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Nr. 204.
Sonnabend, 31. August 1912.
Geschichtsnotizen.
31. Auguft.
Wilhelmshavener Tageblatt.
1734 Stiftung der Universität Göttingen. 1740 Pädagog und Philanthrop Joh. Friedrich Oberlin_geb. 1798 Rechtslehrer Georg Friedrich Puchta geb.( † 1846). 1807 Scharnhorsts Entwurf zur Regeneration der preußischen Armee. 1811 Der französische Seefahrer Louis Antoine de Bougainville gest.(* 1729). Der franz. Dichter Théophile Gautier geb.( † 1872). 1821 Naturforscher Hermann von Helmholt geb.( † 1894). 1830 Komponist Edmund Kretschmer geb. ( † 1908). 1841 Schriftsteller Friz Anders( eigentl. May Allihn) geb. ( 1910). 1845 Schriftsteller Heinrich Edler v. Poschinger geb. Sozialist Ferdinand Lassalle gest.(* 1825). 1867 Der franz. Dichter Charles Baudelaire gest.(* 1821). 1870( 31. Aug. und 1. Septbr.) Schlacht bei Noisseville: Manteuffel verhindert den Durchbruch der in Mey eingeschlossenen franz. Rheinarmee unter Bazaine. 1871 Louis Adolphe Thiers wird Präsident der französischen Republik. Herzog Grnst II. von Sachsen- Altenburg geb. 1875 Geograph Oskar Peschel geſt.(* 1826). 1880 Wilhelmina, Königin der Niederlande, geb. 1883 Schriftsteller Levin Schücking gest.(* 1814).
Vermilchtes.
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1864
2. Beilage. Expedition: Kronprinzenstr. 1.
folgt. Kriminalbeamte beobachteten, daß durch den Zolldurch-| deiniges. 2. Besten Ahna wirst du mir heiraten auf dieses laß St. Annen drei beladene Wagen ohne jede Kontrolle das Briff. 3. Teuersten Ahna weil mir der heiraten und die HochFreigebiet verließen. Sie hielten zwei weitere Wagen, die zeit vielle Maßen Geld fusten. Schönsten Ahna will ich jetzt diesen beiden unmittelbar folgten, an. Von den Fuhrleuten meine Lebenslauf erzählen. Erst geboren dan getauft dann 6 liefen drei beim Nahen der Beamten sofort davon, zwei Jahre so gelaufen dan 8 Jahre auf deutsche Elementen Schule konnten verhaftet werden. Auch der Beamte, der die Fuhr- gegangen. Auf Bauer gedient auf Kamiß gekomen bei 136 werke ungehindert passieren ließ, wurde in Haft genommen. Dort habe ich gekriegt wegen gut Führung die Schizenschnur, Die Wagen waren mit Sprit und Kaffee beladen. auch bald vom gut schießen die Knöppe was nicht sein so gewehnliches Burentnopp, sondern schönes blankes mit deutschen Adler oben. Dann bin ich auf Heimat gereisch, dort hat Vater großes Bauernhoff gehabt. Er ist an einen Krankheit gestorben. Wann wirst liebsten Ahna mir heiraten werd ich kaufen schöner Kammer auf ein Herd und einrichtung von 2 Zimmer wo ich werd hier aber blos Betten Wiege und Ohringe mitbringen. Wen wirst liebsten Ahna mir heiraten wirst du nicht heiraten anderen sondern mir wo ich gebildeten Menschen mit schöner Angesicht bin. Wenn du wirst einen ander heiraten werd ich kommen mit preußisches Eiſenban und ihm die Knochen kurz und hageklein hauen, Also nimm dich auf acht und heirate mir. Bis dahin verbleibe ich mit vilen Küssen und ewiges Lieblichkeit deiniges von herzen
