Fleischteuerung.
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des Friedens. Wie die„ Morgenpost" berichtet, schreibt die waren. Da sie nun auch keine Arbeit finden konnten und das Gräfin den deutschen Text zu einer romantischen Operette, die Fechten für sie nur ein mageres Ergebnis hatte, beschlossen Berlin. 27. August. Die„ Norddeutsche Allgemeine Maestro Toselli für das Mailänder Musikhaus Sonzogno sie, die ungaftliche Stadt der Städte zu verlassen und wieder Zeitung" schreibi in dem erwähnten Artikel über die Fleisch- komponiert hat. Die Operette wird ihre Uraufführung im nach der teuren Heimat zu wandern. versorgung, eine Viehteuerung sei unbestreitbar, diese aber kommenden Februar erleben. Der deutsche Text wird von Sich durchfechtend, und in Ställen und Scheunen ihr auf eine ungenügende Leistungsfähigkeit der deutschen Land- dem Dichter Beni ins Jtalienische übersetzt. Nachtquartier aufschlagend, kamen sie schließlich bis St. Mene: wirtschaft zurückzuführen und eine Abhilfe nur in einer erUnsittliche Postkarten. Seit einiger Zeit hould bei Verdun. Dort traf sie das Mißgeschick, daß ein weiterten Öffnung der Grenzen und in einer Erleichterung tauchten in Berlin unzüchtige Postkarten auf, die allen An- Gendarm sich lebhaft für sie interessierte und nach dem Woher der Vieh- und Fleischeinfuhr zu erblicken, sei unberechtigt. schein nach im Inlande hergestellt waren. Die Beobachtungen und Wohin, Papieren und Geldmitteln fragte. Alles wat Zahlen über die Schlachtungen im Deutschen Reiche erbringen der Zentralstelle zur Bekämpfung des Schmuzes in Wort schon in der Ordnung, außer den Barmitteln. Es half alles vielmehr den Beweis, daß die Landwirtschaft trotz aller Schä- und Bild" ergaben, daß die Karten von einem Händler, der nichts, sie mußten, als der Vagabondage dringend verdächtige digung ihrer Viehzucht durch die Mißernte des Jahres 1911 seinen regelmäßigen Stand in einem der größten Cafés der Individuen, mit zur Gendarmerie, wo sie eingesperrt und am in allen als Viehfutter in Betracht kommenden Früchten und Friedrichstadt hat, betrieben wurden. Die Vermutung, daß anderen Tage dem Richter vorgeführt wurden. Unter Zuzie: trotz ungeheurer Verluste durch die Maul- und Klauenseuche dieser Händler, auf dessen Stand noch einige Karten gefun- hung eines Dolmetschers stellte dieser ein Verhör mit ihnen doch mehr Schlachtvieh an den Markt gebracht hat, als im den wurden, auch der Hersteller set, bestätigte sich. Bei einer an, und fragte sie, ob sie keine Lust hätten, sich zur FremdenVorjahre. Nach Feststellung des Kaiserlichen Gesundheits- Durchsuchung seiner Wohnung im Osten Berlins wurde auf legion anwerben zu lassen. In ihr würden sie ausgezeichnet amtes ist der zum Verbrauch verfügbar gewesene Fleischvor-| dem Boden ein Sack voll Platten, die zur Anfertigung dien- verpflegt und besoldet, bekämen fremde Länder zu sehen und rat noch um 2,2 Kilogramm größer gewesen als 1910. Eine toit, eritdeckt. Der Händler hatte die Originale der Bilder könnten es, wenn sie sich ordentlich aufführen würden, leicht zu Die Bewegungen der Fleischpreise sind keine einheitlichen. Die Wege Nachbildungen hergestellt. Die Platten und Bilder etwas bringen. Die Burschen, welche nur Schlimmes, aber Fleischpreise sind seit Anfang der 70er Jahre des vorigen wurden beschlagnahmt, der Händler wurde verhaftet und dem noch nichts Gutes von der Legion gehört hatten, ließen diese Verlockungen völlig kalt und sie bemerkten dem Richter:„ Nir Jahrhunderts fast ununterbrochen hinaufgegangen. Bei falUntersuchungsrichter vorgeführt. * Giftige Pilze. Unter Bezugnahme auf den in Fremdenlegion". Dieser sagte ihnen dann, daß sie auf einige lenden Bichpreisen sind sie nur zögernd und niemals in vollem Nr. 133, 3. Beilage, enthaltenen Artikel wird darauf hinge: Wochen eingesperrt würden, wenn es ihnen nicht gelinge, sich Umfange zurückgegangen. Die Ursachen hierfür sind mannig wiesen, daß der„ Kosmos" als naturwissenschaftliches Fach- Geldmittel zu beschaffen. Sie kamen dann auch ins Gefäng fach. Die Unkosten des Fleischergewerbes sind verhältnis blatt in Nr. 6 dieses Jahrganges den erwähnten Rat( das nis, wo sie einige Tage bei einer einmal täglich verabreichten mäßig in erheblich größerem Maße gestiegen als die Vieh- Abgießen des 1. Kochwassers) ausdrücklich als unrichtig be- Wassersuppe und trockenem Brot einige Tage brummten. Erst preise. Es sei nur erinnert an die erhöhten Ladenmieten, zeichnet, insofern als er durchaus nicht für alle Pilze gilt. als für einen der Burschen das erbetene Geld von Hause an die Steigerung der Gesellenlöhne, die Ansprüche der Sanitäts- Der„ Kosmos" beruft sich auf die Untersuchungen der fran- tam, das er mit seinen Kameraden teilte, wurden sie ent polizei und des Publikums. Dazu kommt die vielfach beob= zösischen Forscher Radais und Satory, die festgestellt haben, lassen. Mit großer Bitternis über das Land der„ Freiheit, achtete Borgwirtschaft der Konsumenten beim Fleischer, häufig daß sowohl der bekannte Fliegenschwamm wie auch der dem Gleichheit und Brüderlichkeit“ erfüllt, fuhren dann die Bur auch seine eigene finanzielle Abhängigkeit von Großschläch- Champignon ähnliche Knollenblätterschwamm durch Abkochen schen nach Mez und sind von dort nach ihrer Heimat zurüc tern, Kommissionären oder Händlern. Die Erzeugung des nicht entgiftet werden. Der„ Kosmos" schließt seinen Artikel gewandert. Viehs ist immer kostspieliger geworden durch die sozialen mit folgendem Satz:„ Das vermeintliche Unschädlichwerden Und nun die Moral von dieser Handwerksburschenge Lasten, Lohnsteigerungen, Leutemangel und viele andere sämtlicher Giftpilze durch Behandlung mit stedendem schichte. Schäden des Landwirts, sein Schlachtvieh höher zu verwerten. Wasser erweist sich somit als ein Märchen, das viel Unheil Die Franzosen scheinen es ganz besonders auf mittellofe Daß die Behauptung der Fleischer über Fleischnot und Vieh- anrichten kann, wenn es geglaubt wird." Vielleicht tragen deutsche Handwerksburschen, welche alljährlich zu Tausenden mangel von der politischen Presse für Parteizwecke aufgenom- diese Zeilen dazu bei, daß dieses Märchen künftig nicht mehr nach Frankreich wandern, als höchst willkommenes Kanonen men und ausgebeutet wurde, hat sicher dazu beigetragen, daß geglaubt wird. futter für ihre Fremdenlegion abgesehen zu haben. Selbst die Viehpreise immer mehr anzogen. Denn erst dadurch ist es- Ein Schlächter gegen dte hohen Fleisch richterliche Behörden in Frankreich erniedrigen sich, wie aus dem Landwirt klar gemacht worden, daß sein Vieh eine be- preise. Im Anzeigenteil des Eichsfelder Tageblatts ver- dem geschilderten Falle hervorgeht, zu Werbern, und drohen, gehrte Ware set, und er dabei mehr als bisher auf Preise öffentlicht ein