Nr. 305.

Dienstag, 31. Dezember 1912.

Geschichtsnotizen.

31. Dezember.

Wilhelmshavener Tageblatt.

Beilage.

Expedition: Kronprinzenstr. 1.

reich hatte, auf England gestützt, den Vertrag von Algeciras| schaftsrat in Konstantinopel. 1888 begleitete er Kaiser Wil­durchbrochen und eine kleine Armee nach Fez dirigiert, an- helm II. nach Petersburg, Stockholm und Kopenhagen und 1384 Der englische Reformator John Wiclif geft.(* um 1880 Landsleute zu befreien, in Wahrheit aber, um sich gegen alles Reisen des Kaisers teil. Nachdem er von 1888-94 als vor= geblich, um die dort durch die Eingeborenen gefährdeten nahm seitdem als Vertreter des Auswärtigen Amts an den 1531 Der Schmalkaldische Bund. 1747 Dichter Gottfried August Bürger geb.( 1794). 1799 Der franz. Schriftsteller Jean François Recht und Gesez in den Besitz der Hauptstadt von Marokko tragender Rat in der politischen Abteilung des Auswärtigen Marmontel gest.(* 1723). 1814 Der franz. Philosoph u. Staatsmann und damit des ganzen Landes zu setzen. Deutschlands Interes-| Amtes gewirkt, wurde er 1894 zum Gesandten in Hamburg, Jules Simon geb.( 1896). 1827 Dichter Hans Wachenhusen geb. sen waren durch diese übermütige Verlegung des Algeciras- ging 1895 in gleicher Eigenschaft nach Kopenhagen und 1900 1840 Zoolog Alexander Goette geb. 1844 Rechtslehrer Emil Strohal Vertrages aufs schwerste geschädigt. Sollte eine weitere Be- nach Bukarest. Im Juli 1910 erfolgte seine Ernennung zum geb. 1848 philolog Gottfried Hermann geft.(* 1772). 1864 Maler bans am Ende geb. 1877 Maler Gustave Courbet gest.(* 1819). nachteiligung Deutschlands vermieden werden, so mußte Staatssekretär des Auswärtigen Amtes. 880 Schriftsteller Arnold Ruge gest.(* 1802). 1882 Der französische Frankreich energisch und nachdrücklich darauf hingewiesen Staatsmann Léon Michel Gambetta geft.(* 1838). 1885 Herzogin werden, daß Deutschland auch noch da sei. Der Staatssekretär Viktoria Adelheid von Sachsen- Koburg u. Gotha geb. 1887 Präsident wählte hierzu ein etwas drastisches Mittel: die Entsendung Pape überreicht dem Reichskanzler Fürsten Bismarck den in erster des Kanonenbootes Panther" nach Agadir, das am 1. Jult Lesung festgestellten Entwurf des Bürgerlichen Gesezbuches. 1899 Windel gest.

Komponist Karl Millöcker gest.(* 1842). 1911 Gynäkolog Franz von

Deutschland und Rußland.

1911 dort eintraf. Es ließ sich erwarten, daß das Erscheinen ral Suchomlinow, der hier eingetroffen ist, um an der Ein­Leipzig, 28. Dez. Der russische Kriegsminister, Gene­des Panther" vor Agadir große Erregung in England und Frankreich hervorrufen würde. Namentlich in England wirkte weihungsfeier der Kapelle für die russischen Gefallenen von Staatssekretär v. Kiderlen- Wächter+ ten die befannten unverschämten Drohreben vet englischen Vertreter der Leipziger Abendztg. gewährte, Rußland hege der Schlag Riderlens wie ein Griff ins Wespennest. Es folg- 1813 teilzunehmen, betonte in einer Unterredung, die er einem J. der Stuttgart, 30. Dez. Staatssekretär von die im September 1911 ihren Höhepunkt erreichte und fast über. Es sei der dringlichste Wunsch der russischen Regierung, Staatssekretäre und eine Zunahme der politischen Spannung, eine aufrichtige freundschaftliche Gesinnung Deutschland gegen­Riderlen- Wächter ist heute Morgen 7.50 in der zu einer bewaffneten Auseinandersetzung geführt hätte. mit Deutschland dauernd in Freundschaft zu leben. Der rus Wohnung seiner Schwester, bei der er die Weih­machtsfeiertage verlebt hatte, plöglich an Herz- den gewünschten starken Erfolg. Immerhin hatte Deutschland alle Regierungen so aufrichtig am Frieden mitarbeiten wer­Der große Wurf, den Kiderlen getan, blieb leider ohne sich ein europäischer Krieg vermeiden lassen werde und daß sische Kriegsminister sprach weiterhin die Hoffnung aus, daß lähmung gestorben. wenigstens erreicht, daß Frankreich mit ihm wegen Marokkos

