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Wilhelmshavener Tageblatt

Bezugspreis. Das Wilh. Tageblatt" erscheint an jedem Werktag. Der voraus zu zahlende vierteljährliche Bestellpreis beträgt bei der Post Mt. 2,40( ohne Zu stellungsgebühr), bei der Geschäftsstelle Mt. 2,25( mit Bringerlohn). Redaktion: Fernsprecher Nr. 1160.

Amtlicher

Redaktion u. Expedition:

Anzeiger.

Kronprinzenstraße Nr. 1.

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Publikations Organ der Kaiserlichen Marine- Behörden für Wilhelmshaven. Amtsblatt für die Königlichen Behörden und die Stadt Wilhelmshaven. Publikations- Organ für die Großherzoglich Oldenburgischen Ämter u. Amtsgerichte Rüstringen und Jever

Jeder Abonnent und dessen Ehefrau ist nach Maßgabe der Versicherungsbedingungen bei der Nürnberger Lebensversicherungs- Bant in Nürnberg mit 1000 Mt. gegen Unfälle mit Todesfolge versichert. Jeder Unfall muß binnen 3 Tagen, Todesfälle müssen sofort, spätestens innerhalb 48 Stunden nach Eintritt, der Direktion in Nürnbera oder dem Verlag des ,, Wilh. Tagebl." angezeigt werden.

No.

199.

Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten; außerdem liegt unser Illustriertes Sonntagsblatt Nr. 34 bei.

meiden.

Deutsches Reich.

Samburg, 23. August. Dem Schutzverband deutscher Reeder in Hamburg ist aus Genua gemeldet worden, daß dort für den 1. September der Ausbruch eines Generalstreiks droht, Es empfehle sich daher für die deutschen Schiffe, Genua zu Leichte Erkrankung des Kaisers. Berlin, 23. August. Aus Wilhelmshöhe wird gemel det, daß der Kaiser leicht erkrankt sei und infolgedessen die für heute Abend befohlene Vorstellung im Kasseler Hoftheater nicht habe besuchen können. Wie dem Hann. Cour." aus Wilhelmshöhe mitgeteilt wird, bestätigt sich leider die Nach­richt von der Erkrankung des Kaisers. Sie besteht in einer leichten Erkältung, die zu Besorgnissen keinerlei Anlaß bietet. Wahrscheinlich hat sich der Kaiser diese Erkältung bei seinen Fahrten im Automobil von Cronberg nach Mainz und zurück Hofnachrichten.

zugezogen.

Danzig, 23. August. Der Kronprinz und die Kron­prinzessin sind heute wieder hier eingetroffen. Berlin, 23. August. Die Königin von England traf heute Nachmittag 5.10 Uhr, von Neustrelitz tommend, auf dem Stettiner Bahnhof ein. Sie begab sich zunächst nach dem Hohenzollernmuseum und stattete dann der englischen Bot­schaft einen Besuch ab. Abend um 9.40 Uhr reiste die Königin vom Lehrter Bahnhof wieder ab.

Erbschaftssteuer.

Sonntag, den 25. August 1912.

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Bisher wurden 17 300 mt. ausgezahlt

38. Jahrgang.

Bezirk sie beschäftigt sind, oder von ihren Arbeitgebern, sofern letzten Hochstand in den Jahren 1909 und 1910 brachte das sie im Besize der Vordrucke einer Aufnahme- und einer Ver- vergangene Jahr wieder eineri merklichen Preisabschlag. sicherungskarte sind, diese verabreichen zu lassen und unter Immerhin standen die Preise des Jahres 1911 nicht uner­Einreichung der ausgefüllten Vordrucke bei den Ausgabe- heblich höher als im Jahre 1900, in welchem die Preiskurve stellen ihres Beschäftigungsortes die Ausstellung der Versiche- auf einem Tiefpunkt angelangt war. Im Laufe des Jahres rungskarten zu beantragen. Die Ausgabestellen sind gewöhn- 1912 hat sich die Preissteigerung von Rindoieh weiter fort­lich die Ortspolizeibehörde. Als Ausweise gelten: Steuer- geseht und auch die Preise von Schweinen, die noch im Vor­zettel, Invalidenversicherungskarte usw. Die Arbeitgeber, die jahre, in rückläufiger Bewegung waren, sind erneut in die versicherte Angestellte beschäftigen, werden aufgefordert, bis Söhe gegangen. Nach den auf den verglichenen Märkten er­zur Wahl sich von der Gemeindebehörde eine Bescheinigung mittelten Preiser im Juli ds. Jrs. haben die Großhandels= über die Zahl der von ihnen regelmäßig beschäftigten ver- preise für Rinder und Schweine eine noch nie dagewesene sicherten Angestellten ausstellen zu lassen. Versicherte Ange- Höhe erreicht. Nur für Kälber wurden in den beiden Vor­stellte, die bei den Wahlen nicht im Besitz einer Versicherungs- jahren noch beträchtlich höhere Preise bezahlt. tarte sind, gehen ihres Wahlrechts verlustig. Arbeitgeber können ohne die erwähnte Bescheinigung zur Wahl nicht zuge­lassen werden.