Schlächter aus Heiligenstadt folgende Anzeige: wer auch nicht unmittelbar, so doch in recht greifbarer Weise, halten könne. Eine weitere Folge der hohen Preise war eine„ Da ich meiner Kundschaft nicht zumuten tann, noch höhere den wegen einfacher Mittellosigkeit festgenommenen deutschen Vermehrung insbesondere der Schweinehaltung, die zeitweise und unangemessenere Preise zu zahlen, so lasse ich vorläufig Staatsangehörigen mit Freiheitsentziehung, wenn sie sich nicht eine Überflutung der Märkte mit Schweinen verursachte. Die nicht schlachten. Karl Loeffelholz." geneigt zeigen, sich anwerben zu lassen. Was ist das anders Preise erreichten im Frühjahr und Sommer 1911 einen TiefDas Defizitim Vermögen der Herzogin als eine„ Nötigung", unwürdig eines Kulturstaates, wie es stand, der die Schweinehaltung zeitweise unrentabel machte. von Genua, das, wie berichtet wird, in der Höhe von Frankreich ist und sein will! Es handelt sich hier durchaus Von billigen Schweinepreisen hat aber trotzdem in den großen einer Million Line festgestellt worden ist, hat jetzt seine Auf- nicht um eine Einzelerscheinung, dem Amtsmißbrauch eines Städten niemand etwas gemerkt. Die landwirtschaftliche Erklärung gefunden. Ein Telegramm aus Rom meldet: Die einzelnen Beamten, wie er schließlich überall einmal vor zeugung iſt aber abhängig von einer Reihe unbeeinflußbaren Königin- Mutter Margherita, der Herzog von Genua und einzelnen Beamten, wie er schließlich überall einmal vor Umständen, so von dem Ausfall der Futterpreise. Gewisse mehrere Rechtsbeistände wohnten der Eröffnung des Testa: oben gefördertes System. Die Franzosen behaupten immer, tommt, sondern um eine ständige Erscheinung, um ein von Schwankungen der Viehhaltung sind daher unvermeidlich. Die ments der kürzlich verstorbenen Herzogin- Mutter Elisabeth oben gefördertes System. Die Franzosen behaupten immer, starke Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche und die Miß- von Genua bei. Die Verstorbene setzt zahlreiche Legate aus, daß es keine Werber für die Legion gebe. Die Tatsachen stra ernte des Jahres 1911 haben die eigentliche Viehmast so ge- deren Gesamtbetrag indessen den Betrag des hinterlassenen fen aber diese Behauptung Lügen. Polizei und Gendarmerie, waltig verteuert, daß sie entweder eingeschränt: werden mußte Vermögens beträchtlich übersteigen. Dies erklärt sich daraus, ia selbst eine richterliche Behörde, wie man aus dieser Hand oder nur bei stark gesteigerten Viehpreisen noch möglich war. daß die Herzogin wegen ihres leidenden Gesundheitszustandes werksburschengeschichte ersteht, tun in Frankreich Werbedienste An einem gesteigerten Biehangebot hat es dennoch nicht ge- von ihrer Umgebung in Unkenntnis darüber gehalten worden für die Fremdenlegion, und zwar oft genug mit sittlich ver fehlt und eine Vermehrung der Viehhaltung hat noch weiter war, daß ihr Turiner Bankier vor einiger Zeit ungefähr eine werflichen Mitteln. Million Lire ihres Vermögens unterschlagen hatte und ge- Ebenso kulturwidrig wie die Einrichtung der Fremden stattgefunden. Neben der Vermehrung der Schweine hat sich flüchtet war. Königin- Mutter Margherita dürfte die Legate legion schon an sich ist, nicht minder sind es die Mittel, welche auch der Rinderbestand noch vergrößert. Die Steigerung der ihrer Mutter bezahlen, da keine Aussicht vorhanden ist, von vielfach angewandt werden, um sogenannte