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Die Meldung vom Ableben des Staatssekretärs des aus- verhandeln mußte. Das für Deutschland wenig erfreuliche Er- den, wie die ruſſiſche und deutsche. wärtigen Amtes von Kiderlen- Wächter kommt völlig uner- gebnis ist bekannt. Man würde dem Verstorbenen bitteres stätte der in der Schlacht bei Leipzig 1813 gefallenen 22000 Leipzig, 28. Dez. Heute Mittag fand auf der Grab­wartet. Wenn es auch nicht unbekannt war, daß die Gesund- Unrecht antun, wenn man ihn allein hierfür verantwort: russischen Krieger die feierliche Grundsteinlegung der im Bau heit des Staatssekretärs hin und wieder zu wünschen übrig lich machen wollte. Seine derbe, schwäbische Faust hätte wohl befindlichen Gedächtniskirche statt. Es hatten sich eingefun­lasse, so hatte doch wohl niemand an ein so schnelles Ende gar zu gern dreingeschlagen, aber die Verhältnisse waren den der russische Kriegsminister, der stellvertretende Vor­gedacht. Man wußte in eingeweihten Kreisen allerdings, daß stärker als er, und so mußte er sich schließlich zähneknirschend sizende des russischen Komitees, Generalleutnant Woronoff, des Amtes Bürde seit dem Marokkohandel schwer auf dem den Bedingungen fügen, durch die Deutschland aus Ma- die Deputation des Regiments Generalmajor Dewidoff", Staatssekretär lastete, und daß er sich mit der festen Absicht rokko verdrängt wurde. Zwar wurde ihm als Pflästerchen russische Offiziere und der russische Architekt Prokovsky, nach trug, in nicht zu ferner Zeit sich in die Stille des Privat der Entenschnabel in einer recht unwirtlichen Gegend in dessen Plänen die Kirche erbaut wird. Ferner waren erschie­lebens zurückzuziehen. Vielleicht wäre er schon zur Verwirt- Zentralafrita überlassen, aber niemand wird behaupten nen die Minister Graf Vizthum v. Edstädt, Freiherr von lichung dieser Absicht übergegangen, wenn ihn nicht das wollen dak Deutschland hiermit ein gutes Gechäft gemacht Hansen und Dr. Beck, als Vertreter des Auswärtigen Amtes unvermutete Ableben seines langjährigen Kollegen Frhr. habe. von Marschall Veranlassung gegeben hätte, vorläufig noch Geheimer Legationsrat o. Stieglitz und der russische Ge­seine wertvollen Dienste dem Reiche zu erhalten. Seit jener Zeit war Riderlens Hauptaugenmerk darauf sandte. Auch die Spitzen der städtischen, Zivil- und Militär­Sein Hinscheiden bedeutet gerade im gegenwärtigen beizuführen. Die von ihm in dieser Richtung unternomme- waren anwesend. Eine Urkunde des Rats und der Stadt­gerichtet, eine Besserung der Beziehungen zu England her- behörden, der russische Generalkonsul in Leipzig und andere Augenblick für Deutschland einen schweren Verlust, der um so nen Schritte wollten anfangs nicht vorwärts tommen. Die verordneten der Stadt Leipzig wurde in den Grundstein ein­schmerzlicher empfunden wird, als erst vor wenigen Monaten Mission Haldanes schlug fehl, der Botschafter Marschall starb, gelegt. der Tod eines anderen hervorragenden Diplomaten eine recht noch vor dem Beginn seiner Tätigkeit, und manches andere fühlbare Lücke hinterlassen und die Reichsregierung vor eine Semmnis trat hindernd in den Weg. Erst die allerlegte linow dürfte vom Kaiser in nachgesuchter Audienz empfangen Berlin, 28. Dez. Der russische Kriegsminister Suchom­recht schwierige Situation gestellt hatte. Der Verstorbene besaß das vollste Vertrauen des Kaisers, zur Beendigung des Balkankrieges, hat die beiden Staaten tilleriekapitans Rostewitsch und des preußischen Leutnants Žeit, das gemeinsame Handeln Englands und Deutschlands werden. Man glaubt, daß dabei die Affäre des russischen Ar­der ihn vor reichlich 2 Jahren auf den verantwortungsvollen einander sichtlich genähert und damit der amtlichen Tätig- Dahm, die bekanntlich wegen Spionage zu Freiheitsstrafen Posten des Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes berief. feit des nun Entschlafenen einen würdigen Abschluß gegeben. verurteilt worden sind, zur Sprache kommen wird, und daß Die Berufung erfolgte im Anschluß an die Verabschiedung Ein echter Deutscher und ein verdienstvoller Staatsmann die Begnadigung beider Offiziere in kurzem bevorsteht. des Reichskanzlers von Bülow. Da dessen Nachfolger, von sind mit Riderlen- Wächter dahingegangen. Bethmann- Hollweg, auf dem Gebiet der auswärtigen Politik Wirken und Schaffen zum Wohle des Deutschen Reiches und ist mit der Reise des russischen Kriegsministers Suchomlinow Sein eifriges Paris, 28. Dez. Die heutige Pariser Morgenpresse ein Neuling war, ruhte die ganze Schwere der verantwor­tungsvollen Leitung der auswärtigen Angelegenheiten des zur Erhaltung des Weltfriedens ſollen ihm allezeit unver­deutschen Reiches allein auf dem Staatssekretär von Riderlen- geffen bleiben!