Verteuerung der Lebensmittel.

Bei dieser Erscheinung ist zu beachten, daß die Steige: rung der Vieh- und Fleischpreise sich aber nicht auf das deutsche Reich beschränkt, sondern sich auch auf das Ausland erstrect; es handelt sich also um eine internationale Erschei­nung. Wenn man die Zahlen für Rinder und Schweine Berlin, 23. August. Aus der Provinz Schlaften wird auf den Märkten von Wien, Budapest, Paris, Rotterdam berichtet: Wie vor einigen Tagen in Neustadt an der Oder, und Kopenhagen in dem Zeitabschnitt von 1900 bis 1912 ver­so hat sich nun am letzten Wochenmarkt auch in der schlesischen gleicht, so ergibt sich eine Steigerung der Viehpreise, die teil­Weinbaustadt Grünberg eine Revolte der Hausfrauen wegen weise noch erheblich stärker ist als an den deutschen Plätzen. der hohen Butterpreise abgespielt. Den Preis von 1,65 M So beträgt die Steigerung für Schweine in Wien 48 Prozent, pro Pfund wollten die Hausfrauen nicht mehr bezahlen, und Budapest 50 Prozent, Rotterdam 53 Prozent und für Rind­sie kamen überein, den Buttermarkt zu boykottieren. Als die vieh in Wien 42 Prozent, Budapest 60 Prozent. Aus Ame­Verkäufer an den Preisen festhielten. kam es zu erregten rifa tommt die Nachricht, daß eine Fleischteuerung bei gleich­Szenen und zu einem regelrechten Angriff, bei dem der gegen zeitigem starken Minderangebot besteht. So ist in Chicago früher zu doppelten Preisen angekaufte Weichquart als Wurf der Preis für Stiere gegenwärtig um 40 Prozent höher als geschoß den Handelsfrauen ins Gesicht geschleudert wurde. vor zwei Jahren.

Die Erregung wurde so groß, daß die Polizei einschreiten Bei dieser Steigerung der Fleischpreise ist es von In­mußte. Andererseits wird aus Nassau gemeldet: Während teresse, zu untersuchen, ob die Fleischversorgung eine Einbuße die Fleischpreise in allen Teilen Nassaus in besorgniserregen- erlitten hat. Die zur Beantwortung dieser Frage zur Ver­der Weise in die Höhe gehen, ist bereits in mehreren Orten fügung stehende Statistik über die Bewegung des Fleisch­ein merklicher Abschlag des Brotpreises eingetreten. Auch die konsums vom Kaiserlichen Gesundheitsamt ergibt für den Kartoffelpreise gehen in Rücksicht auf die in Aussicht stehende Zeitabschmitt von 1904 bis 1910 eine wesentliche Steigerung reiche Kartoffelernte stetig zurück. im Fleischverbrauch der Bevölkerung trog der in diesen Zeit-, raum fallenden starken Erhöhung der Preise für Vieh und Völlige Sonntagsruhe in Braunschweig in Aussicht. Berlin, 23. August. Die Norddeutsche Allg. 3tg." Fleisch. Und zwar hat die Steigerung des Fleischkonsums Berlin, 24. August. Wie der Materialiſt" erfährt, nicht nur gleichen Schritt mit der Zunahme der Bevölkerung schreibt zu den Presseerörterungen über die Behauptung des Justizrats Bamberger, daß angeblich bei der Erbschaftssteuer geht man in Braunschweig mit der Absicht um, die völlige gehalten, sondern sogar stärker zugenommen als die Bevölke= ungeheure Hinterziehungen vorkämen: Die Behauptung ent- Sonntagsruhe einzuführen. Aus einer Zeitungsnotiz geht gehalten, sondern sogar stärker zugenommen als die Bevölke von, daß die Lebenshaltung der großen Masse der Bevölke­hält einen schweren Vorwurf auch gegen die Tätigkeit der hervor, daß bei einer Abstimmung von 2085 Geschäften 1465 rung. Dieser gesteigerte Fleischverbrauch ist eine Folge da­Erbschaftssteuerbehörden, die es zulassen sollen, daß sich mehr Firmen für die ortsstatutarische Einführung der völligen rung sich wesentlich gehoben und daß die Gewöhnung der als die Hälfte der Steuern der Erhebung entziehe. Die Sonntagsruhe und nur 78 für die reichsgesetzliche Regelung Bevölkerung an Fleischnahrung eine verhältnismäßig stär­Grundlage für die Ertragsschäzung der Steuer bildet das eingetreten sind. Die Stimmzettel sind den Behörden auf kere geworden ist. Zugleich ist aber der gesteigerte Fleisch­jährlich in Deutschland voraussichtlich ererbte Vermögen auf Wunsch im Original überreicht, ebenso die 200 gegnerischen verbrauch zweifellos mit ein Grund für das Anschwellen der Grund des zur Ergänzungssteuer veranlagten Vermögens. äußerungen mit ihren Begründungen, ferner diejenigen Fleischpreise. Dieses kann sich unmöglich der Veranlagung der Erbschafts- Stimmzettel, die besondere Vorschriften für die eine oder an­steuer entziehen, da es den Steuerbehörden völlig bekannt ist. dere Branche enthalten. In allen Branchen besteht eine über­Auch die Behauptung, daß überhaupt die amtlichen Voraus- große Mehrheit von Freunden der völligen Sonntagsruhe, schäzungen außerordentlich fehlgegriffen haben, ist nicht rich- die bis zu drei Vierteln und darüber hinausgeht. tig. Bamberger rechnet aus der von ihm angenommenen jährlichen steuerpflichtigen Erbmasse einen Steuerbetrag nach

