Der Herzogregent hat sich anerkennend über das Luftschiff Friedrich- August- Brücke heran, um auf dem Theaterplay Auf-| genehmigt worden. Die Kohlenunterschleife bei den Eisen­und die Führung wie über die Halle und die für das Luftschiff stellung zu nehmen. Es folgten vom Poetplage her mit dem bahnen betrugen allein fünf Millionen Mark jährlich. Es vorhandenen Einrichtungen geäußert. Torgauermarsch die Artilleriekapellen, während von einer wird über die Reorganisation des ganzen Eisenbahnbetriebes Villa Coublay, 29. August. Der Flieger Brinde- dritten Seite sodann die Trompeter der Kavallerie mit dem und eine etwaige teilweise Verpachtung der Staatsbahnen jonc ist heute früh 5 Uhr 26 Minuten zum Fluge nach Berlin Hohenfriedberger Marsch anrückten. Es wirften 31 Regiments: an ausländische Gesellschaften beraten. aufgestiegen, um 7 Uhr in Mezieres gelandet und um 7 Uhr fapellen und die Kapellen von sechs selbständigen Bataillonen 20 Minuten wieder weiter geflogen.

mit. Viele Tausende wohnten der glänzenden Aufführung bei. Das Wetter ist warm und schön. Nach dem Zapfenstreich ver­ließ ein Teil der Fürstlichkeiten noch in der Nacht Dresden, während ein anderer Teil im Laufe des morgigen Vormittags die Stadt verlassen wird. Der deutsche Kronprinz fährt mor­gen früh um 8 Ühr im Automobil nach Berlin.

Ausland.

Die Dresdener Festtage. Dresden, 29. August. Heute Vormittag 9 Uhr 40 Min. sind der König von Sachsen, der deutsche Kronprinz und die sächsischen Prinzessinnen im Sonderzug nach 3eithain abge­reist, wo ihre Ankunft um 10 Uhr 40 Min. erfolgt ist. Die anwesenden fürstlichen Gäste des Königs, namentlich die Großherzöge von Baden und Sachsen- Weimar, die Herzöge Washington, 29. August. Der Sekretär des Acker­von Sachsen- Koburg und Gotha und von Sachsen- Altenburg, bauamtes hat die Absicht bekannt gegeben, die Einfuhr von die Prinzen Ludwig von Bayern und Eitel Friedrich von Kartoffeln zu verbieten, durch die die Kartoffelfäule einge Preußen und der Erbprinz von Sachsen- Meiningen sowie schleppt worden sei. Von der Maßnahme werden u. a. Deutsch­Prinz Sizzo zu Schwarzburg und der Fürst zu Hohenlohe- land und Desterreich betroffen. Bartenstein waren bereits um 9 Uhr 21 Minuten nach Zeit­bain abgereist. Um dieselbe Zeit waren dorthin abgereist die sächsischen Prinzen und die zur Parade geladenen militärischen Gäste, darunter die Generalfeldmarschälle von Bock und Bo­lach und von der Golz, der preußische Kriegsminister General von Heeringen, der Chef des Generalstabes der Armee Gene­ral von Moltke, die fremdländischen Militärattachees usw. Das Wetter ist sehr schön. In Extrazügen, Wagen, Automobi­len und zu Fuß strömten gewaltige Menschenmengen nach dem Paradefeld, wo große Tribünen errichtet worden sind.

Das neue Programm der Schweizerreise. Bern, 29. August. Der Bundesrat hat die amtliche Mit­teilung erhalten, daß der Besuch des deutschen Kaisers be­stimmt stattfindet. Mit einigen fleineren Aenderungen und unter Fortfall des Gebirgsausfluges ist das Programm wie folgt festgesetzt: Die Anordnungen für den 3. und 4. Septem ber bleiben unverändert. Am 5. September, Donnerstag, wird der Kaiser mit einem schweizerischen Sonderzug ins Manöver­gelände fahren und mit demselben Zuge etwa um 11 Uhr vor­mittags nach Zürich zurückkehren, anstatt wie vorgesehen, so­gleich nach Bern zu fahren. Dannerstag Nachmittag und Frei­tag bleibt der Kaiser in Zürich zur Erholung. Freitag Mittag 12 Uhr erfolgt die Abfahrt des kaiserlichen Hofzuges nach Bern, wo die Ankunft um 2 Uhr 30 Minuten nachmittags vorgesehen ist. Während der Fahrt Zürich- Bern findet Früh­stückstafel im Hofzuge statt. Freitag Abend 9 Uhr 30 Minuten erfolgt die Abfahrt von Bern zur Rückreise nach Konstanz, über Zürich und Schaffhausen. Die Ankunft in Konstanz Sonnabend Vormittag 9 Uhr.

