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seve, ano ore Retterregimenter werden ihre Standarten in| ,, Hartnäckig hetzt man uns in einen Krieg mit Deutschland,| Verkehr in Marokko zugelassen ist, noch einmal an einer zwei. den Feind tragen, wie einst Seydlik mit seinen Scharen es aus dem wir nichts gewinnen können. Unsere ganze innere ten Stelle nem Zollverfahren unterworfer werden könnte. getan. Denn das darf ich aussprechen, daß, wenn Seine Ma- Entwicklung würde stillstehen, neue Schuldenlasten würden jestät uns zu den Fahnen ruft, die Magdeburger, Altmärker, uns zu Boden drücken, beim geringsten Mißerfolg der russiDer Wirrwarr in der Türkei. Anhalter und Thüringer zu kämpfen und zu sterben wissen schen Armee sind wir eines neuen Ausbruches der Revolution London, 27. August. Nach einer Meldung der werden für König und Vaterland, für Kaiser und Reich, ein- sicher. Wir sehen uns gezwungen, die schamlosen Absichten Times" aus Saloniki schlägt das Komitee für Einheit und gedenk des Beispieles, welches jener Prinz des Hauses Hohen- unserer Englandfreunde aufzudecken. Diese entwürdigen sich Fortschritt aus dem Vorschlag des Grafen Berchtold Kapital zollern gegeben hat, dessen Name das Regiment Nr. 27 mit so tief, daß sie sich zum Werkzeuge Englands machen, das für die kommenden Wahlen. Dschawid Bei erklärte, daß es Stolz trägt, und so geloben wir aufs neue, daß wir alle, und Deutschland mit unserem Blute schwächen will. Warum die während der vierjährigen Komiteeherrschaft keine Macht gejeder an seinem Plaze, unser ganzes Können einsetzen wollen, Nowoje Wremja" den Krieg mit Deutschland will, weiß wagt hätte, von Intervention zu sprechen. Sobald aber die daß solcher Geist allezeit lebendig bleibe. Diesem Gelöbnis ich nicht. Vielleicht will sie den Einzelverkauf beleben, denn Zügel der Regierung in die Hände der hamidischers StaatsAusdruck zu geben, stimmen Sie ein in den Jubelruf: Seine ein Krieg vermehrt den Verkauf ins Unendliche, oder weil männer gefallen seien, sei die österreichische Drohung, die den Majestät der Kaiser und König, unser allerhöchster Kriegs- ihr Londone: Berichterstather offen im Dienste der englischen Verlust Mazedoniens bedeute, gegen die Türken ausgestoßen herr, hurra, hurra, hurra!" Regierung steht? worden. Auf einem ganz anderen Standpunkte aber steht der als guter Kenner der türkischen Verhältnisse befannite englische General Cherif Pascha. Er betrachtet als alleinigen Madrid, 27. August. Der„ Mundo" berichtet aus Schuldigen gerade das Komitee, dem er, wie ein Telegramm Tanger, daß bei der Plünderung in Marrakesch auch das meldet, in einem in der Westminster Gazette" veröffentdeutsche Postamt zerstört wurde. Die Mauren, die es gegen lichten Artikel alle Schuld am inneren Verfall der Türkei den Pöbel verteidigten, hätten geradezu wie Helden ge- zuschiebt. Ferner fordert er die moralische Unterstützung tämpft. Das Kaushaus Max Bayer set ebenfalls zerstört. Englands und Frankreichs zur völligen Beseitigung des KoDer Prätendent habe die Konsuln ersuchen lassen, nach Mar- mitee- Einflusses. Des weiteren empfiehlt Cherif Bascha noch rakesch zurückzukehren, mit Ausnahme des französischen Kon- eine Annäherung an Rußland und schließt mit einem nochsuls, den er mit Kopfabschlagen gedroht habe, wenn er sich maligen Appell an die guten Dienste Englands und Frankwieder in Marrakesch sehen lasse.
Später fand im Schloßgarten großer Zapfenstreich der vereinigten Kapellen des vierten Armeekorps statt, dem die höchsten Herrschaften vom Gartenpavillon aus beiwohnten. Ein zahlreiches Publikum hatte sich auf den Hauptstraßen und in der Umgebung des Schlosses angesammelt.
Husland.
Valencia, 27. August. Zahlreiche Landarbeiter haben sich nun dem Streit der Industriearbeiter angeschlossen. Es Streifen im ganzen angeblich etwa zehntausend Mann.