Bayrische Kammer.

8 vom Hundert dieser Masse, während nach der amtlichen München, 23. August. In der heutigen Spezialbera­Statistik die Steuer nur durchschnittlich 6,5 vom Hundert be- tung des Etats des Kriegsministeriums führte Abgeordneter trägt, ein Satz, der annähernd auf die frühere amtliche Er- Freiherr von Franckenstein( 3tr.) unter anderem aus: Der tragsschäzung hinführt. Daß die amtlichen Schäzungen teil- Kriegsminister hat mir gestern eine Verdächtigung des Offi­weise über die tatsächlichen Erträgnisse der Steuer hinaus- zierkorps vorgeworfen, als hätte ich mit der Warnung vor der gegangen sind, kann nicht auffallen, da es bei Aufstellung der Simplizissimus- Kultur seine Königstreue und Loyalität in Schäzungen noch an fast jeder statistischen Unterlage fehlte. 3weifel gezogen. Er habe aber nur die Kriegsverwaltung Versicherung der Privatbeamten.

Wenn gegenwärtig ein Sinfen der Vieh- und Fleisch­preise noch nicht eingetreten ist, so liegt dies daran, daß bei der zu erwartenden guten Futterernte mehr Vich aufgezogen wird, wodurch der Zutrieb zu den Märkten naturgemäß ab­nimmt. Sobald aber die Ställe wieder gefüllt sind, wird auch die Zufuhr auf die Märkte sich heben und einen Rückgang der Preise zur Folge haben.