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- Braunschweig, 27. August. Gestern Nachmittag gegen 2 Uhr wurde der 8jährige Walter Winkler auf dem Wege zur Schule im Automobil entführt und ist seitdem verschwunden. Auch der um 1% Jahre ältere Bruder Walters ist vor etwa einem Jahre entführt worden und seitdem nicht wieder aufgetaucht. Die beiden Kinder waren, nachdem der Vater sich seiner Alimentationspflicht entzogen hatte, hier in Pflege gegeben worden. Die unverehelichte Mutter war vor Jahresfrist gestorben. Man glaubt, daß der Vater, der jetzt als Stukkateur in Paris leben soll, beide Kinder entführt hat. Nordhausen, 28. August. In der Nähe der Nachbarortschaft Ballhausen ist heute Morgen der Kessel eines Dampfpfluges explodiert. Die Explosion war so stark, daß die Hinterräder der Lokomobile ungefähr 100 Meter weit fortgeschleudert wurden. Drei Personen sind schwer verletzt worden. * München, 28. August. Das hohe Alter von 105 Jahren erreichte die Maurerswitwe Sabine Weiß in Kösching Berlin, 29. August. Staatsminister a. D. von Pod-( Oberbayern). Sie ist jetzt im Alter von 105 Jahren und 5 bielski äußerte sich zu einem Vertreter des„ Lokalanzeiger" Monaten gestorben. Die Greisin hatte sich die geistige Frische über die Wettfrage: Was das Wetten weiter Kreise über fran- bis zum letzten Tag erhalten. zösische Rennen anbetrifft, so hat dieses Lager feineswegs in Wien, 29. August. In Nordtirol sind auf der Straße Berlin seinen Sih. Hier ist aber sozusagen der Herd für den von Kitzbühel nach Mittersill zwei Automobile infolge falfranzösischen Wettbetrieb. Nach genauer Schätzung werden hier schen Ausweichens zusammengestoßen. Beide Wagen sind volletwa 300 Millionen Mark für französische Pferderennen ge- ständig zertrümmert worden. Zwei Herren und eine Dame, wettet. Das Gesetz vom Jahre 1902, das die Wettevermitte- deren Namen noch nicht festgestellt sind, wurden schwer verletzt. lung und auch die Ankündigung von Wettevermittelungen London, 29. August. Eine aus Mitgliedern der
- Berlin, 28. August. Heute Vormittag wurden im Grunewald die Leichen der Prokuristenwitwe Marie Philipp und ihrer Tochter, der Frau des Bankbeamten Kropsch aus Tempelhof, aufgefunden. Sie hatten sich von einem Vorortszug überfahren lassen. Die Mutter war seit längerer Zeit gemütsfrant und dürfte ihre Tochter veranlaßt haben, gemeinsam mit ihr in den Tod zu gehen.
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durch die Zeitungen verbietet, ist ein Schlag ins Wasser ge- Familie und 300 männlichen und weiblichen Offizieren der wesen, weil die französischen Zeitungen ungehindert Eingang Seilsarmee bestehende Prozesston trug gestern den Sarg mit bei uns finden. Die Sache muß ganz anders gemacht werden dem toten General Booth nach der Olympia- Halle in Westend, und zwar muß es so angefaßt werden, wie das Lotteriegesetz. wo ein Gedächtnisgottesdienst stattfand. Wie das Spielen in ausländischen Lotterien verboten ist, so London, 28. August. Eine empfindliche Strafe sollte auch das Wetten auf ausländische Rennen verboten verhängte das Gericht von Marylebone über einen Kußräuwerden. ber, einen jungen stellungslosen. Kellner namens George Reid. * Berlin, 29. August. Zwischen dem Halleschen Tore Der Uebeltäter war bei seiner Suche nach Arbeit als Diener und der Möckernstraße wurde gestern Abend plöglich eine auch in ein herrschaftliches Haus gekommen, wo ihm von Scheibe eines in voller Fahrt befindlichen Hochbahnzuges zer- einem jungen hübschen Dienstmädchen geöffnet wurde. Nach trümmert. Die durch das ganze Wagenabteil zerstreuten Glas- einer kurzen Unterhaltung ließ er sich dazu verleiten, der splitter, durch die glücklicherweise niemand verlegt wurde, Schönen einen Kuß zu rauben. Diese war aber für solche Zärtließen darauf schließen, daß auf den Zug geschossen worden ist. lichkeiten wenig empfänglich und ließ den jungen Mann sofort Hamburg, 29. August. Die erste größere Ladung festnehmen. Das Gericht verurteilte ihn zu 6 Wochen GeMarmor aus Deutschsüdwestafrika ist jetzt in Hamburg einge-[ fängnis. troffen und sofort zum größten Teil verkauft worden. Es hanWilhelm„ mit schöner Angesicht". Foldelt sich durchweg um Blöcke von sehr großem Umfange, ein- gender föstlicher Liebesbrief wurde dieser Tage auf der zelne wiegen bis 11 000 Kilogramm. In einigen Wochen wird Straße in einem Dorfe der Altmark gefunden:„ Besten, Liebeine größere Sendung hier eintreffen. sten, teuersten Ahna. Das werd ich mir erlauben Dir fleine Briefe zu schreiben. Das wirst mir verzeihen solches Dreistige feit werd ich dir verklären solche Anrede wo ich geschrieben. 1. Besten Ahna weit besseres gibt es kein besseres als
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Hamburg, 27. August. Die Polizei hat hier am Montag einen großen Spritschmuggel aufgedeckt. Dem ist heute die Entdeckung weiterer großer Zollbetrügereien ge
Der Sturmgefang der Liebe.
Roman von Robert Heymann.
( 26. Fortsegung.) ( Nachdruck verboten.) Einige Minuten später sprach er schon wieder anders. Ihr sieghafter Zauber umstridte ihn von neuem. Die Spinne 30g eilfertig mit ihren geschickten, startfnochigen Fingern ein Netz und umstridte ihn und blendete seine sehenden Augen und schmeichelte ihn mit dem Siegel des Betruges auf den Lippen nach Hause.
Mit heiligen Eiden hatte sie ihm alles zugeschworen, was er verlangte. Er hätte sich denken können, daß sie nie das alles halten würde und konnte. Halb wahnsinnig vor Angst, sie zu verlieren, war er schier in Tollheit geraten: flüchten sollte sie mit ihm, seinen Namen, seine Ehre, alles wollte er hinwerfen
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liebendes Wilhelm."
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und Zuversicht aus seinen Zügen gewichen. Als hätte es nur zende Anlagen, Geist, Energie, Kraft ohnegleichen und läßt dieses furchtbaren äußeren Anstoßes bedurft, um denken zu sich zum Krüppel schlagen! Was soll man denn nun mit ihm lernen, so übersah er jetzt klar den ganzen Umfang der Kata- beginnen? Walter Kreß war innerlich ordentlich wütend auf strophe, in die er geraten war, und welche Konsequenzen sie ihn. Hatte er ihn doch im Geiste schon an der Spize unterziehen würde. Aber auch eine Entschuldigung hatte er rasch zur nehmungslustiger Gesellschaften gesehen, reich, bewundert, Hand. Ich bin ein Friedrichswert, dachte ei. Konnte es da anders kommen? Ob früher oder später sich der Bann an mir erfüllte was liegt daran? Die Mutter hat Renate, und Kurt wird ihr ein zweiter Sohn sein an mir würde sie ohnedies nur Kummer erleben. Ich bin nun eben einmal so. In der Nacht legte er sich den Revolver bereit. Doch ehe es soweit kam, meldete der Bursche Herrn von Landeck- Solden. Baron Oldenskott hatte den Vetter alarmiert
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einer jener modernen Cäsaren, die keine Lorbeerkränze tragen, denen man auch wohl keine öffentlichen Ehrensäulen stellt, die aber Armeen der Arbeit anführen und Könige in ihrem Reiche sind.
Joachim Remmert fühlte, was in seinem Chef vorging., Durch seine Gestalt ging ein Straffen und Dehnen.
„ Herr Kreß, ich denke, es wird auch mit meinem linken Arm gehen! Die Frage wird sein, ob Sie mir soviel Vertrauen entgegenbringen, um mich auch weiterhin auf meinem Posten zu belassen."
Walter Kreß schwankte.