Freiwillige für sie Schlachtviehpreise ist darauf zurückzuführen, daß die unge- dem geflüchteten Bankier etwas zurückzuerlangen. zu gewinnen. Dieselbe Nation, die sich so gern als Beschüzerin wöhnlich günstige und sich immer weiter aufwärtsbewegende Der Unterwasserfettensprenger. Nach der Menschenrechte aufspielt, tritt die Menschenrechte mit allgemeine wirtschaftliche Konjunktur die Kaufkraft der Be- langer Zeit tiefen Schweigens gibt der„ unsterbliche" Hou- Füßen, indem sie die Not armer Menschen mißbraucht, um ste völkerung und damit die Nachfrage nach Fleisch höher als dini, der in Deutschland vor einigen Jahren so große Lor- zur Hergabe von Diensten zu veranlassen, wozu sie sich bei früher gehalten hat. Dies ist ein sehr erfreuliches Ergebnis beeren geerntet hat, wieder ein Lebenszeichen von sich. Jüngst Freiheit des Willens nicht bereit erklärt hätten unserer Wirtschaftspolitik und gleichzeitig auch das sicherste gab er im" Cast River in Newyork eine Vorstellung, die Ob solche Zustände möglich wären, wenn die deutsche Re Mittel für eine Rückkehr zu normalen Viehpreisen. Die gün- selbst den verwöhnten Amerikanern den unentbehrlichen gierung sich etwas besser, wie es jetzt geschieht, seiner bedrohten stige Rauhfutterernte dieses Jahres und die guten Aussichten Nervenfitel gebracht hat. Die ganze Aufmachung war aber Staatsangehörigen in Frankreich annehmen würde? auf eine Hackfruchternte bieten die Gewähr, daß die Landwirt- auch dementsprechend! Auf einem Leichter inmitten des Flus- Schwerlich. schaft alle Kraft anwenden wird, die ungünstigen Einwirtun- ses ließ Houdini sich in eine etwa 1 Meter lange, 50 3enti- Allerdings hat die deutsche Regierung fein Recht, sich in gen des Jahres 1911 auf die Viehhaltung wieder zu beseiti- meter breite und 40 Zentimeter hohe Kiste aus schweren die inneren Angelegenheiten der Fremdenlegion einzumischen, gen. Die starke und rasche Vermehrungsfähigkeit der Schweine- Bohlenbrettern, die genau auf irgend welche geheime Mecha- wohl aber bei der französischen Regierung vorstellig zu wer produktion gestattet angesichts der diesjährigen guten Ernte nismen hini untersucht worden war, einnageln. Vorher hatte ben, wenn bei deutschen Staatsangehörigen durch mittelbaren die Hoffnung auf eine nicht allzu hinausgeschobene Rückkehr man ihn an Händen und Füßen mit den modernsten Hand- oder unmittelbaren 3wang seitens französischer Behörden ver zu niedrigen Preisen. und Fußschellen gefesselt; die gewiegtesten Kriminalisten und sucht wird, sie zum Eintritt in die Fremdenlegion zu bewegen. erfahrensten Verbrecher hielten ein Entkommen für unmög- Es ist nicht genug damit, daß vor dem Eintritt in die Frem lich. Ueberdies war die Kiste mit zusammengeschmiedeten denlegion gewarnt wird, unserer Regierung hat auch die Eisenbändern umschlossen. Nun wurde sie in den Fluß ge- Pflicht, dafür nach Möglichkeit zu sorgen, daß dort wenigstens * Berlin, 28. August. Eine Anzahl vom Spielen worfen, nachdem zuvor noch einige Luftlöcher hineingebohrt tein Deutscher hingerät, ohne bei seiner Entschließung im Be zurückkehrender Kinder, unter denen sich auch ein 14jähriger worden waren, damit das Wasser um so leichter eindringen fik seiner vollen Willensfreiheit zu sein. Und das liegt in Knabe befand, begegnete einem anderen Knaben, der sich konnte. Atemlos standen Hunderttausende an den Ufern, das ihrer