Wächter.

SP

Man brachte ihm anfangs in manchen Kreisen großes Aus dem Lebensgang des Entschlafenen mögen hier Mißtrauen entgegen. Anlaß hierzu mochten wohl die schwe- folgende Angaben Plaz finden: ren Angriffe gegeben haben, die in früheren Jahren bedauer- Alfred von Kiderlen- Wächter wurde am 10. Juli 1852 licherweise gegen die Person des Staatssekretärs in der Presse in Stuttgart geboren, machte 1870 als Freiwilliger den erschienen waren, Angriffe, die völlig grundlos waren, und die nicht imstande waren, irgend einen Fleck auf dem Ehren­schild des Staatssekretärs zurückzulassen. Schon nach sehr furzer Amtstätigkeit sah sich v. Kiderlen­Wächter vor eine ungemein schwere Aufgabe gestellt. Frank­

Am Ringelstein.

nach Berlin sehr unzufrieden; sie nennt den Abstecher Suchom= linows nach Berlin einen merkwürdigen Seitensprung". Am beredtesten gibt das Journal" der allgemeinen Ünzufrieden­heit Ausdruck, indem es schreibt: Das Hauptsächliche Merkmal in Rußland ist zurzeit die wachsende Nervosität der öffent­lichen Meinung. Die Berliner Mission des Generals Suchom linow ist bezeichnend für diesen Geisteszustand.

französischen Feldzug mit und studierte nach Beendigung des Die offizielle Mission wird als eine Vergnügungsreise be­Feldzuges 1872-76 in Tübingen, Leipzig und Straßburg die zeichnet. Es dürfte aber eine merkwürdige Bergnügungsreise Rechte. Nach dem Abschluß des Studiums trat er 1879 in fein, die im Kabinett des Kaisers und im deutschen General­das auswärtige Amt ein, war 1881-84 Sekretär an der stabe beginnt, um am Quai d'Orsay ihr Ende zu erreichen. Botschaft in Petersburg, 1884-88 in Paris und darauf Bot- Die Stunde ist auch für Spazierfahrten des russischen Kriegs sollten dazu dienen, die gnädige Frau jeden Sommer einige Wochen lang zu beherbergen; das hatte sie sich bei den jungen

Röschen, dem er an dieser Stelle einst den Brautfuß auf die Lippen gedrückt und welches ihn an der gleichen Stelle herb vor ihm, streckte ihm freundlich lächelnd die Hand entgegen und hatte gesagt: Philipp, ich bring Eich Hilf!"

Fine Bauerngeschichte aus dem Taunus von Fr. Rize 1. zurückgewiesen hatte. Und das nämliche Röschen stand jetzt

( Schluß.)

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( Nachdruck verboten.)

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Eheleuten ausbedungen, denn ganz wollte sie wie sie sagte

Röschen, ihr geliebtes Kind, nicht entbehren.