Nein, sein Vertrauen war erschüttert. Er war wohl nie vor einer Rücksichtslosigkeit zurückgeschreckt, aber diesem Krüppel gegenüber, der noch vor ein paar Wochen kraftstrogend und als Sieger vor ihm gestanden, fand er nicht den Mut, mit der Wahrheit herauszurücken: daß er ihn jezt verloren gab, nicht nur des Armes wegen; man brauchte ihn nur anzusehen, wie das Leid und die Verzweiflung in ihm gewütet und was ihm das Erlebnis äußerlich genommen.
Ruth hatte den Bruder gesund gepflegt. Mit der fortschreitenden Genesung war sein Selbstvertrauen wieder neu erstarkt, und er sann über einen Kompromiß mit dem Leben Als er durch den Tiergarten ging, wo der Herbstwind nach. Meinen Knacks habe ich ja nun weg," meinte er die gelben und weinroten Blätter dahinwirbelte, kam ihm lächelnd, als er, mit der Linken auf einen Stod gestützt, im die Vernunft zurück. Verstrickt in Widersprüche, versuchte er Krankenzimmer auf und ab ging.„ Aber Du bist jetzt meine umsonst, seinen gesunden Willen aus dem giftigen Spinn- rechte Hand; wer weiß, ob da nicht noch alles viel besser geht gewebe zu lösen. als vorher, denn schließlich habe ich ja nun in Wirklichkeit Der Park lag in melancholischer Stimmung. Ein dichter drei Hände statt der zwei früheren." Nebel drückte bis auf die Wipfel der Bäume nieder und Mit solchen kleinen Späßen suchte er Ruth aufzuheitern. Die Unterredung verlief ohne Abschluß. Als aber Joachim feiner Sprühregen übertaute die Wege. Der Asphalt glänzte Aber ste wußte, daß er, sobald er allein war, zusammensant. Remmert wieder auf die Straße trat, da wußte er genug. Seiwie ein Spiegel, und Automobile und Equipagen rollten wie Nicht des Armes wegen; es war unmöglich, daß er Renate nes Bleibens war in der„ Wigmodia" nicht länger. Walter auf Glas. Die fröhlichen Farben des Sommers und der letzten vergaß. Im Gegenteil! Je mehr Zeit über die Katastrophe Kreß gab ihn auf, sprach ihm wenigstens die Karriere ab, die schönen Herbsttage waren erloschen; keine Spreewälderinnen hinging, desto tiefer schmerzte die Wunde. Er hatte, ehe er Joachim immer für sich beansprucht hatte. mit lärmenden, jauchzenden Kindern waren zu sehen; nur Renate kennen gelernt, kaum gewußt, was Liebe war. Von dann und wann verlor sich eine dunkelgekleidete Gestalt in den Liebeleien, mit denen die Jugend seiner Kameraden durch den schmalen Wegen, die sich durch das Gewinde von Bäumen sichert war, hatte er sich ferngehalten. Alles Halbe und Kleine und Büschen schlängelten. war ihm stets verächtlich erschienen. Er hatte ebensowenig sein Er hatte den Nachmittag frei; eine bleierne Ermüdung Gefühl wie sein Leben verzettelt. hatte ihn überkommen. Zäh rann das Blut durch seine Adern, Da war diese Leidenschaft mit grandioser Kraft über ihn und er meinte, sich kaum bis nach Hause schleppen zu können. gekommen, hatte sogleich seine ganze Nervenkraft aufs Höchste zu sagen, als er bleich aus dem Hause. trat. Er nahm ihr das Die Reaktion auf die übermenschlichen Aufregungen der lek- gespannt, hatte alle Anforderungen, die sich sonst vielleicht auf Versprechen ab, Vater und Mutter zu verschweigen, daß nun ten Tage stellte sich ein. Er verfiel in einen stundenlangen, ein ganzes Leben verteilen, mit einmal und plötzlich an ihn seine Stellung in der„ Wigmodia" wohl am längsten ge= chweren, unruhigen Schlaf. gestellt, um dann mit solcher Farce zu endigen. Er überwand dauert hatte. Die Mutter war ohnehin voll banger Sorge
Einen andern hätte diese Erfahrung vielleicht niedergedrückt; ihn richtete sie auf. Der Remmertsche Troh brach in ihm durch. Der Gedanke, daß man ihn jetzt für einen hilfTosen Krüppel hielt, spannte seine geistigen Kräfte aufs äußerste. Die sollten ja sehen!