Die Feststellungen des Kaiserlichen Gefundheitsamtes geben auch ein Bild über den Anteil des Inlandes und des Auslandes an der Fleischverbrauchsmenge. Und dabei ergibt sich, daß an der Deckung des Fleischbedarfes des deutschen Volkes die inländische Fleischerzeugung mit weitaus dem größten Betrage und in den letzten drei Jahren in einem gegen früher sogar gesteigerten Maße beteiligt ist. Die Fleischproduktion der deutschen Landwirtschaft hat bis in die letzte Zeit hinein eine Verminderung nicht erfahren. Wenn man dabei berücksichtigt, daß schon seit mehreren Jahren hintereinander in weiten Teilen des Reiches die Futter- und teilweise auch die Kartoffelernten unbefriedigend ausgefallen sind, so muß es hoch angeschlagen werden, daß die heimische vor der Gefahr des Eindringens des Simplizissimusgeistes in Landwirtschaft trotzdem und trok der stark verbreiteten das Offiziertorps warnen wollen. Nicht er, sondern der Abge- Seuchen imstande war, den Viehstand so durchzubringen, daß Berlin, 22. August. Nachdem in Aussicht genommen ordnete Dr. Casselmann habe von einer Disziplinlosigkeit im in der Fleischwversorgung der Bevölkerung ein Rückgang nicht ist, das Gesetz über die Versicherung der Angestellten mit dem Seere gesprochen und demgegenüber die Notwendigkeit der eingetreten ist 1. Januar 1913 in Kraft treten zu lassen, werden die Vor- militärischen Disziplin betont. Der Kriegsminister habe also bereitungen für die Einführung dieses Gesetzes beschleunigt. feinen Anlaß zu so schroffen äußerungen gehabt. Kriegs­überall beginnt man auch mit der Vorbereitung der Wahlen minister Freiherr von Kreß erwiderte: Nach Einsichtnahme in der Vertrauensmänner, die auf jeden Fall noch im Herbst d. J. das Stenogramm müsse er zugeben, daß der Abgeordnete von stattfinden müßten. Nach dem Gesetz sind die Vertrauens: Frandenstein die Disziplin der Armee nicht angezweifelt habe. männer von den versicherten Angestellten und ihren Arbeit Aus den Ausführungen des Vorredners über dic Simplizifft gebern zu wählen. Die Vertrauensmänner wieder wählen muskultur des Offizierkorps have er entnehmen müssen, daß Beisitzer für den Verwaltungsrat, die Rentenausschüsse, die Abgeordneter von Frandenstein der Meinung sei, daß dar­Schiedsgerichte und das Oberschiedsgericht und können von über vielfach mit Recht geklagt werde. Gegen diese Auffassung der Reichsversicherungsanstalt oder den Rentenausschüssen bei mußte er, der Minister, in scharfen Worten Stellung nehmen. 27. Hauptversammlung des Centralverbandes Erledigung ihrer Geschäfte zur Mitwirkung in Anspruch ge- Es habe ihm aber fern gelegen, an der loyalen Absicht des nommen werden. Sie sind also die Vertreter der Beteiligten Abgeordneten von Franckenstein zu zweifeln. Hg. Frankfurt a. M., 22. August. Die 27. Haupt­bei der Ausführung und Handhabung des Gesetzes. Bei den versammlung des Zentralverbandes der Gemeindebeamten Vertrauensmännerwahlen gilt als Ausweis für die versicher­Pneußens begann heute hier im Saale des Zoologischen Gar= ten Angestellten die Versicherungskarte, für die Arbeitgeber eine von der Gemeindebehörde ausgestellte Bescheinigung über Das württembergische statistische Landesamt hat soeben hens ihre Tagung. Der Vorsitzende Bürodirektor Stephani­die Zahl der von ihnen regelmäßig beschäftigten versicherten sehr beachtenswertes Zahlenmaterial zur gegenwärtigen Trier eröffnete die Tagung mit Begrüßungsworten. Uner­Angestellten. Die Versicherungskarten werden von den Aus- Fleischteuerung zusammengestellt, das wegen seiner Objet müdlicher Arbeit sei es gelungen, den Verband in den 17 gabestellen ausgestellt. Voraussetzung für die Ausstellung ist, tivität und der Berücksichtigung aller in Frage kommenden Jahren seines Bestehens auf eine Mitgliederzahl von nahezu daß der versicherte Angestellte zuvor die Vordrucke einer Auf- Faktoren zur Beurteilung der ganzen Lage sehr wertvoll ist. 34 000 zu bringen. Es folgten Begrüßungsansprachen der nahme- und Versicherungskarte, die bei den Ausgabestellen Es wird zunächst eine übersicht über die Preisbewegung für Vertreter der Staatsregierung und der Stadt Frankfurt. unentgeltlich erhältlich sind, ausgefüllt und der Ausgabestelle Rindvieh und Schweine im letzten Jahrzehnt gegeben, nach Nachdem der Geschäfts- und Kassenbericht erstattet war, nahm eingereicht hat. Viele der mit der Durchführung der Ver- der tatsächlich die Engrospreise für Rindvieh an sämtlichen Universitätsprosessor Dr. Sigmund Keller- Bonm das Wort trauensmännerwahlen betrauten Behörden fordern gegen berücksichtigten Märkten bis zu 38 Prozent innerhalb eines zu seinem Vortrage Die Gleichstellung der preußischen Ge­wärtig schon alle versicherten Angestellten auf, sich innerhalb Jahrzehnts angestiegen sind. Dagegen weisen die Preise meindebeamten mit den übrigen Staatsbürgern in Beziehung eines gewissen Zeitraumes von den Ausgabestellen, in deren von Schweinen sehr erhebliche Schwankungen auf; nach dem auf das passive kommunale Wahlrecht. Die Rechte des Büre

Die Frage der Fleischteuerung.

der Gemeindebeamten Preußens.