Marotto.

Die Revolution in Nicaragua. Rochester( Newyork), 29. August. Präsident Taft hat seinen Befehl, die in Panama stationierten Truppen nad Nicaragua abmarschieren zu lassen, anscheinend zurückgenom men, da am Dienstag 2000 nordamerikanische Marinesoldaten in Nicaragua sein werden, und da er ein Telegramm des Kommandanten des Kreuzers Denver" erhalten hat, wonach die Führer der Aufständischen ihm versichert hätten, sie wür den die Verbindung mit Managua und Corinto öffnen. Auch die Regierung von Nicaragua werde an der Aufrechterhal tung dieser Verbindung mitwirken. Taft verhehlt nicht, daß die Lage in Nicaragua ihm Besorgnis einflößt. Sollte er finden, daß die Lage diese Schritte rechtfertigt, so werde er nicht zögern, die nordamerikanische Armee dort in Aftion freten zu lassen.

Newyork, 29. August. Nach einem Telegramm aus Corinto in Nicaragua ist Kapitän Terhune mit 200 nord amerikanischen Matrosen und Seesoldaten in das Aufstands gebiet nach Leon marschiert. Sowohl in Leon als auch in Managua herrsche wieder Ruhe.

Newyort, 29. August. Aus El Paso wird gemeldet, der Rebellenführer Campa habe angekündigt, alle Amerikane und Ausländer in Meriko würden nach dem 15. September niedergemetelt. Die Aufständischen nahmen den Ort Oputo nach verzweifeltem Widerstande ein. Sie schleuderten Dynt mitbombent in die mit Frauen und Kindern gefüllten Häuser,

Der Wirrwarr in der Türkei.

In der Türkei geht tatsächlich alles drunter und drüber. 3u all der Verworrenheit der bisherigen Lage kommt nun auch noch ein Putsch der Jungtürfen. Es wird darüber gemeldet:

Konstantinopel, 29. August. Das jungtürkische Komitee hat in der vergangenen Nacht durch die Gendar merietruppen, die den Polizeidienst hier versehen, den Ra masantrubel zu einem Putsch gegen die Pforte zu benugen versucht. Der Putsch der Gendarmerie, deren Offiziere von jeher dem Komitee ergeben waren, wurde rechtzeitig entdec und mit Waffengewalt blutig unterdrückt. Truppen halter die wichtigsten Punkte der Stadt besetzt. Weiter wird noch gemeldet:

3eithain, 29. August. Um 10 Uhr 40 Min. bestiegen nach der Ankunft des Königs von Sachsen und des deutschen Kronprinzen im Bahnhof am Lager sämtliche Fürstlichkeiten die Pferde und begaben sich auf den Truppenübungsplay, wo der König nunmehr die Parade über die sächsische Armee ab­nahm. Die Parade bedurfte wegen der großen Anzahl der in Parade stehenden Truppen besonderer Vorbereitungen. Für die auf dem linken Elbufer liegenden Truppen waren für den Anmarsch drei Kriegsbrücken bei Moritz, Gröba und Gohlis geschlagen, die schon um 7 Uhr morgens überschritten wurden. Die Truppen standen in zwei Treffen östlich des Baracken­lagers, das 12. Armeekorps am rechten Flügel, im ersten Tref­fen die Fußtruppen, im zweiten die berittenen Waffen, die Paris, 29. August. Nach der Morning Post" soll Fußtruppen und die Feldartillerie in Tiefkolonne, die Ka- sich, wie schon gemeldet, unter den in Marrakesch festgehalte­vallerie in Regimentskolonne. Die Parade befehligte der kom- nen Europäern ein Deutscher, der Vizekonsul von Saffi, Jun­mandierende General des 19. Armeekorps von Kirchbach. Als fer, befinden. Diese Meldung hat laut Boss. 3g." hier sehr der König und die Gäste um 11 Uhr auf dem Paradefelbe überrascht. Im Ministerium des Auswärtigen wird erklärt, erschienen, wurde im Ganzen präsentiert und drei Hurras man habe von der Gefangennahme Junkers keine Kenntnis Konstantinopel, 29. August. Heute Nacht ist ei ausgebracht. Hierauf wurden die Fronten abgeritten, was erhalten. Auch in einem in Rabat eingetroffenen Brief des den Gendarmen aller in den Stadtteilen Galata und Kassim ungefähr eine Stunde dauerte, wonach der König die Rap- Majors Verlet- Hanus findet sich nicht die geringste Anspie- Bascha garnisonierenden Truppenteile eine Meuterei ausge porte der Kriegervereine und der Sanitätskolonnen entgegen- tun, um darüber Aufklärung zu erhalten, und in den Verhand- Die Bewegung brach furz nach Mitternacht los. Einzel lung darauf. Man wird selbstverständlich alles Erforderliche brochen. Der Versuch ist jedoch vollkommen fehlgeschlagen Dresden, 29. August. Bei dem Abreiten der Krieger- lungen mit el Haiba auf Auslieferung der Festgehaltenen, heiten über die Ergebnisse sind noch unbekannt, da die Kom vereine und Sanitätskolonnen auf dem Paradefelde bei Zeit- falls sich die Tatsache beſtätigen sollte, den Fall des deutschen Vizekonsuls ganz besonders in Berücksichtigung ziehen. hain wurden der König und seine hohen Gäste, besonders auch Köln, 29. August. Die Köln. 3tg." meldet aus der deutsche Kronprinz und Prinz Ludwig von Bayern, durch Berlin: Die Nachricht, daß sich der deutsche Konsul Junker zurufe jubelnd begrüßt. Bei der Parade fand nur ein Vor- in Saffi ebenfalls unter den Gefangenen in Marrakesch be beimarsch statt. Der König führte seine Regimenter vorüber. findet, wird hier für falsch gehalten. Nach den hier vorlie­Ebenso gingen auch die übrigen Fürstlichkeiten mit ihren genden Nachrichten haben sich die in Marrakesch befindlichen Truppenteilen vorbei, der deutsche Kronprinz mit dem 2. Gre- Deutschen rechtzeitig zurückgezogen. nadierregiment Nr. 101. Der Vorbeimarsch war um 1.30 Uhr nachmittags beendet. Nach der Kritik ritten die Fürstlichkeiten nach dem Lagerbahnhof und kehrten von dort mittels Sonder­

nahm.

zuges nach Dresden zurück. Im Zuge wurde das Frühstück ein­genommen. Mährend der Parade kreiste eine Flieger- Taube wiederholt über dem Play.

Internationales Recht.

Christiania, 29. August. Das Institut für inter­nationales Recht nahm in seiner heutigen Sizung eine Reso­lution an, in der der Wunsch ausgedrückt wird, die nächste Haager Konferenz möge die Initiative ergreifen zur Errich tung eines neuen permanenten Haager Gerichts, dessen Auf­gabe in der Behandlung rein juristischer internationaler Fragen und in der Entwicklung eines starken internationalen Rechtes beſtehen soll.

Judenhetze.

mandantur alle näheren Nachrichten verweigert. Ausgebrei tete Schußmaßnahmen sind getroffen. Infanterie und Kaval ferie ist nach den wichtigsten Punkten der Stadt entfand worden. Eine Kavalleriepatrouille bewacht die ottomanische Bank. Auch fast alle anderen Banten werden bewacht Heute Morgen herrschhe in der ganzen Stadt wieder Ruhe Vor dem Kriegsministerium stehen drei Schwadronen Ka vallerie. Vom Kriegsministerium wurde die Auskunft er teilt, daß bei dem Zwischenfall sich die Regierungstruppen treu erwiesen haben und daß die Meuterei angeblich von de lungtürkischen Partei angestiftet worden sei. einer Sonderausgabe von dem gemeldeten zwischenfah in de Konstantinopel, 29. August. Jfdam macht f Gendarmerie Mitteilung und sagt, die Gendarmerie hätt eine Kundgebung gegen die Regierung beabsichtigt. Die Regierung werde die Schuldigen schwer bestrafen.

