeinden Häuser der Jugend gebaut

Ein vorbildlich eingerichteter Festraum

seiner Ausgestaltung seinem Zwecke voll und ganz dienen fann und in allem den Geist der Jugend atmet.

Unsere Jugend ist nicht überheblich, mie einige glauben machen wollen, sie ist Jugend im guten Sinne, ist fröhlich und heiter, aber im Grunde doch mit Ernst ihrer großen Aufgabe, die zukünfti­gen Baumeister des Boltes und Reiches zu sein, sich bewußt.

Auch die neuen Jugend­heime zeigen ein Bild fröh­lichen Jungseins ihrer In­sassen und des großen Ern­stes ihrer Arbeit. In ihnen tommt die Jugend zu fröh­licher Unterhaltung und lustigem Spiel zusammen, aber auch um aus der Ge­schichte unseres Volkes un­sere Art und unsere Sen­dung zu erkennen, und vor allem, um die letzte große Erkenntnis deutscher Art, den Nationalsozialismus, in sich aufzunehmen, nicht als Selbst­zweck, sondern um aus ihr die Weisheit und Kraft zu ziehen, das Werk der Väter und Mütter also unsere Arbeit- fort­' ühren zu können.

Und das muß von uns doch anerkannt werden: Was wir jisher von der Arbeit unserer Jugend an sich und für Deutsch­land gesehen haben, ist gut und erfüllt uns mit Stolz und der Zuversicht, daß sie die Aufgaben ihrer Zeit meistern wird. Wer hat sich noch nicht gefreut über die frischen Gesichter unserer Jungen und Mädel, wenn sie in Marschkolonnen mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen und in straffer Zucht in die Weite marschierte, um in der freien Natur die Schönheit der Heimat zu erleben? Wer ahnt nicht den Geist der Kamerad schaft in ihren Reihen, die Pflichtauffassung von der Arbeit

offene, fröhliche Art unserer eigenen Kinder, das zeigen auch die beiden letzten Bilder unserer Seite.

Mit der gleichen Fröhlichkeit sind unsere Jungen und Mädel bei der Werkarbeit. Während zu den Bastelarbeiten fostenloses Material benutzt wird und Phantasie und Geschick­lichkeit aus ihm fleine Spielsachen formt, deren Wert nicht über den Augenblick hinausgeht, beschert die Werkarbeit Werte, die für eine größere Spanne Zeit gedacht sind, Werte, die vielen Freude bereiten. Mit den Werfarbeiten können wir unsere Brauchtumsfeste verschönern, unsern Maibaum schmücken, unsern Weihnachtstisch verzieren und die Heimräume ausge stalten. Einen großen Teil der Werkarbeit umfaßt auch die Herstellung von gutem Spielzeug, das in Form und Farbe einfach und schön ist.

Unsere Mädel weben, stricken und nähen auch für den Weihnachtsmann. Handschuhe und Strümpfe entstehen unter dem eifrigen Geklapper der Nadeln. die Hand führt fleißig die Näh­nadel, um ein Wäsche oder Kleidungsstück entstehen zu lassen.

Wenn dann die Weihnachtsarbeiten beendet sind, wird fleißig geübt und geprobt für die Gemeinschaftsfeste, für Eltern­abende oder für festliche Gelegenheiten der Partei und der Gliederungen, um auf ihnen von der Haltung und dem Wollen der Jugend und ihrer Gestaltungskraft Zeugnis abzulegen.

Reinesfalls aber wird bei all diesen Arbeiten und den Stunden der Unterhaltung und des Spiels die geistige Aus­richtung im nationalsozialistischen Sinne vergessen. Wochens endkurse sind vorgesehen und Vortragsabende führen ein in das nationalsozialistische Gedankengut.

Eine Fülle der Arbeit an sich und für andere, die aber nur zu leisten ist, wenn der Jugend geeignete Räume und die kann nur ein eigenes Heim bieten zur Verfügung ſtehen, Räume, deren Einrichtung nicht aus zusammengesuchten Möbeln bestehen kann, sondern deren Ausgestaltung der Grund­haltung unserer Jugend entsprechen muß und von Schön= heit, 3wed mäßigkeit und Einfachheit zeugt. Heime und ihre Einrichtung kosten Geld.

Fast ein Jahr ist es her, als der Jugendführer des Deutschen Reiches in seinem Neujahrsaufruf das bald hinter uns liegende Jahr 1937 als das Baujahr der Hitler Jugend ver­tündete, vieles ist erreicht worden, noch mehr für die Zukunft geplant. Der wirtschaftliche Aufstieg des deutschen Volkes sollte die Möglichkeit bieten, im kommenden Jahr der Jugend noch fräftiger unter die Arme zu greifen bei ihrem Bestreben, sich Heime, die Kulturmittelpunkte des jugendlichen Lebens dar stellen, zu schaffen. Fritz Brockhoff.

Blindefuh, nun suche du

Schachtel, Schachtel, du mußt wandern...

Aufnahmen: Bildstelle der H3., Gruppe Nordsee( A.),