Sofnachrichten.
Marokko.
reichs.
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Paris, 27. August. Selbst auf die Verteilung des Belgrad, 27. August. Die Regierung hat den serbineu ausgehobenen Jahrganges üben die Wirren in Maroffo schen Gesandten in Konstantinopel beauftragt, bei der Pforte eine bedeutende Rückwirkung aus. So muß wegen der großen wegen des Serbenmassakres in Siniza Schritte zu unterien, 27. August. Der Londoner Korrespondent der Anforderungen, die der Feldzug in Marokko an den Train nehmen und gleichzeitig den Schutz der Serben im ganzen . A. 3tg." meldet, daß der König von England in diesem stellt, eine viel größere Zahl Rekruten in diesen eingestellt Sandschak gegen jedweden Angriff zu verlangen. Die ReJahre nicht Kaiser Franz Joseph besuchen wird, wahrschein- werden, als in den Vorjahren. Man glaubt aus dem letzten gierung hat einen Grenzkommissar nach Siniga entsandt zur lich aber im April nächsten Jahres. Jahrgange folgende Kräfte herauszuschlagen: 153 000 Mann ausführlichen Berichterstattung über das Gemezzel. Paris, 27. August. Nach einer Petersburger Mel- für die Infanterie, 20 500 Mann für die Kavallerie, 35 000 dung der„ Patrie" geht in russischen Hoffreisen die Rede, daß Mann für die Artillerie, 6500 Mann für das Geniekorps, scher Quelle.) In Anbetracht der sehr gespannten Lage zwiCetinje, 26. August.( Aus amtlicher montenegrinia der Zar und der russische Thronfolger im nächsten Jahre 3000 Mann für den Train und 5000 Mann für die Arbeiter- scher Montenegro und der Türbet, die sich im Gefolge der Präsident Fallieres und König Georg von England einen usw. Abteilungen. Besuch abstatten abstatten werden. Die Reise des Zaren Zwischenfälle an der Grenze und der Grenzüberschreitungen Paris, 27. August. Die ,, Agence Havas" meldet aus durch türkische Patrouillen ergeben hat, unternahmen die Vers soll wie die des französischen Ministerpräsidenten Poincare Mazagan vom 25. August: Ein Kaufmann hat aus Marra- treter der Großmächte namens ihrer Regierungen bei dem auf dem Seewege erfolgen. tesch einen vom 9. August datierten Brief von dem Arzt Gui-| König und der montenegrinischen Regierung freundschaftliche Verhaftungen Deutscher in Frankreich. chard erhalten, in welchem dieser bestätigt, er hätte mit seinen Schritte, indem sie zum Frieden mahnten. Der König und Paris, 27. August. In Montbeliard ist ein gewisser Gefährten am 15. August wieder nach der Stadt zurückkehren die Regierung habent geantwortet, daß sie trotz der entstanEmil Schobgen, ein 23- jähriger Angestellter der Spinnerei Mtugi und dann zu El Glaui geflüchtet und wurden dort gut gehendster Weise Rechnung tragen würden. Montenegro müssen. Sie seien unversehrt und hätten sich zuerst zum denen Schwierigkeiten den Wünschen der Großmächte in weit. Bourcart, unter Beschuldigung der Spionage verhaftet wor= den. Er ist angeblich deutscher Reserveoffizier und arbeitete behandelt. Der Brief bestätigt ferner, daß die europäischen habe keinerlei aggressive Absichten, sondern wolle nur die für einen Tagelohr von drei Franken. Er bewohnte ein Läden nach dem Einzuge El Hibas geplündert wurden. Grenze vor Angriffen und überschreitungen der Türken vermöbliertes Zimmer. Der Verhaftete behauptet seine Unschuld. Schließlich bestätigten auch die Europäer, die in Saffi ange- heidigen. Es könne nicht dulden, daß weiterhin Wachthäuser Remiremont, 27. August. Die Untersuchung über tommen sind, die Franzosen feien Gefangene El Hibas. und Verschanzungen von den Türben auf montenegrinischem die angeblich auf elsässischem Boden erfolgte Verhaftung des Wie von gestern aus Casablanca gemeldet wird, näherten sich Boden errichtet würden, denn dies widerspreche der InteDeutschen Binder hat ergeben, daß die Verhaftung