Dresden, 29. August. Heute Abend um 7 Uhr fand in den Paradesälen des Königlichen Residenzschlosses eine Pa­radetafel zu 290 Gedecken statt. Rechts vom König saßen der Konstantinopel, 29. August. Nach der Erklärung deutsche Kronprinz, Prinzessin Johann Georg, der Großherzog von Augenzeugen hielten zehn. Gendarmerieunteroffizier von Sachsen- Weimar, der Kronprinz von Sachsen, der Herzog nachts heftige Reden in einem Kaffeehause zu Galata gegen von Sachsen- Altenburg, die Erbprinz von Sachsen- Meiningen, Warschau, 29. August. Nach Blättermeldungen hat die Regierung. Sie wurden ohne Widerstand von einer Fürst zu Hohenlohe- Bartenstein und Prinz Friedrich Christian in Petrikau eine Heze gegen die Juden stattgefunden, weil vorbeiziehenden Militärwache verhaftet und vor das Kriegs von Sachsen, links vom König der Großherzog von Baden, ein Dienstmädchen verbreitet hatte, daß ihre Dienstgeberin, gericht geführt, wo die Untersuchung noch fortgesetzt wird. Prinzessin Mathilde, Prinz Eitel Friedrich von Preußen, die Frau eines jüdischen Kaufmanns namens Gerber, einen In der Stadt waren übertriebene Gerüchte von einem ui Prinz Ludwig von Bayern, Prinz Johann Georg von Sachsen, Ritualmordversuch an ihr unternommen habe. Das Lokal der Herzog von Sachsen- Koburg- Gotha, Prinz Sizzo von Gerbers wurde von der wütenden Volksmenge vollständig Schwarzburg und Prinz Ernst Heinrich von Sachsen, gegen zerstört. Sodann zog die Boltsmenge in die innere Stadt über dem König hatte der sächsische Kriegsminister, General- und plünderte sämtliche jüdischen Geschäftslokale. Militär oberst Freiherr von Hausen, Platz genommen. Links von die mußte mit der Waffe einschreiten. sem folgten zunächst Generalfeldmarschall Freiherr von der

Der italienisch- türkische Krieg,

stande verbreitet.

Konstantinopel, 29. August. Von maßgebende diplomatischer Stelle wird mitgeteilt, daß die Anregung des Grafen Berchtold weder von den Großmächten abgelehnt, not von Österreich zurückgezogen worden sei, Die angebliche Ab Tehnung durch die Pforte besteht in einer allgemein gehalte nen Berwahrung des Wiener türkischen Botschafters gegen Goltz, Kriegsminister von Heeringen und der kommandierende Rom, 29. August. Die ,, Agencia Stefani" meldet aus tatsächlich gar nicht vorhandene Interventionsabsichten der General des 12. Armeekorps General d'Elsa, rechts General- Zuara vom 28. d. M.: Nach der endgiltigen Besetzung von Mächte, die auf den Rat Englands und Frankreichs der Pforte feldmarschall von Bock und Polach, General von Moltke, Chef Buara und Regdaline, welche die Karawanenstraßen be durch Kiamil Bascha suggeriert wurde. Die Anregung des des Generalstabes der Armee, und der kommandierende Gene- herrschen, wäre die Aufrechterhaltung der Besetzung von Sidi Grafen Berchtold ist keineswegs gescheitert, vielmehr dau Said nur eine unnüze Kräftezersplitterung gewesen. Die der gegenseitige Meinungsaustausch aller Großmächte for Italiener entschlossen sich daher zur Räumung von Sidi Said, die am 27. Auguſt auch vor sich ging.

ral des 19. Armeekorps, General von Kirchbach.

Schiffsnachrichten.

** Bremen, 30. Auguft.( Norddeutscher Lloyd.) Main". Janzen, nach Newyork und Baltimore, am 29. nachm. 2.15 Uhr von der Weser nad 4 th See pegangen, Halle, G. Wever, nach Brafilien, am 20. morgens von Antwerpen abgegangen. Lothringen", Winter, von Australien, am 29. morgens 6 1hr von Durban weitergegangen. Willebad". Sagenmeyer, vo Canada, am 29. morgens 5.30 Uhr in Rotterdam angekommen. Moon" Wittstein, von Australien, am 29. morgens 8.30 Uhr Blissingen passiert,

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Marine- Garnison- Gemeinde,( lisabethkirche,)

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Am Sonntag, den 1. September, findet im Anschluß an den Hauptgotte dienst Beichte und hl. Abendmahl statt. Fischer, Marine- Pfarrer. Evangelische Civil- Gemeinde.( Christuskirche.)

