Vermischtes.

Die Stadt Peterborough in England wurde am Samstag Abend durch eine heftige Explosion in Bestürzung gesetzt, welche von der Station der großen Nordbahn auSging, In den Maschinenränmen waren Versuche mit dem Dampfkessel einer Locomotive angestellt, als der Kessel plötzlich mit furchtbarem Knalle sprang. Der Schuppen, cm starkes Gebäude von 100 Uards Länge, wurde fast gänzlich in Trümmer verwandet; die benachbarten Häuser und Fabriken erzitterten wie bei einem Erdbeben und die Gasflammen in der Umgegend er­loschen. Es war ein Glück, daß der größte Theil der sonst in den Maschinenräumen beschäftigten Arbeiter sich schon nach Hanse begeben hatten: von den noch anwesenden zehn oder elf Personen fanden zwei auf der Stelle ihren Tod, einer starb stürz darauf und die übrigen haben gefährliche Verletzungen erlitten. Einer der oberen Beamten der genannten Bahn giebt in einer Zuschrift an dieTimes" als den mnthmaßlichen Grund der Explosion die unterlassene Oeffuung des Sicherheitsventils an.

In Hamburg wurde jüngst eine finnische Anleihe an die Börse j gebracht, fand aber keine Abnehmer. Der dort erscheinendeFreischütz" macht darüber folgenden treffenden Witz:

Geh, alter Freund, mit dem Papier von hinnen Und schließ es wieder in den Arnheim ein:

Man hat zwar häufig mit dem Schweine Finnen,

Doch mit den Finnen niemals Schwein.

DasKremser W." erzählt:Zwei Fischer wollten sich ver- ! gangenen Samstag einen guten Sonntagsbraten aus der Donau holen ^ und wurden vom Glück wirklich auf seltene Weise begünstigt. Nachdem ! sie nämlich lange vergeblich ihre Angeln geworfen hatten, sahen sie ! plötzlich in der Donau zwei Rehböcke zwischen den ^Eisschollen ! schwimmen. Ein menschliches Rühren überkam bei diesem Anblicks dis i biederen Fischer, die auch sogleich in ihren Kleinen Zillen den er- j matteten Schwimmern zu Hülfe eilten, sie glücklich ans Land brachten j und als gute Beute verkauften. Unsere jungen Juristen beschäftigt ! jetzt die Frage, ob diese Rehböcke mit Recht als herrenloses Gut be­

handelt werden konnten, oder ob sie nicht Eigenthnm des Staates waren. Die Anzahl der Böcke, welche bei dieser Discnssion geschossen Werren, wird seiner Zeit bekannt gegeben werden".

(Korrespondenz aus Coburg.)

Die Ziehung der Lotterie zum Besten Nothleidender in Schleswig-Hvistcin betreffend.

Nachdem in Folge mehrfacher Störungen, namentlich aber weil in einzelnen Staaten die Erlaubniß zum Loosvertrieb theilS erst sehr spät ertheilt wurde, theilS binnen Kurzem erst noch zu erwarten ist, es nicht möglich war die stipnlirte Loosanzahl noch im Lanfe des Jahres 1864, wo die Ziehung beabsichtigt war, unterzubringen, so ist nun vom Herzog!. Staatsministcriulii, selbst für den Falss daß nicht alle Loose abgesetzt werden sollten, im Interesse der bisherigen Loosinhaber der Ziehungstag unwiderruflich auf Donnerstag, den 1. Juni 1863 festgesetzt worden.

Die Ziehung findet unter Aufsicht des Magistrats und im Beisein des zur Controls der Lotterie bestellten Comitees statt. Die Ver­öffentlichung der Gewinnliste erfolgt spätestens am 13. Juni 1865.

Außer 3 Haupttreffer im Werthe von 3000, 1000 und 500

Thlr. resp. 5250 Fl., 1750 Fl. und 875 Fl. S. W. oder sau Wunsch den baaren Geldbetrag im vollen Nennwerthe, bietet hier das Schicksal noch andere zahlreiche, zum Theil kostbare Gewinne, als goldene Uhren, Brillantringe, goldene Dosen, vorzügliche Oeldruck-' bilder re. als Preis und Belohnung patriotischen Mitgefühls und fehl- in keinem deutschen Hanse, in keiner deutschen Familie die Aussicht auf solche Belohnung, doch nicht um dieser, sondern um der Nothe leidenden Schleswig-Holsteins willen.

W. Auch die Nebengewinne sind fämmtlich solider Natur und durchaus nicht mit unliebsamen Gewinnen der Schillerlotterie in Parallele zu stellen.

Loose ü 15 Sgr. sind fortwährend bis Anfang Mai von den allerorts errichteten Agenturen, bis Sonnabend, den 27. Mai 1865 vom Hauptdepot bei Albert Hoffmann in Leipzig und bis DienStag, den 30. Mai 1865 vom Bureau der Lotterie in Coburg zu beziehen.

DM" Die von den Commissions-Depots nicht abgefetzten Loose sind spätestens bis Mitte Mai zurückzufenden.

Loose sind in der Expedition d. Bl. zu haben.

Diejenigen jungen Leute aus der Stadt­gemeinde Brake, welche auf die vom weiland Wasserschout Addicks gestiftete Beihülfe zu den Kosten des Unterhalts an der Navigationsschulcjzu Elsfleth Anspruch zu haben glauben, werden ausgefordert, ihre Gesuche, welchen die Zeugnisse über ihr bisheriges Betragen anliegen müssen, bis zum II. Februar bei dem Unterzeichneten Amtmann einzureichen.

