lerei, Begünstigung, Betrug, Untreue, Unterschlagung, Urlundenfälschung, Sittlichkeitsverbrechen und Erpressung.
Bei der Kontrolle der Jugendherbergen brauchte im vergangenen Jahre die Polizei nicht einzuschreiten, während noch in den Jahren 1934 und 1935 je zwei Jugendliche festge= nommen werden mußten. Das Ergebnis der Kontrolle ist als eine begrüßenswerte Folge der Erziehungsarbeit an unserer Jugend in der Hitler- Jugend zu werten, die hier augenscheinlich zu Tage tritt.
Die Meldungen von Obdachlosen und Durchwanderern haben, wie in den ganzen Jahren nach der Machtübernahme des Nationalsozialismus, ständig abgenommen. Während noch 1933 ingesamt 3324 Obdachlose und Durchwanderer zu verzeichnen gewesen sind, sank die Bahl 1934 schon auf 1728, 1935 auf 1430 und 1936 auf insgeamt 1396.
Die Fahrraddiebstähle haben, obwohl die Straftaten dieser Art mit der ganzen Schärfe des Gesetzes geahnund zwar det werden, gegenüber 1935 zugenommen, erhöhte sich die Zahl der Fahrraddiebstähle von 20 auf 25 im Jahre 1936. Mit Hilfe der Polizei fonnten bisher 5 der gestohlenen Räder ausfindig gemacht werden. Daß in sehr vie= len Fällen die Fahrradbesitzer selbst den Langfingern die ,, Arbeit" sehr leicht machen, beweist die Zahl der sichergestellten und herrenlos aufgefundenen Fahrräder, die von 20 auf 21 gestiegen ist und von denen insgesamt 11 durch die Tätigkeit der Polizei den rechtmäßigen Eigentümern wieder ausgehändigt werden konnten.
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An Vermißten Meldungen gingen vier bei der hiesigen Polizei ein, die restlos aufgeklärt wurden; zwei der als vermißt gemeldeten Personen wurden als Leichen geborgen.
Mit 8 Brandmeldungen steht das Jahr 1936 allen vorhergehenden Jahren seit 1933 voran, da 1933, 1934 und 1935 nur je ein Brandfall zu verzeichnen gemesen ist. Bei den Bränden, denen mehrfach fahrlässige andstiftung zu Grunde lag, handelt es sich mit Ausnahme des größeren Schadenfeuers in der Stellmacherei Köhler u. a. um 4 zimmerbrände und einen Schuppenbrand.
Zum Abschluß der Statistik soll noch auf die Tätigkeit der Wachabteilung Leer des Nordwestdeutschen Bewachung 3- Instituts hingewiesen werden, die in enger Zusammnearbeit mit der örtlichen Polizeibehörde zum Wohle der Allgemeinheit wirkt. Die in diesem Zusammenhange gebrachten Zahlen, von denen die aus dem Jahre 1935 in Klammern zu finden sind, lassen erkennen, daß zwar Ruhe, Ordnung und Sicherheit in steigendem Maße bei uns einge fehrt sind, daß aber das sichere Gefühl und das Bewußtsein der Ruhe und des Geborgensseins in vielen Fällen zu Außerachtlassung von Sicherheitsvorkehrungen, ja sogar zu Fahrlässigkeiten Anlaß geboten haben. In 618 ( 640) Fällen mußten die Wachmannschaften helfend und fichernd im Verlaufe des verflossenen Jahres einschreiten. Zu nächtlicher Stunde wurden offen und unverschlos fen vorgefunden: 127( 73) Haustüren, 25( 11) Kaffenund Büroräume, 38( 41) Lagerräume, 69( 101) Geschäfte, 14 ( 103) Kellertüren, 64( 163) Fenster, 4( 2) Schaufästent, 9( 12) Stallungen und 40( 28) Autogaragen. In 11( 7) Fällen wurden verdächtige Elemente verscheucht, 11( 5) bei Straftaten ertappt, 9 namhaft gemacht und 1 ( 1) Person sest genommen. Obdachlos aufgefunden wurden 4( 3) Personen und in 3 Fällen Ohnmächtigen, die auf der Straf: aufgefunden wurden, Hilfe geleistet An 106( 51) Stellen wurden Bewohner geweckt, die ihre Beleuchtung nicht ausgeschaltet hatten und 11( 8) offen gelaffene Wasserhähne mußten abgestellt werden. Durch die Aufmerksamkeit der Wachmänner wurden 4( 1) Betriebsstörungen festgestellt. Nicht weniger als 16 ( 18) Pferde, die frei um berliefen, wurden sicher gestellt, 9( 6) Fahrräder wurden aufgefunden und eine Wertfache dem rechtmäßigen Befizer wieder zugestellt. Hoftore, die hätten verschlossen sein müssen, wurden in 40 Fällen offen stehend vorgefunden. Schließlich mußte ein Mal die Feuerwehr alarmiert werden und in eincul se ten Falle wurde ein Feuer gelöscht und damit vielleicht ein Brand verhütet, der unter Umständen als Großfeuer im
Gute Vorfäße..