Macht. Ihre bisherige Passivität in dieser Beziehung iz seiner vollen Willensfreiheit zu sein. Und das liegt in thnen mit einem Revolver entgegenstellte und die Worte aus Wasser wimmelte von Fahrzeugen, und lautlose Stille rief:„ Hände hoch ober ich schieße!" Diese Zumutung wurde schwebte über dem sonst so geschäftigten Fluß. Ein jeder macht die Franzosen immer dreister bei ihren Anwerbungs mit Lachen zurückgewiesen. Doch der Scherz sollte bald zum fonnte sich das Gefühl nicht erwehren, daß dort unten ein versuchen. So aber fann's unmöglich mehr weiter fortgehen. blutigen Ernst werden. Die Waffe ging los und verlegte den Mensch mit dem Tode rang. Die Gefunden vergingen wie Es ist doch schließlich nicht gleichgültig, daß Tausende von 14jährigen Knaben schwer am Kopfe. In der Aufregung Stunden. Plöglich allgemeine Bewegung. Houdini taucht nach Deutschen in fremdem Militärdienste stehen, dazu noch in rannte der jugendliche Täter davon. Die tollsten Gerüchte genau einer Minute und zehn Sekunden aus dem Wasser auf einem Lande, das uns durchaus nicht freundschaftlich gesinnt ist. über ein angebliches Revolverattentat eines Mannes waren und schwimmt gemütlich zum Boot, das seiner wartet. Die alsbald im Umlaufe. Die von der Polizei aufgenommene Kiste wurde ans Tageslicht geholt, an der nicht der geringste Untersuchung hat den wahren Sachverhalt ergeben. Der ver- Sumbug" festgestellt werden konnte. lette Knabe ist in das Krankenhaus gebracht worden.
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Vermischtes.
Dandel u. Verkehr.
Er hats getroffen.„ Ja," fährt der Professor** Leipzig, 28. August. Die große Leipziger Herbst Hamburg, 28. August. Beim Ausladen von fort im Gespräch mit dem ihm soeben vorgestellten Herrn, messe hat trotz ungünstigen Wetters mit erfreulichen Umsäzen Quebrachoſtämmen, die für die Lederwerke Sager in Neu-„ ich habe das Studium der Gesichtszüge eifrig betrieben und begonnen. Die Musterschau, an der sich über 3750 Firmen be münster eingetroffen waren, wurde in einem Baumstamm es gelingt mir fast immer, aus dem Gesicht sofort den ganzen teiligen, ist ganz hervorragend, besonders in den kunstgewerb versteckt eine 1,20 Meter lange Eidechse entdeckt. Das Tier Menschen zu erkennen. Sehen Sie zum Beispiel die Dame da lichen Branchen und im Spielzeug, von dem für etwa 90 Mil lebte noch, obwohl es auf der Reise von Argentinien monate- hinten: ihre Gesichtszüge sind mir ein aufgeschlagenes Buch. lionen Mark ins Ausland gehen. Auf der Schaumesse gibt es lang ohne Nahrung gewesen war, und erholte sich wieder. Das Rinn verrät Willensstärke, Trotz, ja Eigensinn; die diesmal mehr zu bestaunen und zu besehen als in früheren * Leipzig, 28. August. Mit der neuen Luftschiff- scharfgeschnittene Nase ein herbes, lasterhaftes Temperament, Jahren. halle, die drehbar eingerichtet werden und zwei Luftschiffe auf der große Mund Genußsucht, die Augen Trockenheit der nehmen soll, wird Deutschland die 28. große Ballonhalle er** Frankfurt a. M., 27. August. Der Direktor des Herrlich, Herr Professor, wirklich herrlich!"" Ja, halten. Die Baukosten werden sich auf etwa 800 000 Mart fennen Sie denn die Dame?"" Ob ich sie fenne! Sie ist Credit Lyonnais in Paris reiste nach einer Meldung der Frff. 3tg. im Einverständnis mit dem russischen Ministerium meine Frau." nach Peking, um dort die Gründung einer Bank vorzunehmen.
belaufen.
