Marmarameer.

Stern von Rumänien. Die Blätter begrüßen einmütig den Schwierigkeiten stoßen würden, war nicht anders zu erwarten, detektivs des Staatsanwalts Whiteman haben festgestellt, Grafen Berchtold und sagen, der Besuch festige noch mehr die und es zeugt nicht gerade von viel Selbstbewußtsein, wenn daß die Ermordete durch einen gewissen Reilly, einem politi­enge Freundschaft, welche die beiden Souveräne und Völker jetzt in ihrer Presse versucht wird, die Spanier und Deutschen schen Bandenführer, nach dem Hotel gelockt und dort von ihm verbindet. dafür verantwortlich zu machen. ermordet worden ist, weil die Zeugin Beziehungen zu ver­Die deutsche Silfe für die Opfer des Erdbebens am London, 24. August. Obwohl man wiederholt offiziell schiedenen einflußreichen Politikern unterhielt und gedroht mitgeteilt hat, daß Mulay Hafid nicht nach Paris kommen hatte, die Beziehungen zwischen der Polizei und dem Ber Konstantinopel, 24. August. Vom Stationsschiff werde, wird der Exsultan, dem Matin" zufolge, die fran- brechertum dem Staatsanwalt preiszugeben. ,, Loreley" sind in den durch das Erdbeben am meisten be- 3ösische Hauptstadt doch besuchen. Hafid wird aber, um seinen Republik China. troffenen Orten Samos, Myriofito, Chora und Peristasis von Wunsch, Paris zu sehen, erfüllen zu können, inkognito reisen. Pefing, 24. August. Sunjatsen ist am Nachmittag den aus Deutschland gekommenen Spenden Lebensmittel, Da er der Tunnels wegen die Eisenbahn nicht liebt hat er 2 hier eingetroffen und mit militärischen Ehren und unter Be Verbandszeug, Medikamente, Kleidungsstücke u. a. verteilt Automobile gekauft und wird in diesen am nächsten Dienstag teiligung des Volkes empfangen worden. worden. Die Bevölkerung hat die Hilfeleistung mit lebhafter nach Paris fahren, wo er zwei Tage zu bleiben gedenkt. Freude und Dankbarkeit aufgenommen.

ernannt.

Gerichtsverhandlungen.