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Am 1. Januar 1937.
013. wann könnte man sie besser hegen, als zum Beginn so man die gute Gelegenheit eines neuen Jahres, wenn man wahrnahm einmal Rüdschau gehalten hat auf das vergangene Jahr und sich vergegenwärtigt hat, was man tat und was man nicht tat.
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Gute Vorsäge sind bekanntlich flüchtiger als der Wind und fie werden oft ebenso schnell vergessen wie sie gefaßt worden find. Sie können unter der Nachwirkung der Silvesternacht entstehen, eine moralische Begleiterscheinung des Katers. Dann werden sie zumeist nicht älter, als der Kater selbst spätestens am Abend des 1. Januar sind sie vergessen oder gleichgültig ertränkt in Stoffen, die sie geboren haben.
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Ernster sind da schon die guten Vorsäge zu nehmen, die man in stiller Stunde, in der man sich sich ganz allein, denn dann braucht man sich ja nicht zu schämen- Rechenschaft abgelegt und die Bilanz des verflossenen Jahres gezogen hat. Wohl uns, wenn sich dabei nicht eine fürchterliche Pleite herausstellte. Mag es sein, wie es will; es ist legten Endes die ureigenste Angelegenheit des Einzelnen, wie er die ,, Stunde des Gerichts", die das eigene Gewissen abhielt, bestand.
Aus dem Reiderland
Weener, den 2. Januar 1937. Zur Jahreswende.
otz. Am Silvesterabend fand in der reformierten Kirche ein Jahresschlußgottesdienst statt. Von dem im Scheinwerferlich Jahresschlußgottesdienst statt. Von dem im Scheinwerferlicht erstrahlenden Glockenturm erflang um die Jahreswende feierliches Glockengeläut. Auch der Bläserchor ließ wieder zur mitternächtlichen Stunde vom Turm seine Weisen erschallen Mit viel Gefnall und Allotria begrüßte die Jugend das neue Jahr. Leider wurde hier in der Neujahrsnacht auch wieder allerlei Unfug verübt. Viele Einwohner mußten sich am Neujahrsmorgen auf die Suche begeben, um ihre ausgehobenen Gartenpforten und sonstige Gegenstände wiederzuholen Manche fanden ihr verschlepptes Eigentum nicht wieder oder in beschädigtem Zustand. Es wäre besser, wenn dieser von altersher überkommene Unfug unterbliebe.
Eine Silvester feier hielt bei Plaatje der hiesige SA Sturm 11/1 ab. Auf der Veranstaltung, die überfüllt war wurde den SA- Männern manche Unterhaltung und Abwechslung geboten. Den Insassen des Krankenhauses wurde am Neujahrsmorgen durch den Bläserchor, der vor dem Krankenhause einige Lieder zu Gehör brachte, eine Freude bereitet. otz. Das Standesamt meldet für 1936: Geburten 99( 1935 112), Eheschließungen 74( 63) und Sterbefälle 27( 34). otz. Hochbetagt verstorben ist am vorletzten Tage des alten Jahres Frau Fraute Brümmer, geb. Franzen, im Alter von 82 Jahren.
otz. Mit einer Schußwasse an der Hand verlegt hat sich beim Ueben für das Neujahrsschießen hier ein Junge.
otz Der Verlauf der Glücksschweinchen ergab den Betrag von 115,49 RM. Es wurden insgesamt 600 Stüd abgesetzt. Die Sammlung wurde von Mitgliedern des Sanitätshalbzi ges Weener du geführt.
otz. 45 Jahre Kirchendiener. Der Einwohner Jan Wilde boer von hier war am 1. Januar 45 Jahre als Leichenbitter
Rahmen der vorstehenden Statistik in Erscheinung getreten wäre, wenn es nicht Dinge gäbe, die sich wie zu Anfang des Berichtes erwähnt wurde gewissermaßen hinter den Kulissen des täglichen Lebens". abspielen.
otz. Berufsfortbildung in der Deutschen Arbeitsfront. Am Montag beginnen zwet Lehrgänge für Maschinenschreiben und Plakatschrift, die vom Amt für Berufserziehung und Betrieb führung durchgeführt werden.
