Stimmenzahl bei der ersten Wahl erreichten, werden sich der das Vorjahr um 4600 Mark zurückgegangen. Und wenn es trag, indem er ausführte, daß sich zahlreiche Lücken des jetzigen Hoffnung hingeben, vielleicht mit einem neuen Kandidaten, mit der Beteiligung an der Maifeier so weiter gehe, müsse Grundgesezes ergeben hätten, die eine Reform unerläßlich er. und in Anbetracht der Entscheidung durch relative Majorität die Feier noch zu Grabe getragen werden. ihren Mann durchzubringen, und werden keine Kompromisse oder Wahlbündnisse abschließen.
-
scheinen ließen. In der Diskussion hierüber führte Graf von Deutschland und die Schweiz. Moltke, Vizeadmiral und Vertreter des Nordmarkvereins für Berlin, 26. August. Die„ Nordd. Allg. 3tg." schreibt: Geschäftsführers des Verbandes, Herrn F. Rasch- Berlin, bei Motorfuftfahrt in Kiel aus, daß nach einer Darlegung des Zur Ausführung des Fleischbeschaugesetzes. Deutschen, die in der Schweiz einen längeren Aufenthalt der Revision des Grundgesetzes die Rechte der Massenvereine Berlin, 27. August. Der Bundesrat hat nach den nehmen wollen, wird angeraten, da die schweizerischen Behör- geschmälert werden sollten. Vorsitzender Exzellenz v. Nieber; Bekanntmachungen vom 21. Juni 1912 und vom 18. Juni den auf Grund des deutsch- schweizerischen Niederlassungsver: Es handelt sich hierbei um eine reine Privatarbeit, die für 1912( Reichs- Gesetzbl. S. 403, Zentralbl. f. d. R. R. S. 546, trages vom 11. November 1909 verlangen, daß Deutsche, die 547) a) die Bekanntmachung vom 10. Juli 1902 betreffend sich in der Schweiz dauernd oder zeitweilig aufhalten, mit uns nicht maßgebend ist. Vizeadmiral Graf v. Moltke. das Gesez über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau vom einem Heimatsschein verschen sind, sich vorher eine solche Ur- unser Geschäftsführer wird doch nicht bloß einen deutschen 3. Juni 1900( Reichs- Gesetzbi. 1902, S. 242), b) die Ausfüh- kunde zu beschaffen, da sie sich ſonſt der Gefahr der Ausweisung nen!( Lebh. Heiterkeit.) Gewiß wird durch diese Arbeit die Aufsatz geschrieben haben, damit wir uns daran erbauen fönrungsbestimmungen A und D zu dem Gesetz über die Schlacht- aussehen. vieh- und Fleischbeschau vom 3. Juni 1900( 3entralbl. f. d.! Stimmung des Vorstandes ausgedrückt. Es nahm hierauj Eine russische Ente. D. R., Beilage zu Nr. 52 für 1908) und c) die Fleischbe= mauzollordnung vom 29. Januar/ 5. Februar 1903( 3entral aus Berlin berichtet: Zu den zahlreichen falschen Nachrichten, schiffahrt sind heute nicht in der Lage, im Luftfahrerverband Köln, 26. August. Der„ Kölnischen Zeitung" wird Akt.- Ges.- Friedrichshafen: Wir Interessenten der Motorlu das Wort Direktor Colsmann von der Deutschen Luftschiffahrt blatt f. d. D. R. S. 32) in einigen Punkten geändert. Bei die die„ Nowoje Wremja" verbreitet, gehört auch die, daß unsere Interessen genügend zu vertreten. Wir haben aber den inländischen Schlachtungen sind die Vorschriften über die Be- der Feldmarschall v. d. Golz in nächster Zeit, und zwar im oringenden Wunsch darnach, denn bei uns find 400 Arbeiter handlung des Fleisches einfinniger Rinder gemildert wor- Auftrage des deutschen Reiches, sich nach Konstantinopel be= den. Bisher mußte das durch Pökelung brauchbar gemachte geben werde, und daß man in türkischen Kreisen auf diese Motorluftschiffahrt zusammenfallen. Es würde uns genügen, und 40 Beamte beschäftigt, deren Interessen mit denen der finnige Fleisch allgemein als bedingt tauglich erklärt und ge- Reise besonderen Wert lege. Da Feldmarschall v. d. Golz einen Zweigverein des Luftfahrerverbandes darzustellen und gebenenfalls auf die Freibank verwiesen werden. Diese Be nicht beabsichtigt, eine solche Reise zu unternehmen, so kann schränkung fällt für das gepökelte Fleisch einfinniger Rinder man auch diese Nachricht zu dem dicken Paket der falschen des mit vertreten zu sein. Es steht ja auch eine reichsgesez nach außen und oben hin durch den Vorsitzenden des Verban weg. Fortan darf solches Fleisch ebenso wie das ini Kühl- Meldungen der„ Nowoje Wremja" legen. räumen 21 Tage hindurch aufbewahrte Fleisch einfinniger Rinder dem freien Verkehr übergeben werden. Die vor=