durch mehrere Trupps feindlicher Reiter dem Lager Mangins vom grität des Landes. Der König und die Regierung drückten einen franzöſiſchen Zollbeamten auf der Höhe des Mont Dru- Süden bis zu zwei Kilometer, wurden aber durch Artillerie- schließlich die Hoffnung aus, daß die Großmächte in dem Bestreben, die Ruhe aufrecht zu erhalten, Mittel finden würmonts auf französischem und nicht auf elsässischem Boden er- feuer ohne Mühe zurückgetrieben. folgi ist, und zwar in dem Augenblick, als Binder zum Köln, 27. August. Die„ Köln. 3tg." schreibt: Nach und die Ursachen des Konfliktes aus der Welt zu schaffen. Köln, 27. August. Die„ Köln. 3tg." schreibt: Nach den, um die türkisch- montenegrinischen Grenzfragen zu lösen zweiten Male den im Manöver befindlichen französischen Sol- Pariser Blättermeldungen ist die Unterzeichnung des frandaten deutschen Tabak feilbieten wollte. Binder hat versucht, zösisch- spanischen übereinkommens über Marokko infolge eines Malta, 27. August. Die Lage auf Kreta gibt zur Beden französischeni Zollbeamten auf elsässisches Gebiet hinüber Einspruches aufgeschoben worden, der von Deutschland und unruhigung Anlaß. Man glaubt, daß die Abreise des englizuzichen. Er wurde jedoch nach Bussang abgeführt, wo er England gegen die 3ollabgrenzung zwischen dem spanischen schen Kreuzers Diana" infolgedessen um zwei Tage vordagegen Sicherheitsleistung wieder entlassen wurde und französischen Protektionsgebiet gerichtet worden ist. Es tiert wurde. Nach einer anderen Meldung hat die englische ist nicht bekannt, ob der Aufschub in der Unterzeichnung auf Regierung in Paris und Petersburg das Ansuchen gestellt, Gegen die deutschlandfeindlichen Seher. diese Grenzangelegenheit zurückzuführen ist, es trifft aber zu, mit ihr gemeinsam die Aufmerksamkeit Griechenlands auf die Petersburg, 27. August. Sehr fräftig wird die daß die Errichtung einer inneren Zollschranke in Marokko Gefahr einer Landung in Samos und der Einleitung einer deutschlandfeindliche Propaganda, die aus Safonors bevor- gegen die bestehenden internationalen Abmachungen ver- Bewegung zugunsten einer Annexion durch Griechenland zu stehender Reise nach England Kapital zu schlagen sucht, von stoßen würde. Es ist mit diesen unvereinbar, daß eine Ware, lenken, wie sie gegenwärtig von Griechenland und Kreta vorGlinka in der Semschtschina zurückgewiesen. Es heißt da: die einmal unter Zahlung des gesetzlichen Zolles zum inneren bereitet werde. Ein englisches und ein französisches KriegsDiese schwüle, ungesunde Situation hatte Rudolf alsbald ,, Da unten wo in Sigmaringen," sagte Frau von Bederiz. fortgetrieben. Mehr noch hatte ihn die Sehnsucht nach Meta Sie entfaltete mehr Prunk denn je. Der Ruf ihres Hauses von Bederiz gequält und nach Berlin zurückgezogen. Nun hob sich von neuem. Die feudale Spielbank zog auch wieder teilte sich sein Leben wieder in den Dienst und die sinnlich Uniformen an, und Rudolf brachte gelegentlich ein paar werbende, wachsende, dämonisch zehrende Minne um dieses Kameraden aus Potsdam mit; immer auf eigene Gewähr. Wäre Joachim Remmert zur Stelle gewesen, hätte er sich Weib. Meta von Bederih belohnte ihm das Einführen der verteidigen können, es hätte sich wohl alles gewendet. Doch Meta von Bederiz war in der letzten Zeit seltsam un- Gardedukorps mit einem verheißungsvollen Lächeln. Immer er lag hilflos, unter der rechten Schulter eine blutige Wunde, ruhig. Rudolf wußte, daß sie in aufregende Geschäfte verwit tiefer geriet er in das gefährliche Netz; seine Leidenschaft für felt war. Er war durch ihre Vermittlung, doch mehr gehalten diese Frau umstridte ihn mehr und mehr. Sie spielte geschickt Vielleicht hätte sie ihm auch nicht geglaubt, daß er nichts durch ihren Willen, Franz von Leisten näher