Zeitenwende im Fremdenverkehr. In diesem Zeichen steht die Nummer 35 des amtlichen Reichsorgans„ Der Fremdenverkehr.. Diese wirklich interessante Zeitschrift bringt in dieser Nummer unter anderem eine Inhaltsübersicht des amtlichen Teils im amtlichen Reichsorgan„ Der Fremdenverkehr". Diese enthält das Verzeichnis der im Jahrgang 1936 dieses Reichsorgans veröffentlichten Anordmungen, Anweisungen und amtlichen Nachrichten der Reichsministerien und des Reichsausschusses für den Fremdenverkehr, aller Anordningen des Präsidenten des Reichsfremdenverkehrsverbandes an die Landesfremdenverkehrsverbände, aller Bekanntmachungen der Landes fremdenverkehrsverbände an ihre Mitglieder und offiziellen Mitteilungent der im Fremdenverkehr arbeitenden wirtschaftlichen Organisationen.
otz. Hesel. So I che" Scherze" find strafbar. Von noch unbekannten Tätern wurde am Silvester in der Nähe unserer Orrschaft ein Scherz" veranstaltet, der leicht schwere Unfälle hätte verursachen können. In der unübersichtlichen Straßenbiegung hinter dem Wald wurde ein schwerei Balten, ein Vierkantholz, das anscheinend von einem Bau stammt, vertehrshindernd angebracht. Ein Leerer Autofahrer erkannte im letzten Augenblick die Gefahr, hielt an und schaffte den Balfen beiseite. Ein Auto mit schwä
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Und da haben wir auch schon den zweiten guten Vorsay,| nämlich immer hilfsbereit zu sein. Das sei doch eine Selbstverständlichkeit, meint ihr, vor allem in unserem nationalsozialistischen Deutschland. Gewiß, es hat sich schon sehr viel in dieser Hinsicht geändert aber dennoch im engsten Kreise, im fleinen Alltag, da ist noch so mancher der Teufel des andern. Und an so manchem Schalter wendet sich der gute Geist der Silfsbereitschaft mit Grauen, wenn er Redensarten hört wie: Können Sie denn nicht lesen!" Salten Sie gefälligst die Dienststunden ein!" ,, Dafür bin ich nicht zuständig!"- ,, Sehen Sie nicht, daß ich gerade frühstücke!" Am schlimmsten aber sind diejenigen Leute, die ihre Hilfsbereitschaft" nach dem Stande des Hilfsbedürftigen ausrichten. Das sind die soge nannten Radfahrer, die so schnell vergessen, was sie selber einmal( oft ist es noch gar nicht lange her) waren und deren Hilfsbereitschaft sich nach der Beschaffenheit des Anzuges oder des Kleides ausrichtet. Gottlob, im Dritten Reich werden sie faltgestellt, sobald man sie erkennt, und sie werden auch immer seltener, aber selbst die letzten Exemplare dieser Gattung fön nen noch viel zu den Unerträglichkeiten unseres Daseins beitragen.
Entfernt verwandt mit ihnen sind die 150prozentigen auf allen Gebieten des Lebens. Es sind zumeist Leute, die mit ihrem Uebereifer ihr inneres Unbeteiligtsein tarnen wollen Doch es gibt auch gute Vorsäge, die unser Gemein und müssen. In neunundneunzig von hundert Fällen verfolgen licher gestalten können. Mit ihnen wollen wir uns einmal wollen sie etwas werden, wozu sie innerlich nicht berufen find. befassen. Und es kann nicht schaden, wenn wir sie gleich schrift- Sie verdächtigen Gott und Menschen, daß sie nicht nationallich festlegen, denn wir wissen es ja: Gute Vorsätze sind flüch- sozialistisch genug sind und säen Wißgunst und Zwietracht, auf deren frummen Buckeln sie emporsteigen wollen. Sie sind nur tiger als der Wind. hilfsbereit zu sich selbst, zu anderen nur dann, wenn es Vorteil bringt.