ſchriftsmäßige Durchführung der Pökelung(§ 39 Nr. 4 der Außerordentlicher 10. Deutscher Luftfahrertag. ternationalen Vereinigung unsere Interessen nicht stärker be
liche Regelung des Luftfahrwesens bevor. Ich habe auch oft bedauert, daß wir Motorluftschiffahrtinteressenten in der InAusführungsbestimmungen A zum Fleischbeschaugeseze) wird. tonen können; die Deutsche Motorluftschiffahrt ist ein wirt von den Polizeibehörden in geeigneter Weise zu überwachen Hg. Berlin, 24. August. schaftliches Unternehmen, nicht ein sportliches, wie die Motor: sein. Zweckmäßig wird dies in der Weise geschehen können, Unter dem Vorsiz der Herren Exzellenz Generalleutnant luftfahrt bei den Franzosen. Wir machen deshalb auch eine daß die Pökelfässer während der Pökelzeit unter polizeilichen z. D. v. Nieber- Berlin und Geh. Regierungsrat Professor Dr. gewisse Rekordtaktit nicht mit. Ein übelstand ist auch, daß Mitverschluß genommen werden. Die Änderungen der Vor- Hergesell- Straßburg fand heute im Berliner Künstlerhaus ein bei Unglücksfällen, wie sie ja leider in der Luftschiffahrt nicht schriften über die Untersuchung des ausländischen Fleisches außerordentlicher deutscher Luftfahrertag statt, der von Ver- ganz ausbleiben fönnen, in der Presse von angeblichen Fach beziehen sich auf a) die Einfuhr von Pferdedärmer und b) das tretern der Luftschiffahrtsvereine aus allen deutschen Gauen Teuten oder gar Autoritäten Urteile abgegeben werden, wäh Verfahren bei Beanstandung von Tierkörpern wegen Nessel- besucht war. Es waren insgesamt 72 Vereine, darunter auch rend die Meinungen der Beteiligten nicht immer zum Ausfiebers( Backsteinblattern). Die Einfuhr von Pferdedärmen der Kaiserliche Üüroklub, der Kaiserliche Automobilklub, der drud gelangen.( Vorsitzender Exzellenz von Nieber mahni und Därmen anderer Einhufer war bisher verboten. Künftig Königlich Bayerische Automobilklub und der Königlich Säch- den Redner zur Sache.) Wir sind also durchaus bereit, bei ge dürfen zubereitete Därme von Einhufern unter den Be- fische Verein für Luftschiffahrt vertreten. Der außerordentliche nügender Berücksichtigung mit Ihnen zu arbeiten. Regeln dingungen des Fleischbeschaugesetzes zur Einfuhr zugelassen Luftfahrertag war einberufen worden wegen der in zwei Sie Ihre sportlichen Angelegenheiten, wir wollen in einem werden. Nach§ 18 Abs. 1 II A der Ausführungsbestim-| Rundschreiben vom Niederrheinischen Verein für Luftschiffahrt 3weigverein unsere wirtschaftlichen Fragen ordnen.- Rechts mungen D zum Fleischbeschaugeseze waren bisher bei Fest in Barmen und von der Rheinisch- Westfälischen Motor- Luft- anwalt Graf v. Pestalozza- München, Vertreter des Allgem. stellung von Nesselfieber( Backsteinblattern) alle Tierkörper schiffgesellschaft in Essen gegen den Verband des Deutschen Deutschen Automobilklubs in München, der 16 628 Mitglieder einer Sendung zurückzuweisen, von denen anzunehmen war, daß auf sie eine übertragung des Krankheitsstoffes stattge: Luftfahrerverbandes erhobenen Angriffe. Es handelte sich hat, wendet sich ebenfalls gegen eine Schmälerung der Rechte funden hatte. Künftig hat sich die Zurückweisung( nach un- dabei darum, daß der Deutsche Luftfahrerverband mit der Er- der Massenvereine. Es wird beschlossen, eine