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Tanger, 24. August. Meldung des Reut. Büros. Der Der Wirrwarr in der Türfet. französische Konsul Maigret und dessen Begleiter haben einen Konstantinopel, 24. August. Der frühere Mini- Kilometer von der Stadt entfernt wurden sie angehalten und Versuch gemacht, aus Marrakesch zu entkommen. Aber einige ap Wilhelmshaven, 23. August._( Kriegsgericht der ſter Aristis di Paſcha ist zum Postminister, Senator Halan gezwungen, in die Stadt zurückzukehren. Sie fanden dann in II. Mar.- Insp.) Der Heizer M. von der II. W.-D. war am Bey zum Juſtizminister, Danik Bey zum Minister des Innern dem Hause el Glauis, das in einiger Entfernung von der 27. März 1911 vom Kriegsgericht wegen Fahnenflucht und Stadt liegt, ein Unterkommen. Die französische Regierung Ungehorsams zu 6 Monaten 1 Tag Gefängnis und Versetzung Konstantinopel, 24. August. In Erzerum haben beabsichtigt, mit el Hiba wegen ihrer Freilassung in Verhand in die 2. Klasse des Soldatenstandes verurteilt. Nachdem die Jungtürken versucht, eine regierungsfeindliche Kundgebung zu veranstalten, die jedoch dank der getroffenen Maßnahmen lung zu treten. Wenn die Vorverhandlungen teinen Erfolg Strafe rechtsträftig geworden war, wurde er dem Gefängnis gescheitert ist. über Erzerum wird der Belagerungszustand zeitigen werden, soll eine fliegende Kolonne ihnen von Mes zugeführt, kam aber bald in das Lazarett. Es wurde dort gescheitert ist. über Erzerum wird der Belagerungszustand rabenabu, wohin Verstärkungen entsandt worden sind, zu verließ der Verurteilte sein Schiff Posen", wandte sich zunächſt festgestellt, daß er geistig nicht normal war. Am 6. Januar verhängt werden. Wien, 24. August. Wie die Politische Korrespondenz Silfe geschickt werden. nach Brement, wo er sich 14 Tage aufhielt und reiste dann erfährt, hat der französische Botschafter Dumaine im Mini- Paris, 24. August. Generealresident Lyautey hat dem nach München, wo er am 17. Februar 1911 verhaftet wurde. sterium des Auswärtigen die amtliche Mitteilung gemacht, Ministerpräsidenten Poincare folgendes Telegramm des We In Wilhelmshaven hatte er einen Teil seines Zeuges für daß die französische Regierung sich gern bereit erkläre, in den ſirs Mulay Jussufs übermitteln lassen: In dem Augenblick, 10 mt. verkauft und ein Päckchen blaues gegen Zivilzeug vom Grafen Berchtold angeregten Meinungsaustausch zwi- in dem das marokkanische Volk in spontaner Weise die Pro- umgetauscht. Nachdem der Angeklagte seine Strafe verbüßt schen den Mächten wegen der Türkei einzutreten. Damit flamation des Sultans vorgenommen hat und die Delegierten hatte und wegen Dienstunbrauchbarkeit entlassen war, wurde haben alle Mächte den Vorschlag des Grafen Berchtold ange- dem Sultan den Traditionen gemäß Ehrerbietung erwiesen ein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt. Das nommen. Wie aus Wiener unterrichteten Kreisen versichert haben, hat der Sultan es für seine Pflicht gehalten, dem Reichsmilitärgericht gab dem Antrag statt. Die Kaiser Wilhelms. wird, soll die gestrige, auch von uns wiedergegebene Nachricht Präsidenten oor Republik mitzuteilen, daß er entschlossen sei, Akademie gab ihr Gutachten dahin ab, daß der Angeklagte in des Berl. Lokalanzeigers" von der ablehnenden Haltung die Entente zu vervollständigen und das freundschaftliche Zu- mäßigem Grade schwachsinnig sei und bei der Begehung seiner der türkischen Regierung unbegründet sein. Der Lokalan- sammenarbeiten mit Frankreich an dem Werke des Friedens Straftat sich nicht im vollen Besitze seiner freien Willens. zeiger" hält aber seine Meinung anscheinend aufrecht, denn und des Fortschritts des scherifischen Reiches zu vollenden, das bestimmung befunden habe. Aufgrund dieses Zeugnisses spricht heute läßt er sich aus Petersburg folgendes melden: Ein die beiden befreundeten Regierungen in Angriff genommen ihn das Kriegsgericht heute frei. Der Oberheizer M. von kompetentes Mitglied einer in der Balkanfrage start interes: haben.- Poincare erwiderte: Ich habe nicht verfehlt, dem der II. W.-D. befand sich 1905 auf SMS. Braunschweig". sierten Großmacht äußerte sich folgendermaßen: Die Türkei Präsidenten der Republik das Telegramm zu unterbreiten, Am 5. August wurde er in Stockholm bis 12 Uhr beurlaubt, verhält sich nicht nur ablehnend zum Vorschlag Berchtolds, das der Westr an Sie gerichtet hat. Der Präsidstent bittet Sie, tam aber nicht zurück, sondern musterte auf einem Dampfer sondern sie ist auch stark beunruhigt, da sie keinen praktischen dem Sultan mitzuteilen, er habe mit lebhaftester Genugtuung nach Antwerpen an und fuhr dann von dort aus auf Schiffen Erfolg erwartet, sondern im Gegenteil überzeugt ist, daß die thm gegebene Versicherung seiner( des Sultans) festen Ab- verschiedener Nationen. Nachdem er nach Deutschland zurück­der Vorschlag eher aufreizend als beruhigend auf die Balkan- sicht, die Entente beider Länder zu vervollständigen und in gekommen, wurde er nach 7jähriger Abwesenheit in Hamburg völker wirkt. Jedenfalls wissen die Türken, daß ein Krieg, freundschaftlicher Weise mit Frankreich zusammenzuarbeiten verhaftet. Das Kriegsgericht erkennt wegen Fahnenflucht auf der jetzt im Balkan ausbricht, bis auf den letzten Bluts­zur friedlichen Entwicklung des schertfischen Reiches, erhalten. 9 Monate Gefängnis und Versetzung in die 2. Klasse des tropfen durchgefochten werden wird. Berchtold hat immer Wollen Sie dem Sultan mitteilen, er könne auf die vollstän- Soldatenstandes.- Der Torpedomatrose B. von der II. I.-D. schon eine Balkankonferennz angestrebt." dige Mithilfe der republikanischen Regierung rechnen, die den Glauben und die Tradition der muselmanischen Bevölkerung achten will und glücklich sein wird, dem Sultan die Vorteile der Zivilisation erringen zu helfen.