schaftsleben angehen, weil sie es leichter und erträgste mit ihrem wütenden Eifer selbstsüchtige Ziele. Zumeist
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Womit beginnen wir nur wir müssen schon gleich zu Anfang bekennen, daß unendlich vieles besser und anders zu machen ist, wenn unser Zusammenleben erträglicher werden soll. Es ist auch gar nicht so angenehm, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Halt! da haben wir schon den ersten guten Borsaz: Wir wollen immer das Unangenehme tun, gerade dann, wenn es uns persönlich schwer und lästig fällt. Ein echter Lebensfünstler( bitte nicht mit einem Fabrikanten für Lebensweisheit zu verwechseln!) sagte einmal: Tue immer das, was schner, lästig und unangenehm ist für dich, es auszuführen Man soll samit mehr Erfolg haben, als wenn man bequem den leichteren Weg wählt und zum lieben Nächsten sagt: Hannemann, geh' du voran! Es ist schon so, man hat dabei selber mehr Erfolg uns hilft dem anderen.
Man verwechsle sie aber nicht mit denjenigen 150prozentigen, die es aus Unverstand sind. Sie haben sicherlich ein reines Gewissen und handeln aus ehrlichem Fanatismus. Sie werden zu blinden„ Bilderstürmern" und wollen Himmel und Erde in anderthalb Tagen nach eigenem Gutdünken umkrempeln. Sie kennen die ewigen Gesetze, nach denen sich unser Leben formt, noch nicht und mißachten sie deshalb völlig. Sie verfechten Probleme, mit denen sie sich selber innerlich noch gar nicht auseinandergesezt und deren schwerwiegende Bedeutung fie darum noch nicht erkannt haben. Oft fehlt ihnen auch einfach das unerläßliche Wissen. Es ist schade um diese 150prozentigen Menschen, würden sie sich bescheiden und ihre
und Türhüter für die hiesige reformierte Kirchengemeinde tätig. Der alte Wildeboer versieht noch heute lein Amt stets treu und zuverlässig.
otz. Bunde. Eine Treibjagd, die dieser Tage hier in der Feldmart abgehalten wurde, schloß mit einer Strecke von 43 Hasen ab.
otz. Möhlenwarf. Die Gemeindestatistik verzeich net für 1936 31 Taufen, 16 Trauungen. Konfirmiert wurden 18 Jungmänner und 17 Jungfrauen. 11 Beerdigungen fanden statt. Zmet goldene Hochzeiten wurden begangen und einem Paar konnte die Gemeinde zum 60- jährigen gemeinjamen Erdenwallen die Glückwünsche aussprechen.
otz. Stapelmoor. Sozialismus der Tat für WHW und NSV. In den Rahmen des Winterhilfswerks gehörte schon die im Sommer durchgeführte Bohnensammlung. Diese erbrachte insgesamt 400 bg grüne Bohnen, die der Kreis, amisleitung für Bedürftige in der Stadt zur Verfügung ge stellt werden konnten. Die Spende der Landwirt. ich a ft, ebenfalls von der NSV unter Mithilfe einiger Ortsbauernführer durchgeführt, brachte ein gutes Ergebnis. Insgesamt wurden gespendet: 420 Bentner Kartoffeln, 6 Zentner Roggen, 1 Zentner Hafer, 10 tg Sped, 10 Schwarzbrote, 650 Reichsniart Bargeld. Wir sehen an diesem Ergebnis, daß den Bauern und Landwirten, ebenso den Kolonisten und Landgebräuchern daran gelegen war, dem Rufe unseres Führers auch in diesem Winter zu folgen. Als Weihnachtsspende er hielten die WHW- Betreuten je Familie einen Gutschein sür Lebensmittel, zwei Kohlengutscheine und außerdem wurde an jämtliche Familien Mehl, Zucker, Fett, zum Teil auch Matgarine, Pfundtüten und Marmelade ausgegeben. Wäsche wird noch an die hierfür besonders in Frage kommenden Bedürftigen verteilt. Im Rahmen des Hilfswerks, Mut ter und Kind" wird, wo es not tut, wie üblich geholfen. Bum Nähen und Fertigstellen der hierfür benötigten Sachen haben sich liebenswürdigerweise unsere Gemeindeschwester und zahlreiche Frauen und Mädchen von Stapelmoor, Vellage und Halte zur Verfügung gestellt.
| cheren Scheinwerfern oder Motorradfahrer wären in der Kurve gewiß gegen das Hindernis gefahren.