Kommission von schädlicher Beseitigung der veränderten Teile) auf die Tier- richtung eines Flugplages in Wanne( Westfalen) durch den 10 Mitgliedern einzusehen und zwar zwei Delegierte des Vor förper zu beschränken, an denen Nesselfieber( Backsteinblat- Westfälisch- Märkischen Luftfahrerverein sich einverstanden er- standes und acht Vertreter der angeschlossenen Vereine, wobei bern) oder der Verdacht dieser Krankheit festgestellt wird. flärt hatte, obwohl die Vorarbeiten zur Gründung eines Flug- jede Interessengruppe vertreten sein soll. Diese Kommission, Die Änderungen sind mit ihrer Verkündung in Kraft ge- plates und Luftschiffhafens in Essen schon sehr weit gefördert die nach Feststellung des Vorsitzenden Geh. Regierungsrats waren und nach einer vom Luftfahrerverband getroffenen Be- Prof. Dr. v. Hergesell- Straßburg das Recht der Kooptierung Ausstand. stimmung, in einem Umkreis von 30 Kilometer um einen be- hat, soll dem ordentlichen Luftfahrertag einen Entwurf des Berlin, 26. August. Die in den Buchdruckmaschinen- stehenden Flugplaz fein zweiter Verbandsflugplay errichtet verbesserten Grundgesezes vorlegen. fabriken beschäftigten Arbeiter, die im deutschen Metallarbei- werden dürfe. Gleichzeitig haben die beiden genannten Ver- Es wird nun zur Beratung der Angelegenheiten überge terverband organisiert sind, beschlossen in geheimer Sizung, eine auch gegen die Aufnahme des Westfälisch- Märkischen gangen, die im Zusammenhang mit der Errichtung des Flug in den Streif zu treten. Luftfahrervereins in den Deutschen Luftfahrerverband Be- plages Wanne stehen. Vorsitzender Exzellenz v. Nieber er rufung eingelegt. Bevor jedoch diese Angelegenheit, die beklärt die von dem Niederrheinischen Verein für Luftschiffahrt reits in Besprechungen am Sonnabend Abend behandelt wor- und der Rheinisch- Westfälischen Gesellschaft für Motorlust den war, zur Verhandlung fam, wurde der Antrag des Vor- schiffahrt gegen den Verbandsvorstand erhobenen Anschuldi standes beraten, eine Kommission einzusehen, die das Grund- gungen als völlig unberechtigt und weist sie auf das schärffte gesetz des Verbandes einer Revision unterzieht, um dem Ende zurück. Mit dem im Nachtrag zu dem fraglichen Rundschreiben Oktober in Stuttgart stattfindenden ordentlichen Deutschen ergangenen Schreiben dieser beiden Vereine, worin das Be Luftfahrertag den Entwurf eines neuen Grundgesetzes vorzu- dauern über die Form des Rundschreibens ausgesprochen wird, legen. Der Vorsitzende Erz. v. Nieber begründete diesen An- können wir uns nicht zufrieden geben. Ich erkläre, daß Herr
treten.
Rückgang in der Berliner Sozialdemokratie. Berlin, 26. August. In einer Versammlung der Wahlvereine der Sozialdemokratie Groß- Berlins erklärte der Vorsitzende des Verbandes, Ernst, der ,, Morgenpost" zufolge, daß in der Berliner Parteiorganisation im letzten Jahre keine nennenswerten Fortschritte zu verzeichnen seien. Der Kassieret teilte mit, die Beiträge der männlichen Mitglieder seien gegen
Der Sturmgefang der Liebe.
Roman von Robert Heymann.
( Nachdruck verboten.)
( 23. Fortiehung.) Er sah eine Weile nachdenklich zur Decke empor, dann ruhte sein Auge auf der Schwester und ein Leuchten zog über sein Gesicht.
,, Ruth, Du hast einmal zu mir gesagt, Du suchtest nach einer Bestimmung, die Dich ganz befriedigen könnte!" Ja, ja, das habe ich gesagt! Und ich schwöre Dir, nichts würde mich glücklicher machen, als wenn ich Dir alles sein fönnte das, was Dir fehlt. Laß mich Deine rechte Hand ersetzen, laß mich alles tun, was sie getan hat. Dir bleibt doch die Energie, die Kraft und der Geist, laß mich nur den ausführenden Teil Deiner Pläne sein und Du wirst sehen, wieviel Kraft ich habe, und wie mutvoll ich bin!"