Marokko.

Polizei in Amerika.

wird angeklagt, weil er sich durch Selbstverstümmelung zum Dienste habe unbrauchbar machen wollen. Der Angeklagte Die schwierige Lage Frankreichs in Marotto veranlaßt bestreitet dieses. Das Gericht erkennt auf Freisprechung.- Der Heizer B. von der II. W.-D. revidierte in der Nacht vom einige Pariser Hekblätter, darunter auch das Echo de Paris", 12. Juli auf SMS. Hohenzollern" das Portemonnaie eines zu Ausfällen gegen die Fremden, namentlich die Spanter und Rameraden und nahm daraus ein 50 Pfg.- Stück; auch versuchte die Deutschen, die durch Aufhehung zu den gegenwärtigen Er­eignissen beigetragen haben sollen. Hierzu bemerkt ein Ber- die Bevölkerung von Newyork in Aufregung versetzt. Im eines Kameraden zu öffnen, wobei er gestört wurde. Das Newyork, 24. August. Ein neuer Polizeiskandal hat er mit dem der Tasche entnommenen Schlüssel das Spind liner Telegramm der Köln. 3tg.": Wer in Ruhe die Vor- Hotel Boulevard, einem übel berüchtigten Absteigequartier, Urteil lautet auf 14 Tage Mittelarrest. Der Matrose B. gänge überlegt, begreift auch, ohne nach Schuldigen zu suchen, wurde am Donnerstag die Leiche einer jungen Irländerin von der II. M.-D. hat sich ebenfalls an fremdem Eigentum die Schwierigkeiten, denen die Franzosen jetzt begegnen. Zwei- gefunden. Die alarmierte Polizei ließ die Tote ins Schau- vergriffen und erhält deshalb 28 Tage strengen Arreſt. Der fellos haben sie ihr Vorgehen in Marokko überhaftet. In dem haus schaffen und gab im Polizeibericht an, daß das Mädchen Matrose K. von der II. M.-D. erhält 3 Monate Gefängnis Wunsche, vollendete Tatsachen zu schaffen, haben sie auch eines natürlichen Todes gestorben set. Dem gegenüber ver- wegen unerlaubter Entfernung, Fälschung einer öffentlichen wenig an die Verpflichtungen gedacht, die zu erfüllen waren. öffentlicht jetzt der Polizeiarzt, oer bei dem Leichenfund hin- Urkunde und militärischer Unterschlagung in 2 Fällen. Wie Es sei nur daran erinnert, daß zur Erklärung der Schutzherr- zugezogen worden war, dah nach seiner Untersuchung das Vandalen hatten in einer Wirtschaft zu Emben 3 Heizer vom schaft die Zustimmung der anderen Mächte erforderlich war. Junge Mädchen zu Tode gepala! ft und erdrosselt worden war. Albatros" gehaust. Den Wirt und den Schenker hatten sie Daß die Franzosen bei ihrem haftigen Vorgehen auf ernste Die Polizei hatte diesen Bericht unterdrückt. Die Privat- mißhandelt und Stühle und Tresent stark beschädigt. Das

Der Sturmgefang der Liebe.

Roman von Robert Heymann.

( Nachdruck verboten.)

( 22. Fortsetzung.) Oldenskott, der sich im Beisein des Offiziers jetzt sicherer fühlte, entgegnete: Gar keine! Welche Antwort soll ich einem Narren geben?" Da stand Joachim Remmert plöhlich mit flammendem Gesicht zwischen dem Offizier und Oldenskott.

gungen gar nicht erschöpfen, schleuderte er eine Flut schmäh-| aus Berlin als Sefundanten verschrieben. Joachim wurde licher Beschimpfungen gegen den Mann, der selchem Angriff durch einen Referendar sekundiert, der etwas aus der Übung wehrlos gegenüber stand. gekommen war. Durch ihn wurde denn auch der tragische

Doch auch der Selbstbeherrschung des Ingenieurs waren Ausgang verschuldet, denn Joachim war gut im Hieb. Auch Grenzen gezogen. Diese Beschimpfungen und Beschuldigungen Rudolf von Friedrichswert stellte seinen Mann. Bei einem flogen um ihn her wie giftige Pfeile; sie nahmen ihm die unerwarteten Ausfall erhielt Joachim einen mit voller Wucht Kraft, flar zu sehen, verdunkelten die Luft, sie schimmerten geführten Sieb über den rechten Arm. Er ließ den Säbel alle zusammen wie ein rotes Flammenmeer vor seinen Augen. fallen und versuchte, noch bet Bewußtsein, sich aufrecht zu Und dann war das geschehen, was feinen Rückzug mehr offen halten. Aber schnell verlor er, bei furchtbarem Schmerz und ließ: Joachim Remmert hatte die Hand gegen einen Fried- reichlichem Blutverlust, die Sinne. Der Arzt legte einen richswert erhoben; der Leutnant der Garde- Ulanen war ge- Notverband an und machte schon gleich ein bedenkliches Gesicht. schlagen, gedemütigt, entehrt, wenn er die Schmach nicht mit Blut abwusch oder mit Blut sühnte.