Seele
Deutsche Handwerksburschen und die französische Fremdenlegion.
Litterarisches.
München, 26. August. Ein neuer Trick, um Saccharin zu schmuggeln, ist in Lindau entdeckt worden. Dort mußte von dem dort nachts durchkommenden D- Zug ZürichMünchen ein Wagen abgehängt werden. In den Harmonikafalten des D- Zuges wurden 18 Klg. Saccharin gefunden. Die Schmuggler wurden nicht entdeckt. Beim ersten Erscheinen der Frühlingssonne erwacht die Wien, 28. August. Gestern Mittag hat in Baden Wanderlust bei so manchem jungen Deutschen. Er will hinaus der erste gerichtlich vorgeschriebene Versöhnungsversuch awi- aus seinem beengenden Kreis und sich die Welt und ihre schen der auf Ehescheidung bestehenden Frau Hofrichter und Schönheiten anschauen. So erging es auch dieses Frühjahr bem gewesener Oberleutnant und bekannten Giftmischer statt- drei jungen Burschen aus der Lohngegend. Es zog sie nach gefunden. Frau Hofrichter hat ihren Mädchennamen Geres- Paris, dem modernen Babylon an der Seine, von dem sie vaterlandelolen Sozialdemokratie nechten lassen, über die wahren Biele der dorfer wieder angenommen. Hofrichter wurde unter starter schon viel schönes gehört und gelesen hatten. Gar vieles militärischer Bedeckung in einem Zellenwagen von der nahen wollten sie dort schauen und genießen, auch versuchen zu arStrafanstalt herbeigebracht. Er erklärte trot Abratens seines beiten. Aber ach, wie groß war ihre Enttäuschung, als sie Verteidigers, daß er darauf bestehe, den gerichtlich vorgeschrie- an ihrem Ziele endlich anlangten! 3war gab es viel für sie benen zweiten Versöhnungsversuch noch fortzusetzen. zu sehen, aber wenig zu genießen, sintemalen sie keine VerRom, 27. August. Am Ehehimmel der Gräfin gnügungsreisende mit vollgespickter Börse, sondern nur einMontignose und ihres Gatten Toselli scheint wieder die Sonne fache Handwerksburschen mit einigen Sous in der Tasche Berlag, Redaktion und Rotationsdruck von Ih. Süß, Wilhelmshaven
Gingegangene Bücher und Zeitschriften; Besprechung nach Auswahl borbehalten. Der Soziale Boffsfalender 1913 ist soeben erschienen. Er hat sein bisheriges schlichtes, grünes feleid abgelegt und erscheint in schmucken, vlers farbigem Gewande. Der Inhalt ist wie immer bieljeltig und zeitgemäß, und wieber haben sich zahlreiche, besonders auf sozialem Gebiet bewährte Feder selbstlos in seinen Dienst gestellt, um weite Boltstreife, die sich von roten Bartet aufzuklären, und um schwankende Volksglieder in der Treue und Hingabe für Kaiser und Reich, Fürst und Baterland zu befestigen und 3 begeistern. Treß der erwähnten äußeren Vorzüge und troß der erhöhten Saß- und Drucklosten wird der Kalender zum alten Preise abgegeben: 100 und und Stück für 7 Wt. portos und verpackungsfret. Weniger als 100 Stüd nut gegen Nachnahme und Ersaß von Perto und Verpackung. Für die Provin Hannover ist eine Sonderausgabe erschienen, die zu bestellen ist beim Schriften vertrieb des Provinzialverbandes evangelischer Arbeitervereine in Hannover, Stolzestraße 6.