Die Stimmung der Hochzeitsgesellschaft war schon eine Ja träumte er denn? War das ein Phantom seiner auf- recht lebhafte, als der alte Herr, welcher mit Frau von Hal­Mit hochrotem Kopfe eilte er im 3immer hin und her. geregten Sinne? Unwillkürlich trat er einen Schritt zurück. denwang gekommen war, sich erhob und mit dem Messerrücken Go is mer's awer mei ganz Lewe gange! Hab ich geglaabt, ich könnt de Kopp rece- bauf, dann hab ich vor irgend wieder, da löste sich der Bann, welchen die jähe Ueberraschung blicke Gehör bat, da er beauftragt sei, dieselbe mit dem In­ No, Philipp, willst De mer kaa Hand gewe?" hörte er an sein Weinglas rührend, die Gesellschaft um einige Augen­woher e Ohrfeig frieht, daß ich widder im Dreck gelehe hawe! um sein Denken gelegt hatte, und mit beiden Händen die halt eines amtlichen Schriftstücks bekannt zu machen. Es is rein zum Wändenufftrawele, wenn mer's iwerleht!" ihm entgegengestreckte Rechte des Mädchens ergreifend, sank Loß doch, Vatter", erwiderte Philipp refigniert, was er auf die Knie nieder und stammelte schluchzend: Resche, Du die von ihr auf den Hof eingetragene Hypothek als verfallen Es war dies ein notarieller Aft, in welchem die Freifrau zu tun war, hawe mer getan, wir misse's jetzt fumme losse, fimmst zu mir? Zu mir, der nig mehr is und nir mehr hot? erklärte und die Summe der jetzt verehelichten Therese Schrö­wie's fimmt! Adje, ich geh noch e bische in de Wald." Mit diesen Worten nahm Philipp seine Müge von der Was ich Dir domols angetan hab, davor bin ich gestroft Treue und als Dank für die seinerzeit vollbrachte todesmutige Resche, ach, wenn De wißt, was ich die Johre her gelitte hab! der, geborene Fürst, für die von derselben jahrelang bewiesene Wand und verließ das Zimmer. An den Trümmern der ver­wüsteten Scheune vorüber schritt er durch den Garten, öffnete genug!" Rettung aus Feuersgefahr, als Eigentum überwies. die nach dem um das Dorf laufenden Fußwege führende Git- Mädchen gerührt. Loß alles begrawe un vergesse sein, es Gönnerin die Hände zu küssen; diese aber umfaßte die nahende Ich waaß es, Philipp, ich waaß alles!" erwiderte das Gerührt erhob sich die junge Frau, um ihrer großmütigen tertüre und stieg langsam den schmalen, zur Höhe führenden werd jo alles widder gut! Komm mit zu Deim Vatter, ich und küßte sie zärtlich auf Mund und Wangen. Pfad empor. Es war still dort oben; nur ein leises Rauschen hab ihm un Dir e wichtig Bestellung auszurichte!" aus den Wipfeln der Buchen mischte sich mit dem Summen Philipp erhob sich. Da stand das liebe Mädchen, welches Alles drängte sich herzu, als kurz darauf die alte Dame der an lichten Stellen schwirrenden Insekten. Das war die er einstens verlassen mußte, dessen Bild ihn die Jahre her die Rappen einspannen ließ, um wieder heimwärts zu fahren; Ruhe, welche Philipp nach der anstrengenden Arbeit der umschwebt hatte, erglüht vor ihm und verhieß ihm Rettung Hochrufe folgten der Equipage, aus welcher Frau von Hal­Woche suchte, um seinen sorgenvollen Gedanken nachzuhängen. aus seinen irdischen Nöten. Das waren die nämlichen tief- denwang noch lange mit ihrem Taschentuche grüßend winkte. Ohne sich dessen bewußt zu sein, hatte er den Felsen des Rin­blauen Augen, die Stirne mit dem schwarzen Lockengeringel, Als es Abend wurde und die Unterhaltung der Hochzeits­gelstein erreicht und ließ sich auf der Steinbank nieder. Den der süße Mund, der so herzig plaudern und so herb versagen gäste wie ein Summen, untermischt mit fröhlichem Lachen, Kopf auf die Arme gestükt, grübelte er über seine und der konnte wie es gekommen sie wußten es nicht, die beiden in die stillen Dorfstraßen drang, da erhob sich Herr Feldwebel Seinigen verzweifelte Lage nach. jungen Menschenkinder, daß sie Brust an Brust und Mund an Peters mit weingerötetem Antlig und brachte folgenden lau­Nur noch einige Monate lagen zwischen heute und dem Mund gepreßt sich umschlungen hielten, als wollten sie nie nigen, mitunter etwas anzüglichen, deshalb aber recht be­Tage, an welchem das unerschwingliche Kapital an sein ge- voneinander lassen. flatschten und bejubelten Toast aus: wesenes treuloses Weib ausgezahlt werden mußte. Die ver- Das Rauschen in den Buchenwipfeln war zum Flüstern Meine verehrten Anwesenden! An der jroßmütige zweifeltsten Anstrengungen des Vaters hatten es nicht ver- geworden, wie glückwünschend tönte das leise zwitschern eines Schenkung, welche diesem Hause heute jemacht wurde, sehen mocht, einen Weg zu entdecken, der Rettung verhieß. Vor Vögleins aus den Gebüschen über dem mächtigen Felsen und wir wieder die Wahrheit des Dichterwortes bestätigt: Wohl­Wochen schon waren sämtliche Möbel und Einrichtungsstücke, von fernher webte wie verloren der Hall eines Glöckleins. tätig ist des Feuers Macht!" Unsere liebe junge Frau ver­welche Marie Lenzinger mitgebracht hatte, aus dem Ober­geschoß des Westerhahner Hofes geschafft und wohlverpackt steht aber ooch mit det Feuer umzujehen. Die jnädige Frau nach Frankfurt gesendet worden; Philipps Vater hatte per- Das war eine fröhliche Hochzeit gewesen. Der große Saal holte sie aus det Feuer, sie warf eenen Brand unserm juten sönlich den Vertreter der Klagepartei in Frankfurt aufgesucht, im Gasthaus Zur Krone" reichte faum, um die Geladenen Philipp in sein Herze, und hat ooch verstanden, ihm einige hatte ihm seine durch die Wassersnot hervorgerufene verzwei unterzubringen, unter welchen sich auch der frühere Sergeant, Mal heimzuleuchten. Daß sie somit unserm neujebackenen felete Lage vorgestellt und ihn gebeten, einen Aufschub des jetzige Feldwebel Peters und- man denke das Unglaubliche Ehemann zur Flamme werden mußte, ist janz begreiflich, und Zahlungstermins zu erwirken. Freifrau von Haldenwang befand. Sie war nebst Fräulein daß sie ooch eine jute Verwalterin des häuslichen Herdes sein