Sie zu züchtigen, erscheint mir dieses Haus zu heilig. Genugtuung von Ihnen zu verlangen, dafür erscheinen Sie mir zu minderwertig. Merken Sie sich für alle Zukunft, Herr Das schrie er heiser dem Beleidiger entgegen. Der warf von Oldenstott, daß mein Leben einen ganz bestimmten abje- stolz den Kopf zurück: grenzten Wert bestzt, den Wert der Arbeit. Wer diesen Ich könnte Ihnen die Genugtuung verweigern. Doch Wert erkannt hat, der wirft sein Leben nicht ohne weiteres will ich edelmütig sein: Sie sei Ihnen gewährt. hin. Zwingen Sie mich also nicht, von dem Recht des Starken gegen Ste Gebrauch zu machen!"

Sörst Du diese Sprache?" wandte sich Oldenskott an Rudolf. Hast Du schon jemanden so sprechen hören? Das ist die Sprache der Rebellen und Empörer! So haben die vom Armen Konrad" gesprochen, als sie die Burgen der Ritter stürmten!"

ララ

Wir wollen diese unwürdige Szene beenden", sagte Rudolf von Friedrichswert mit einem flammenden Blid auf Renate. Herr Ingeriteur Remmert, ich fordere Sie auf, dieses Haus zu verlassen, und zwar auf der Stelle. Sollten Sie das nicht tun, werde ich von meinem Hausrecht Gebrauch machen und Sie wie einen Einbrecher, wie einen Dieb mit den Hunden forthezzen lassen!"

Renate tat in ihrer Herzensangst einen Schritt nach vor wärts, denn sie fühlte, daß jezt die Katastrophe hereinbrechen mußte. Aber Joachim Remmert verlor nicht einen Augen­blic seine Ruhe.

Die schreckliche Szene hatte das Blut des Grafen abge fühlt. Kalt und gemessen, mit turzen Wotten, vereinbarte man das nötigste. Joachim Remmert erklärte, feinen Schtitt zu weichen, wenn nicht die Frage, die ihn hierher geführt, entschieden sei. Er nickte zustimmend, als Leutnant von Friedrichswert ihm erklärte, es sei ein Standal ohnegleichen, wenn Renate ihm jeht aus dem Hause folgen würde.

Ich verlange nur Sicherheit für sie; Sicherheit ihrer Person, threr Ehre und ihrer Freiheit." Die soll ihr gewährleistet sein."

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Sie bieten ein Unterpfand?"

Mein Ehrenwort."

,, Das genügt mir."

Er sah Renate flat in die Augen. Sie öffnete die Lippen und lächelte ihm zu. Dann verneigte er sich fürz und gemessen gegen seine beiden Todfeinde und verließ den Schauplah seines Triumphes.

In der Klinik wurde nach kurzer Untersuchung die traurige Tatsache festgestellt: der Arm war vollständig durchschlagen, Sehnen und Muskeln glatt durchschnitten. Er mußte abge: nommen werden.

Man mußte es Joachim bei Bewußtsein verkündent. Zum ersten Male in seinem Lebent erbleichte der Starke. Dent rechten Arm! Mit dem er schaffte! Sein Gehilfe bei allet Arbeit! Doch da half kein Auflehnen. Das Unabänderliche mußte geschehen- und Joachim Remmert wurde ein Krüpper.

Et hatte Ruth das Versprechen gegeben, ste sofort zu be­nachrichtigen. Aber als sie in die Klinit kam, war bereits alles vorüber. Er war gerade aus der Narkose erwacht, ihr erster Blid fiel auf die sorgfältig verbundene rechte Schulter.

Sie preßte beide Hände auf den Mund, um nicht aufzu­schreien.

Ich kann Dir die Hand nicht geben", sagte er mit schmerzlichen Lächeln. Die Rechte ist dahin, und die Linke darf ich nicht rühren! Ich bin nun schon ein hilfloser Krüppel. Findest Du mich verächtlich?"