-
-
-
Er lächelte voll Liebe über ihren Eifer. ,, Gestern, vielleicht vor einigen Tagen noch, würde ich die ses Opfer angenommen haben, Ruth. Nun aber glaube ich. würde Dir die zürnen, die das Recht hat, mir den verlorenen Arm zu ersehen. Möchtest Du Dich mit ihr in Verbindung Sezen?"
12
Mit jener? Deretmillen Du so verwundet warst?" Es sprach etwas wie verhaltener Haß aus ihr. „ Ich will Dir alles erklären, Schwester. Seze Dich still hierher und höre mich an."
willen," sagte sie warm, als er geendet.
Ruth nidte. Sie wollte das schon alles arrangieren und ins Geleise bringen.
Am nächsten Tage fuhr sie nach Friedrichswert. Man hatte Renate in der Tat noch nichts gesagt. Es bereitete Oldenskott dämonisches Vergnügen, ste im unklaren zu lassen. Sie hatte doch Rudolf mit heiler Haut zurückkehren sehen, hatte gewußt, daß das Duell stattgefunden. Also war er verwundet worden. Bielleicht tot.
Sie hatte sich mit erschütternder Klage an den Bruder gewandt und ihm wenigstens die Versicherung abgerungen, daß er, der andere, nicht tot sei.
Ziellos und verzweifelt wanderte sie die ganze Nacht im Schlosse auf und nieder, auf eine Nachricht von ihm wartend. Sie war ja ganz hilflos. Mit ihrer Energie war es zu Ende, seit sie den höchsten Grad ihrer Kraft verbraucht hatte. Jezt war sie ganz abhängig von ihm und konnte nichts tun ohne ihn.
Da tam Ruth. Man ließ sie vor. Sie erzählte alles, und Renate zögerte feine Minute, ihr zu folgen.
Und doch war es ein Entschluß, der an ihrem Herzen nagte. Sie liebte die Mutter trog aller Härte, die sie bei ihr gefunden. Wie es ihr beibringen? Wie sich von ihr verabschieden? Und was wurde aus Jsa?
Diese Fragen quälten sie noch, als Rudolf mit Oldenstott eintrat.
,, Wir möchten Dich fragen, was Du vorhast, Renate?" fagte Rudolf.
„ Ich will geher Rudolf nickte.
ihre Früchte getragen. Er war zu ihm gegangen, hatte lange mit ihm unterhandelt und als Ergebnis jene Artikel mitge bracht, welche Joachim Remmert seinerzeit gegen die„ Gesell schaft für natürlichen Küstenschutz" geschrieben, in denen er Edelmann moralisch vernichtet, den Aufsichtsrat der Fahr lässigkeit und schlimmerer Dinge bezichtigt und in deren Folge der Graf von Friedrichswert aus dem Leben hatte scheiden müssen.
„ Wir haben schon einmal über das Thema gesprochen," sagte Oldenskott etftg.„ Sier liefere ich Dir den Beweis, daß meine Behauptung nicht blind aus der Luft gegriffen ist. Joachim Remmert hat, wie ich meine, mit vollem Bewußtsein Streich um Streich gegen den Grafen von Friedrichswert ge führt, bis er ihn gefällt; er hat ihm faltblütig den Weg ver schlossen und aus dem Leben getrieben. Und nun will er die Tat krönen, indem er die frevlerische Hand nach der Tochte des Toten ausstreckt."