Im Laufe des Mahles erhob sich König Friedrich August von Sachsen und brachte folgenden Trinkspruch aus: In die Freude über die heutige Parade, zu deren Gelingen ich mei­Beirut, 29. August. Jtalienische Kriegsschiffe haben nen beiden Armeekorps meine besten Glückwünsche ausspreche, gestern einige Dampfschiffe und Segelschiffe durchsucht und mischt sich ein bitterer Wermutstropfen. Durch ein plößlich ein Segelschiff weggenommen. Heute früh sind sie wieder eingetretenes Unwohlfein behindert, sind Seine Majestät der in See gegangen, wie man vermutet, nach Tripolis. In Kaiser nicht imstande gewesen, die Parade selber abzuhalten. Syrien herrscht wieder Ruhe. Seit Monaten haben wir uns alle darauf gefreut, den schar­fen Augen seiner Majestät zu zeigen, was wir zu leisten im­Eine bemerkenswerte Anregung. stande sind. Ich glaube wohl, in Ihrer aller Namen zu han- Bittoria( Britisch- Columbien), 29. August. Präsident deln, wenn ich den Wunsch ausspreche, der liebe Gott möge Wheeler von der Universität Columbia hat eine Ansprache ihm recht bald die volle Gesundheit wiedergeben. Herzlich be- gehalten, in der er die Anregung gab, daß der Nobelpreis dem grüße ich aber die vielen erlauchten und lieben Freunde und deutschen Kaiser verliehen werde, der die deutsche Armee, Bundesgenossen, die ich zu meiner besonderen Freude heute einen machtvollen Faktor des Friedens, 25 Jahre hindurch in ihrer Eigenschaft als Mitglieder meiner Armee um mich ausgebaut habe, ohne sich ihrer zum Kriege zu bedienen. versammelt sehe, und ich bitte Euere Kaiserliche und König­liche Hoheit, Seiner Majestät dem Kaiser, Jhrem erlauchten Die Einweihung des deutschen Seemannsheims in Buenos Aires. Herrn Vater, unser aller aufrichtigen Wunsch für eine baldige völlige Wiederherstellung zu übermitteln. Ich gebe unseren Buenos Aires, 28. August. Gestern fand in Ge­Wünschen Ausdruck, indem ich bitte, einzustimmen in den Ruf: genwart der Gesandten Deutschlands, Norwegens, Dänemarks, Seine Majestät der Kaiser, mein lieber Freund und Bundes- der Niederlande und des österreichisch- ungarischen Geschäfts­genosse, hurra, hurra, hurra!" trägers, der Herren der deutschen Gesandtschaft und des Ge- des neralkonsulats, des englischen Konsuls, sämtlicher Geistlichen der hiesigen evangelischen Gemeinde, der Präsidenten der hiesigen deutschen Vereine, zahlreicher Herren und Damen der deutschen Kolonie und einiger argentinischen Herren die feierliche Einweihung des neuen deutschen Seemannsheims statt. Im Namen des Vorstandes des Vereins Deutsches Seemannsheim Buenos Aires" hielt Rechtsanwalt Dr. Dün- 29 ngu zelmann in der Landessprache die Eröffnungsrede.

Rach der Tafel begab sich der König mit sämtlichen Fürst­lichkeiten zu Fuß über den Theaterplatz nach dem Theater, um von dort aus den großen Zapfenstreich der sämtlichen sächsischen Musikkapellen zu hören. Als der König und seine Gäste auf dem großen offenen Balkon des Theaters, der von Kandela­bern und Kronleuchtern strahlend erhellt und von einem Bal­dachin überdacht war, heraustraten, flammte Rotfeuer auf das die historische Fassade des Schlosses, der Hofkirche und des Zwingers beleuchtete. Gleichzeitig marschierten im Lichte von Magnesiumfadeln die Infanteriekapellen unter den Klängen des Parademarsches des Leibgrenadier- Regiments über die

Am Sonntag, den 1. September, nachm. 3 1hr, Beichte und hell. Abend mahl. Anmeldungen vorher beim düster erbeten. Jabns, Ronfiftorialrat

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Meteorologische Beobachtungen

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Hochwasser in Wilhelmshaven.

Nachm. 3.27

2% itg. 23. Auguft 8% Abbs. 30. Auguft 81% Mrg. 7547 15.3 14.4

SSS

Riesenbetrügereien bei den chilenischen Staatsbahnen. Santiago de Chile, 29. August. Das Entlas sungsgesuch des Generaldirektors der Eisenbahnen ist heute Sonnabend, 31. August 1912: Vorm. 2.26.