Sie sant neben dem Lager in Ste Knie und barg das tränenüberströmte Antlig an seiner Brust.

" Joachim, wie fannst Du nur so reden! Den rechten Arm mein Gott, es ist nicht auszudenken!"

Rudolf und Kurt würdigten Renate feines Blides. Man Als er ste so verzweifelt sah, fühlte er das Bedürfnis, Die Hunde waren wohl allezeit das letzte Refugien enthielt sich mit Rücksicht auf das gegebene Ehrenwort jeder sie zu trösten. Sie trocknete ihre Tränen und sah ihn in derer, die sich nicht selbst zu helfen wußten. Glauben Sie, Anschuldigung und jedes Angriffes. Beide kamen überein, namenloser Bewunderung an. daß mit Hundegekläff eine offene, ehrliche und ritterliche vor der Gräfin mit Rücksicht auf ihre Gesundheit den Vorfall Frage entschiedent ist?" Er fand Trostesworte für sie! Er, dem man alles ge zu verheimlichen. Ihr fonventionelles Verhalten Renate nommen hatte! Den rechten Arm! Sie mußte es sich immer gegenüber bei Tisch war schon durch den ersten Konflikt ge- wieder vorsagen und konnte es nicht fassen und meinte, sie geben und konnte der Gräfin nicht weiter auffallen. Sie müßte verzweifeln darüber. Aber er begann schon, im Geiste hatte immer den Sohn der Tochter vorgezogen und empfand die Verhältnisse zu ordnen, zu sondieren, nach einem Aus­die Achtung Renates nicht tiefer.

Rudolf von Friedrichswert war am Ende seiner Selbst beherrschung. Sein Blut kochte, und in schäumender Wut stürzte er zur Wand, riß einen Jatagan herab und schrie, die funkelnde Waffe durch die Luft pfeifen lassend:

,, 3um letzten Male: hinaus! sage ich, oder ich gebe Ihnen die einzig ritterliche Antwort...

Der Baron blieb äußerlich ruhig und hämisch. Ich hätte mich nicht zu dem Geständnis herbeilassen Bor Joachim Remmerts stahtharhem Auge blizte die follen, Renate ihre Freiheit zu lassen", meinte Rudolf. Wir Waffe. Im nächsten Augenblia lagen die Finger seiner haben ja nun überhaupt teine Macht mehr über ste." rechten Hand um des Angreifers Gelenk und spannten es ,, Doch", enitgegnete Oldenstott. Wir wollen die weitere eisenhart zusammen mit solcher Gewalt, daß der Offizier Entwicklung abwarten. Den letzten Pfeil habe ich noch nicht einen unterbrüdten Schnei ausstieß und die Waffe losließ. verschossen." Sie fiel dumpf aufkiirrend auf den Teppich.

weg zu suchen.

,, Du solltest Dir jetzt Ruhe gönnen und gar nicht denken" meinte Ruth.

,, Wie kann ich das? Das ist doch nun der einzige Trost. daß ich nach einem Ausweg fahnde. Es gibt nämlich immer einen Ausweg. Wenn man meint, alle Türen seien ver schlossen, so muß man nur richtig suchen, und plötzlich fällt ein Lichtschimmer durch eine Rize und man bahnt sich einen neuen Weg. Das ist es jetzt! Einen neuen Weg muß ich erfunden! Die Frage ist nur: Wie?"

Remmert belegte bei einem Bremenser Korps, dem er Joachim Remmert stieß die Faust des Offiziers zurüd als Philister angehörte, auf Säbel. Seine und Rudolf von und sagte verächtlich: Wie feige!" Friedrichswerts Freunde hatten sich auf trumme Säbel unter Das war zu viel für einen Friedrichswert. Sich auf den schärfsten Bedingungen geeinigt. ,, Wenn ich Dir helfen kann, Joachim- Du hast ja doch bäumend, feuchte er vorwärts, blieb plötzlich sehen: Wenige Tage nach dem Zusammenstoß fand das Duell mich an Deiner Seite, und ich bin nicht unerfahren, dank Deis Mir werden Sie wohl Genugtuung geben! Mir müssen statt. Es wurde in einem abgelegenen Hölzchen bei Bremen ner Schule." Sie sie geben!" Und als fönne er das Mak aan Beleidi- l ausgefochten; der Graf hatte sich eigens zwei seiner Freunde ( Fortsetzung folgt.)

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