Ruth wich nicht von seiner Seite. Sie wagte nicht, etwas
Am Abend brachte ihm eine Ordonnanz die Auffor- es nicht; daß er eben die ganze Kraft einsetzte, darüber hin- und voller Verzweiflung. Der Vater war schon gefaßter. Daß derung, sich früh am nächsten Tage beim Kommandeur zu wegzukommen, das zehrte an seiner Gesundheit und inneren ihr Sohn, ihr junger König, ihr alles, nun ohne rechten Arm melden. Er verfärbte sich. Kameraden, die er am Abend traf, Gelbständigkeit. Schließlich ertrug er es nicht länger. Nur die durchs Leben gehen sollte, das konnte die Mutter nicht verfonnten ihn einigermaßen aufklären. Mit Windesschnelle war Arbeit fonnte ihn retten eine intensive, gewaltige Arbeit. winden. Ihr Haar, das bis dahin jugendliches Dunkel ge= die Nachricht von dem Auffliegen der Germaniagesellschaft be- Gewohnt, immer nur einem Herrn zu dienen, wollte er sein wahrt, war in Kurzem gebleicht. Am nächsten Morgen fuhr Joachim mit Ruth nach Berlin.
fannt geworden. Die Blätter brachten in fettgedruckten Spal- Leben damit so vollständig ausfüllen, daß ihm keine Stunde
ten Details. Rudolf ließ alles im Stich und eilte nach dem mehr blieb, dem Verlorenen nachzuhängen. Als er zum ersten Sie wußte nicht recht, was er dort wollte. Es dauerte eine Tiergarten. Die Wohnung der Frau von Bederitz war ge- Mal nach langem Siechtum wieder vor Walter Kreß, dem Weile, ehe er durch Nachfragen das Büro der deutschen Eisenräumt. Halb zerrissen flatterten die Stores an den Fenstern. Direktor der„ Wigmodia", stand, da forschte der Mann mit bahnbaugesellschaft in der Königgrägerstraße gefunden hatte. Fremde Menschen ginger aus und ein und legten Gerichts- dem Cecil- Rhodes Gesicht eine Weile schweigend in Joachim Er setzte Ruth im„ Fürstenhof" ab und ging festen Schrittes in das Haus. fiegel an Schränke und Türen. Sie war mit Franz von Leisten Remmerts leidvollen Zügen. Der übergehängte Mantel verbarg den Stumpf der rechgeflüchtet. Gerade zur rechten Zeit, ehe der Staatsanwalt-„ Sie stellen schöne Sachen an, Herr Ingenieur," meinte schaft ihre enge Verbindung mit dem Direktor der Germania- er endlich etwas gepreßt. Dieser lächelte verlegen wie ein auf ten Schulter. Er gab seine Karte ab und wurde sogleich vorgesellschaft bekannt wurde.- böser Tat ertappter Schulfnabe. gelassen. Seine Tüchtigkeit war längst in Fachkreisen bekannt, „ Sie werden sich nun schwer tun ohne den rechten Arm," und der Direktor, ein ehemaliger Genieoffizier, ein Mann, Wohl eine Stunde stand Rudolf von Friedrichswert gebrochen, vernichtet unten in der Finsternis des Tiergartens fuhr Walter Kreß immer in dem gleichen Tone fort. Er war der in großzügiger Zeit herangewachsen war, empfing ihn und starrte auf das Haus. Als er endlich mit müden Schritten bemüht, geschäftsmäßig zu bleiben, aber er brachte es nicht mit zuvorkommender Liebenswürdigkeit. ( Fortsetzung folgt.) seiner Wohnung zustrebte, da war jeder Rest von Energie fertig. Solch ein Junge! dachte er immer bei sich. Hat glän=