nach Hause gekommen.

XVIII.

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Der Anwalt, ein freundlicher Herr, hatte versprochen, sein Waldner und einem älteren Herrn mit goldener Brille an dem wird, floben wir alle. Sie wird ooch im kommenden Leben Möglichstes zu tun, um seine Klientin in dem von dem Schuld- schönen Maientage mit ihrer Equipage über die Platte" ge- feststehen, denn sie ist in ihrem seitherigen Daseinskampfe nur ner gewünschten Sinne zu beeinflussen sein Bemühen war fahren, um den Hochzeitstag ihres lieben Röschens mitfeiern mit zwei blauen Augen davonjekommen. Aber ooch unserm vergeblich gewesen, und das satramentse Weibsstück, diesen zu helfen. Glänzend war die Ausstattung, welche sie dem lieben Philipp wird es unter diesen zwei blauen Augen man Satan" verwünschend, war der Vater wieder von Frankfurt jungen Paare gestiftet hatte; die oberen Räume des Wester- jut jehen. Er hat Jlück in det Leben jehabt. Nicht nur, daß er bei det Militär mir zum Vorjesezten bekam meine an hahner Hofes waren wieder nach der Freifrau Angaben aus­Ein Geräusch von Tritten ließ Philipp aufblicken; an möbliert und ausgestattet worden. Sie hatte in einer der jeborene Bescheidenheit verbietet mich, det besonders zu be der Ecke des Weges, der von der Höhe kam, erschien ein junges, ersten Möbelfabriken sämtliche Möbel in altdeutschem Bauern- tonen nee, ooch als Landmann hat er Jlüd, denn wo auf städtisch gekleidetes Mädchen. Wohl Touristen, die sich heute stil anfertigen lassen, so daß die Wohnung eine förmliche seinem Jebiete früher eine stachliche Distel stand, wächst jetzt ein reizendes Röschen. Möge er und det Röschen lange am Sonntag einmal hierher verlaufen haben", dachte Philipp Sehenswürdigkeit geworden war. Nur zwei geräumige 3im- ein reizendes Röschen. Möge er und det Röschen lange und achtete nicht weiter auf die Nähertretende; da vernahm mer, deren Fenster dem Aufgang des Tales zu gingen, mit blühen und jedeihen, darauf bitte ich meine jeehrten Herr­er die Worte: Philipp, ich bringe Eich Silf!" prachtvollem Blick auf die Gruppe des hohen Taunus, waren schaften das glas zu erheben und mit mich einzustimmen in Was war das? Wie elektrisiert sprang Philipp empor in der von ihr zu Hause gewohnten luxuriösen Weise ausge- den Ruf: Det Brautpaar lebe hoch! das war ia Röschen Fürst in städtischer Kleidung, dasselbe stattet und strozten in vornehmer Pracht. Die beiden Räume

Ende,