Brake t865 Januar 18.

Die Commission für den Addick'schen Schulstipendienfonds.

Strackerjan. Müller. Schumacher.

Oldenbrok. Rcinh. Harrjes zu jHammelwar- dermoor-Sandfeld, läßt am 18 . Februar d. I., Nachm. L Uhr,

6 ttedtge Kühe.

2 müchgebende dito,

5 güste dito,

4 dreijähr. Ochsen,

2 dito Ouenen, '

4 zwrijähr. Ochsen,

6 dito Ouenen,

9 Kuh- und Ochsenriuder,

4 Kälber,

.2 trächtige braune Stuten, bedeckt vom

Jung Landessvhn".

2 güste braune Stuten,

! zwcijähr. dito dito, vomJung Landes­sohn",

8 Hengstfüllen, vomNoble",

1 Stutfüllcu, vomDuke of Tleveland",

3 trächtige Säue,

1 güste dtto,

5 trächtige Schafe,

4 Hammel,

2 Last frühreifen Hafer,

I Wcißhafer,

4 Fiehmcn Langstroh,

I beschlagenen Ackerwagen, 1 hölzernen dito, I Korbwagen, I Moorpflug, ^sonstige Acker- und Hausgeräthschaften, so wie 12 gefällte Eichen, worunter schweres Holz, öffentlich meistbietend verkaufen.

Bimerke wird: daß das güste Hornvieh »ueiirgeldtich in Fütterung bleiben kann.

Joh. H. Mains.

um damit zu räumen, Fanchons, zu herunter- gcsehtcn Preisen.

Strückhausen. Der Gastwirth Joh. Hoting zu Hw.-Mvor-Saudfeld läßt am Montag, den Januar d. I., Nachm. L Uhr, in seiner Wohnung:

das von ihm bewohnte Gasthaus mit Nebengc- banden, Garten und pl. m. S Jucken Klei- und Moorländcreien auf mehrere Jahre vo» Mai d. I. ab an, öffentlich meistbietend unter der Hand verheuern.

In dem bezeichneten Hause ist seit undenk­liche» Jahren Handlung, WirthsLaft und Bäckerei mit dem besten Erfolge betrieben.

Heuerleute ladet ein

C. Heye, Auct.

Brake. Ter Maurermeister I. C. Bei Horst zu Fünshausen beabsichtigt seinen im hiesigen Hafen liegenden Kahn, welcher 25 Lasten groß und im vorigen Jahre neu verzimmert ist, aus der Hand zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt

I. I. Meyer.

Heinrich Sieling Hieselbst, will sein vor einigen Jahren an der Grenzstraße Hieselbst neu erbautes Haus jmit ca. 20 Ruthen Gartenland, Umstände halber zum Antritt auf den 1. Mai d. I. verkaufen.

Das Haus enthält 2 Stuben, 2 Kammern, Küche und 2 separate Keller, und ist gut er­halten.

Reflektanten wollen sich ehestens bei mir melden um zu kontrahieren.

Brake Janr. 17. 1865.

F. G. Borgstede.

Ich habe in Auftrag von M. Casseboom Hieselbst ca. 148 Ruthen Gartenland an der Chaussee zu Meyershof belegen, zum Gemüsebau zu verheuern und ersuche Reflcctnnten sich ehestens bei mir zu melden.

Brake Janr. 17. 1865.

F. G. Borgstede.

Zu verkaufen. Beste oberländischc Schmiede­kohlen bei Lasten und Balgen.

I. D. Behrens.

Zu verkaufen. Zwei tiedige Kühe.

A. F. LübberS-

Meinen in Boitwarden belogenen Hamm, ca. 4 Juck groß, beabsichtige ich auf zwei Jahre zum Weiden zu verheuern.

kkäinv!

Ein ganz neues und bereits bewährtes Mittel, jede Art lederner Fußbekleidung vollständig was­serdicht zu machen. TlePedinnnacht das Leder nicht nur Wasserdicht, sondern auch ganz weich und dauerhaft und ist somit das sicherste Mit­tel, die Füße gegen Erkältung zu schützen. Kürz die angegebenen Eigenschaften wird garantirt. Für' Brake und Umgegend nur allein acht ä Flasche 10 gs. bei

H. Haberlc in Brake.

In Dienst verlangt. Auf Mai ein häusliches ordnungsliebendes Mädchen.

I. D. Behrens, Schiffsbaumeister.

Der Schlachtergesell Johann Dannemeyer steht nicht mehr bei mir in Arbeit.

Brake, 18. Januar 1865.

A. Koopmann.

Das von Herrn Pastor Hohenner bewohnte zweistöckige Haus habe noch auf Mai 1865 zu »ermiethen, jede Etage werde auch einzeln ab­geben.

B. H. Steenken.

Hammelwardermoor. Sonntag, 29. Januar

B a L L

für Jedermann,

wozu frcundlichst einladct

_ I. G. F ischbeck.

Sou ntag, den 29. Januar

Tamz-ParLhie,

wozu sreundlichst einladet

Wiv. Fink.

Brakes -Sehützenhof.»

Am Sonntag, den 29. Januar

Ball für Jedermann.

Es ladet sreundlichst ein

I. G. Tapfen.

Redaction, Truck und Verlag von G. W. Carl Lehmann.

A. und L.^Büsing.

A. F. Lübbers.