otz. Hesel. Ein neues Geschäftshaus läßt sich der Bäckermeister Hinrich Baumann, hier, errichten, um einen zweiten Betrieb darin einzurichten.
otz Loga. Treibjagd. Auf einer hier abgehailenen Treibjagd wurden 88 Hajen zur Strede gebracht. Ein Teil der Beute wurde der hiesigen Ortsgruppe der NSV zur Ver
fügung gestellt.
otz. Loga. Neue Verkehrsschilder. Hier wurden mehrere Verkehrswarmungsschilder aufgestellt, die besonders aud, auf die mitten in der Ortschaft befindlichen gefährlichen Straßenbiegungen aufmerksam machen.
otz. Loga. Der Uebergang vom aften ins neue Jahr ist hier mit dem herkömmlichen Schießen vor sich gegangen. An allen Eden und Enden waren muntere Schüßen anzutreffen. In den hiesigen Lokalen herrschte auch Großbetrieb. Leider gibt es immer wieder Zeitgenossen, die den Frieden auf festlichen Veranstaltungen nicht wahren können. So entstand zum Beispiel in einem Lotal eine Schlägerei zwischen jungen Leu ten, durch die die festliche Veranstaltung erheblich gestört wurde, zumal auch noch die Polizei auf der Bildfläche erschei
nen mußte.
otz. Neermoor. Die Hitlerjugend und der Bund Deutscher Mädchen hielten ant Mittwochabend eine schlichte Feier ab, die aus Verlosung, Vorträgen und sonstigen Ueberraschungen bestand. Die Teilnehmer wurden mit Schokolade und Kuchen bewirtet. Auch fehlte es nicht an musikalischer
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Grenzen erkennen, dann könnten sie ihrer guten Sache sehr wohl dienen. Nun, wir wollen versuchen, es anders zu machen. Wir wollen das sei ein weiterer guter Vorsah uns immer bewußt sein, daß wir nur 50-80prozentige Menschen sein können, wenngleich wir stets mehr erstreben müssen. Bei dieser Erkenntnis fönnen wir wenigstens ehrlich bleiben und brauchen nicht zu heucheln. Wir kommen dann auch nicht so leicht dazu, andere Volksgenossen zu verdächtigen und Mißtrauen zu säen und zu ernten.
Vertrauen zueinander haben das ist die wichtigste Voraussetzung für ein anständiges Gemeinschaftsleben, in dem wir uns wohlfühlen können. Es kommt darauf an, daß wir nicht grundsäglich in jedem Menschen, der einmal ein offenes Wort sagt, einen Gegner sehen. Solange ein Mensch offen seine Meinung vertritt, fann man sich mit ihm ausein andersetzen und ihn gewinnen. Viel gefährlicher sind die Heuchler und Schmeichler, die auch offensichtliche Fehler für gut heißen und dabei schon nachsinnen, wie ste aus ihnen Kapital schlagen können.
Vertrauen zueinander haben! Das bedeutet auch, daß sich nicht einer zum Richter des andern aufwirft. Man soll nicht immer sofort das Schlechte annehmen, wenn man die Handlungsweise eines anderen nicht versteht oder begreift. Aufbauende Kritik ist bekanntlich wertvoll, aber es ist vom Uebel, wenn einer„ aufbauende Kritik" an einer Sache übt, obwohl er von Tuten und Blasen teine Ahnung hat. Das ist dann teine Kritit oder gar wohlgemeinter Ratschlag" mehr, ſondern freche Anmaßung. Jeder vernünftige Mensch wird gerne Anregungen entgegennehmen, doch sollen derartige Anregungen und Vorschläge nicht beginnen: Sie blöder Kerl, warum haben Sie das oder jenes nicht so und so gemacht." In den meisten Fällen hat nämlich der„ blöde Kert" seine guten Gründe oder gar Richtlinien für seine Handhabung der betreffenden Sache.
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Was haben wir denn sonst noch für gute Vorsäge? Ach, es sind ihrer so viele, daß wir sie kaum aufzählen können. Fassen wir sie darum zusammen zu einer kurzen Formel, die alles besagt:
Wir wollen uns auch in diesem Jahre bemühen, auf anstän dige und charaktervolle Art und Weise mit den täglichen Sorgen und Nöten des Daseins fertigzuwerden, vor allen Dingen aber wollen wir unsere großen und fleinen Aufgaben als Nas tionalsozialisten erfüllen und allein die Tat gelten
laffen.
Karl Engelkes