Er nickte vor sich hin, befriedigt über die pathetische Wahl seiner Worte. Rudolf blickte Renate finster an. Sie warf einen langen Blick auf Ruth, dann auf Rudolf, dann auf Oldenskott. Mit einer hastigen, gierigen Handbewegung ri sie die Blätter an sich. Sie schien zu vergessen, wie viel Zeugen sie hatte; sie fiel auf einen Sessel und las. Sie vergaß und bedachte nicht, daß diese Artikel gegen May Edelmann gerich tet waren, daß Joachim Remmert in Wahrung gerechter Jn teressen gehandelt, daß er so hatte handeln müssen, daß e gar nicht anders gedurft hätte. Daß sein Kampf ein ehrliche Und er begann zu erzählen, was er ihr bisher verschwiegewesen, ein Kampf gegen Fäulnis und Unverstand, daß a gen hatte. Alle jene fleinen Dinge und Ereignisse, und wie ste von der Existenz des Grafen von Friedrichswert gar nichts sich zugespitzt hatten, und auch das, daß er fordernd in den Ich habe mein Wort gegeben, Dich nicht aufzuhalten. gewußt, daß er den Kampf rein unpersönlich geführt. Sie Palast derer von Friedrichswert gedrungen war und wie Du bist also frei, und ich habe nicht die Macht, zu verhindern, las nur die Worte und dachte an den unglücklichen Vater und sich Renate dabei benommen, das hatte sie bis jetzt alles daß Du auf das Geschlecht derer von Friedrichswert Schmach empfand jeden abgeschnellten Pfeil als Todeswaffe, die das nicht gewußt. häufft!" Herz des einsamen Mannes durchbohrt hatte, und dazu las Ich werde ste wie eine Schwester lieben um ihrer Treue Warum häufe ich Schmach auf diesen Namen?" fragte sie unter jedem Artikel in unbarmherzigen Lettern: Joachim Renate leidenschaftlich. ,, Weil ich meinem Herzen folge und Remmert. ,, Sie verdient es, Ruth! Möchtest Du Dich nun mit ihr den zum Manne begehre, den ich liebe? Darum? Ist das eine Die Blätter flatterten zu Boden; in sich zusammengefun in Verbindung sezen?" solche Sünde vor Gott, dann ist alles Trug, was man mir( ten saß sie da, lange Zeit, bis endlich ein tiefer Seufzer sich aus „ Gern! Heute noch! Solf is the schreiben? Oder findest ihrer todwunden Brust löste. Du es nicht besser, ich fahre selbst hinüber und sage es ihr?" von Kindheit auf als heilig gepriesen hat..." ,, Du täuschest Dich," ließ sich jetzt der Baron vernehmen. „ Ich halte es für besser, wenn Du hinüberfährst und sie darauf vorbereitest! Man hat es ihr sicher verschwiegen, und Daß Du einen Mann, der durch seinen Stand und seine ich wünschte, Du möchtest es ihr so beibringen, daß sie sich Geburt Deiner nicht würdig ist, zum Manne begehrst, ließe gleich des Auswegs bewußt ist, der uns beiden bleibt. Denn sich ertragen, und ich würde zum Schluß vielleicht auch die um alles in der Welt soll vermieden werden, daß sie Schmerz Ueberwindung finden, zurückzutreten, denn es gereichte mir leidet, noch weniger, daß sie Mitleid empfindet. Das Bewußt- vielleicht auf die Dauer nicht zur Ehre, mit diesem Manne zu sein, bemitleidet zu werden, ist mir verhaßt. Das macht so rivalisieren. Daß Du aber dem Mörder Deines Vaters die Hand reichen und ihm den Herd begründen willst, das erscheint Du bist ein merkwürdiger Mensch," sagte Ruth. ,, Darf Rudolf und mir als eine Tat, die einer zweiten Klytämnestra würdig wäre." ich sie mitbringen?" Ruth lehnte sich fassungslos an die Wand und Renate ,, Wenn sie den Wunsch hegt, dann spreche mit Vater und Mutter. Du mußt auch sie langsam vorbereiten und ihnen trat mit einem Aufschrei zurück. ,, Was sagst Du? Bist Du von Sinnen' nicht gleich alles sagen. Sie sind ja daran gewöhnt, daß ich abwesend bin, und so schnell wird sich die Sache nicht herum- Oldenskott griff in die Brusttasche. Er war zwei Tage sprechen. Ich vertraue auf Deinen Taft, Ruth. Sie müssen verreist gewesen und am heutigen Morgen aus Berlin zurüdRenate aufnehmen wie eine Tochter und müssen ihr die Liebe gekehrt. Die kurze Bekanntschaft, die er mit Max Edelmann nach dessen Ueberfall auf Joachim Remmert geschlossen, hatte bundertfältig vergelten, die sie für mich hegt."
schwach!"
,, Sie haben ja gesehen berichten Sie ihm- ich fage ihm Lebewohl für alle Zeiten-" Kurt von Oldenskott richtete sich triumphierend hoch auf Rudolf lächelte bitter.
Ruth tastete sich die Wand entlang und floh wie ein ge
hetztes Wild. Den jungen Offizier aber dauerte die Schwester. ging auf sie zu und nahm ihre Hand in die seine:
Er
den."
Du wirst es überwinden, Renate! Du mußt es überwin
Doch sie schüttelte den Kopf.
,, Das überwindet man nicht nie mehr, es ist etwas zerbrochen in mir laßt mich allein!"
Ein Altar, den sie in ihrem Herzen gebaut hatte, lag in Trümmern; die Seele war eine öde Wüste geworden, wo vo: kurzem noch ein reicher Garten geblüht. ( Fortsetzung folgt.)