getreten. Ohne mit seiner Jugend und reizte ihn bis zum Wahnsinn. So Vielleicht hätte sie ihm auch nicht geglaubt, daß er nichts daß er es merkte, war er in die Geschäfte dieses Mannes per- hielt sie ihn fest, wie eine Spinne ihr Opfer. von dem Grafen von Friedrichswert gewußt. Als Ruth ihm alles erzählte, da fann er zum ersten Male tiefgründig dar- wickelt worden. Sie war eine Spinne, eine giftige Saugerin, die mit geEr hatte wieder verspielt und suchte Geld aufzunehmen. schickten Händen ihr Nez spann; die dem unglücklichen Offizier Friedberg versagte; er stand vor dem Bankerott und bot alle die Lebenskraft aus den Augen saugtc. Er wurde matt, nervös Verbindungen auf, eine neue Gesellschaft für ein illuſionäres und gereizt und ließ sich Versäumnisse im Dienst zuschulder Patent zu gründen. tommen. Es gab Anstände im Regiment. Der Kommandeur Romeo Echterlein war wirklich, wie Oldenskott prophe- machte ihm Vorhaltungen- alles umsonst. Kurt von Oldenszeit, vor den Staatsanwalt gekommen. Berlin hatte eine sei- tott hätte ihn retten können, hätte ihn retten müssen. Doch ,, Dann wäre das, was jetzt eingetreten, taum zu ver- ner gewohnten Sensationen gehabt. Einen Geschäftsstandal dieser würfelte mit. Sein Einsatz war allerdings ungleich stehen. Oder verfährt das Schicksal mit blinder Grausamkeit?" mit vielen geschädigten kleinen Leuten, Selbstmorden, schmugi- wertvoller: Ein Menschenleben. Sie wußte teine Antwort auf seine Frage. Sie beugte tern. Zum Glück für seine geheimen Kompagnons erhängte sich gen Aufdeckungen und wochenlangem Standal in den Blätsich nur zärtlich über ihn und flüsterte: Nun werde ich Dir doch das sein müssen, was Dir sonst suchungsgefängnis. Romeo Echterlein por der Hauptverhandlung im Unterniemand sein kann der rechte Arm!"
Der Sturmgefang der Liebe.
Roman von Robert Heymann.
( 24. Fortsegung.)
in der Klinik in Bremen.
über nach.
( Nachdruck verboten.)
„ Mir war es doch, als hätte ich den Namen schon einmal
gehört, und dunkel glaube ich mich jetzt zu erinnern-" Er legte den linken Arm um ihre Schulter: ,, Glaubst Du, Ruth, daß ich damals Unrecht getan habe?" „ Nein, Joachim, das glaube ich nicht!"
7.
mit weitausgreifender Intrige. Niemand ahnte es. Er arbeitete geheimnisvoll, vorsichtig,
Sein erster Besuch, als er wieder in Berlin wat, galt May Edelmann. Der flammerte sich jetzt an ihn, denn Oldens: Der Salon der Frau von Bederik war dadurch etwas in fott war seine letzte Hoffnung. Und der Baron nährte die ge Mißtredit gekommen. Jene leichtfertigen jungen Attachees heimen Erwartungen des in Not und Elend dahinfiechenden Rudolf von Friedrichswert fehrte wieder nach Berlin und Dandys blieben eine Weile aus; aber ihr Haus wurde Erfinders, denn er gedachte, einen Coup mit ihm zu machen. zurück und tauchte im Strudel unter. Renate schien sich in ihr darum nicht leer. Es sant bloß in der Wertung um eine May Edelmann triumphierte, als er die Niederlage seiSchicksal ergeben zu haben. Wenigstens war feine Klage mehr Nuance tiefer. Man gewöhnte sich in jener Gesellschaft, die nes verhaßten Gegners erfuhr. Nun war das Feld frei! Nun über ihre Lippen gekommen. Der Bruder hatte Mitleid mit nur des Nachts sich konstituiert und ihre eigenen Gesetze und hatte er keine Enthüllungen und keine Gegenzüge Joachim ihr gehabt und darum als erster wieder Fühlung mit ihr Formen hat, mit diskreter Dämpfung der Stimme über Frau Remmerts mehr zu fürchten. Auf Oldenkotts Rat hin taufte gesucht. von Bederiz zu sprechen. er das„ Roburit" um. Er nannte es in einer Verstümmelung
Sie war ihm auf halbem Wege dankbar entgegengekommen. Doch dann hatte sie sich plötzlich wieder von ihm gewandt. Er fragte sie, ob sie sich denn nicht mehr mit den Dingen abfinden könne, wie sie einmal seien.
Umsomehr sah sie darauf, daß die wenigen feudalen Gäste des lateinischen Futurum" nunmehr„ Futurit", das Zukünftreu blieben. Den Ulanenleutnant hielt sie durch weibliche tige. Der Baron streckte ihm fleine Beträge vor. Gerade soviel. Künste. Dazu war er jetzt Franz von Leisten durch Darlehen daß er die drückendsten Schulden bezahlen konnte und das verpflichtet. Allerdings erhielt er das Geld hauptsächlich in ehemalige Freifräulein von Hallenstedt nicht zu verhungern " Ich will sehen es versuchen," jagte ste. ,, Laßt Zeit vor- Rugen auf das neuinstallierte Bergwert. Aber wenn ein brauchte. Aber er nährte ihn mit gigantischen Hoffnungen. übergehen und mich mit mir selbst erst fertig werden." Gardeoffizier Graf von Friedrichswert Kohlenwerksattien in Eine Riesenreklame sollte für das„ Futurit" in Szene gesetzt Dann wieder wurde sie feindselig und verschlossen.„ An Kurs leht, so forscht man nicht mißtrauisch. Es gibt Leute werden. Der Kriegsminister mußte interessiert werden, und Dir flebt Blut," sagte sie mit schrecklichem Blick. genug in schlechten Zeitläuften, die gerne verdienen. Die man wollte eine Aktiengesellschaft mit einem immensen KaptDie Erinnerung an das Duell war ihm peinlich. Er Kure brachte ihnen pierzig Prozent. Man griff zu. tal ins Leben rufen. Nur Zeit! Auch die Kapitalien Oldensfannte den Begriff der Feigheit nicht und setzte daher jemn So war Graf Friedrichswert Schlepper der Kohlenwerts: fotts lagen fest. Max Edelmann glaubte, vertraute und hoffte. natürlichen, ergebenen Mut, der einer gewissen Lebensverach gesellschaft Germania S. m. b. H. geworden, ohne es zu mer- In Kurt von Oldenskotts Plänen war noch keine zieltung entsprang, auch bei Kurt von Oldenskott voraus. Sein ten. Franz von Leisten zeichnete als verantwortlicher Direk- sichere Ordnung. Bis zur Stunde, da Joachim Remmert in Gegner hatte ihm große Achtung abgenötigt. Als er ihm nach tor. Er half Friedberg seinen Kopf aus der Schlinge ziehen, Nacht und Nebel mit seinem Kutter auf Friedrichswert gedem verhängnisvollen Hieb die Hand zur Versöhnung gereicht die schon halb geschlossen war. Sie gründeten eine Treuhand- landet war, hatte sich sein Leben halb in Gleichgiltigkeit, halb und Joachim Remmert mühsam die Linke gehoben, da hatte gesellschaft. in jenen kleinen Aufregungen, die ein Ueberfluß an Geldmiter gewaltsam seine Bewegung unterdrücken müssen. Friedberg sagte bei mißtrauischen Käufern von Germania- teln mit sich bringt, abgespielt. Es war ihm nie eingefallen, Renates Benehmen war ihm seltsamer erschienen von Tag aktien gut. Berlin wurde plötzlich mit solchen Kugen über- darüber nachzudenken, wie sich die Ehe mit Renate gestalten zu Tag. Sie benahm sich gegen den Baron mit geisterhafter schwemmt. Es gab dunkle Banken, die sie in Kurs brachten. würde. Gewohnt, mit Hilfe des Geldes alles seinem Willen Gleichgiltigkeit. Sie sah an ihm vorbei. Rudolf von Friedrichswert hatte Freunde, die ihm unbe- unterzuordnen, mit einem individualitätslosen Egoismus dingt vertrauten. So tamen die Aktien auch unters Regiment ausgestattet, der auf völliger Verkennung aller sozialen ethiund gingen weiter. Man zahlte Spielschulden damit. schen Forderungen des Lebens fußte, kreisten seine Gedanken ewig nur um seine eigene Person.
Sein Haß gegen Joachim Remmert wuchs daher ins Ungemessene. Er fühlte: er hatte den Rivalen wohl niedergerungen, aber nicht besieat. Und mit doppelter Leidenschaftlichkeit, mit einem rajenden Begehren warb er um Renate.
Die Zechen„ Meta" und„ Sieglinde" schienen unerschöpflich zu sein. Niemand wukte recht, wo sie eigentlich lagen.
( Fortsetzung folgt.)
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