Schädler- Bamberg schließlich spricht über ein ganz un­politisches Thema: Papsttum und Pius X.".

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recht zu erhalten, als dem Arbeiterstande.( Stürm. Beifall.)| Diözese hinaus um das Leben unseres geliebten Oberhirter In diesem Augenblicke erschien, von minutenlangem enthusia- der nach langer Krankheit heute zum erstenmale seinen Dom Die geographisch ungünstige Lage Breslau's bringt es stischem Beifall begrüßt, Kardinal Fürstbischof Dr. Kopp in wieder besuchen konnte. Durch die Hand des gütigen Gottes mit sich, daß die Teilnehmerzahl am diesjährigen Katholiken- der Festhalle. Abg. Savigny begrüßte den Kardinal und gab sind alle diese Sorgen zerstreut worden; daher gelobt se tag die der früheren Katholikentage im Rheinland und West- der Freude über dessen Genesung Ausdruck. Fürstbischof Dr. Christus aus dankerfülltem Herzen!( Stürm. Beifall.) Wi falen oder Süddeutschland bei weitem nicht erreicht. Doch ist Kopp betrat hierauf unter erneuten stürmischen Beifalls- tönnen nicht mit so glänzenden Zahlen aufwarten, wie die sie erheblich höher als die jedes Katholikentages, der bisher kundgebungen die Rednertribüne. Er führte aus: Gott segne letzten Generalversammlungen. Wenige Meilen nur trenn im deutschen Osten abgehalten wurde. Bemerkenswert ist die die ehrbare Arbeit! Mit diesem Wahrspruch begrüße ich Sie uns der Schlagbaum vom Osten, die Sprachgrenze durch auffällig starke Beteiligung der Polen trotz des ergangenen am heutigen Tage. Sie haben durch den lauten Beifall, mit schneidet unsere Provinz und zersplittert gerade das katholisc Berbotes, die polnische Sprache zu gebrauchen. Von bekann- dem Sie mich empfangen haben, diesen Wahrspruch bestätigt. Lager. Dagegen hat im Anfang dieses Monats sich ein be teren Teilnehmern seien erwähnt die Abgg. Dr. Becker- Arns- Fürwahr, ehrbar ist die Arbeit, sie ehrt den Menschen, sie ist wunderungswürdiges Schauspiel des Glaubens an den Ufer berg, Bruſt- Essen, Busch, Duffner, Erzberger, Frhr. v. Eynat- seine Bestimmung nach Gottes Willen. Mit der Arbeit und des Rheins ereignet, das den Zug vom Westen nach Osten ten, Fehrenbach, Giesberts, Gröber, Graf Praschma, Herold, durch die Arbeit soll der Mensch sein Leben würzen und ver- auch nicht gerade verstärkt hat.( Heiterkeit u. Beif.) Sie v. Savigny, Dr. Fleischer, Hauptmann usw. Viele hohe edeln und so seine ewige Bestimmung dort oben erreichen. tritt Ihnen keine festlich geschmückte Stadt begrüßend ent Würdenträger sind bereits hier eingetroffen, darunter der Ehrbar ist die Arbeit, denn sie ist aller Menschen Aufgabe; gegen; aber wenn wir Ihnen auch nicht so viel Schönes wieder genesene Fürstbischof Kardinal Kopp und eine Anzahl aber besonders ist es die Arbeit der schwieligen Hand, die in bieten können als die Städte des Westens, so finden Sie auf Bischöfe. In meist längeren Begrüßungsschreiben haben ihr unseren Zeiten vorzüglich die Aufmerksamkeit der Welt auf hier ein treues fath. Volf.( Stürm. Beifall.) Sie befinde Fernbleiben entschuldigt: Erzbischof Kardinal Fischer- Köln, sich lenkt. Die Zeiten sind vorüber, wo diese Arbeit unter sich hier im Herzen einer der größten Diözesen der Welt, de der Fürstbischof von Salzburg, der Erzbischof von München, Mißachtung und Geringschätzung zu leiden hatte. Mehr und größten Diözese des Deutschen Reiches, deren Grenzen duri die Bischöfe von Paderborn, Hildesheim, Speyer, Osnabrück, mehr hat sie sich Anerkennung und Achtung erworben, sie ist zwei Kaiserreiche gehen, von dem Felsgestein der Karpathe Rottenburg, Regensburg, Würzburg und Münster. Es sind die unentbehrliche Hilfe für die großen Kulturaufgaben, die bis zu den von den Fluten der Ostsee umspülten Höhen vo wiederum wie in den Vorjahren vier öffentliche und vier ge- die Menschheit zu lösen hat und so hat sie sich eine ehrenvolle Arkona. Unsere Generalversammlungen find 1848 gegründe schlossene Versammlungen vorgesehen. Nebenher tagen eine Würdigung in der Menschheit erobert. Und die edelsten worden. Das Jahr 1848 hatte mit anderen Freiheiten au Fülle von Nebenveranstaltungen. In erster Reihe steht da Kreise der menschlichen Gesellschaft halten es für einen Ruhm der kath. Kirche manche Freiheit gebracht. Es gilt, die die Generalversammlung des Volkvereins für das katholische und eine Ehre, die Standesinteressen der Arbeiterschaft zu Freiheiten zu erhalten. Denn schon damals gab es Leute, di Deutschland, auf der u. a. der Reichstagsabg. Gröber und der fördern und ihnen ihre Fürsorge angedeihen zu lassen. Die das Wort Freiheit zwar im Munde führen, die für alle Vizepräsident des Landtages, Justizrat Dr. Porsch, sprechen Arbeit wird von allen geehrt, aber besonders ehren sie die Freiheit haben wollen, nur nicht für die katholische Kirc werden. Weiter tagen der Verband kath. Meistervereine, Arbeiter selbst. Sie richten ihre Arbeit auf Gott und bauen( Heitert. u. Beif.) Man spricht das nicht öffentlich aus, ma der kath. akademische Abstinentenverband, der deutsche Verein sie auf seinem Segen auf. Was sollte auch anders die Are spricht nur vom Kampf gegen Rom, vom Kampf gegen de vom Heiligen Lande, die kath. Studentenverbindungen, der beit ehren können? Die Unterhaltung des irdischen Lebens? Klerikalismus und Ultramontanismus, weil man zu feige i Briester- Abstinentenbund, das Kreuzbündnis, der Albertus Oder der Lohn, der von den Arbeitgebern gezahlt wird? öffentlich zu erklären, daß die katholische Kirche der Feind in Magnusverein, der Borromäusverein u. v. a. Eine Männer- Wenn das das ganze Ziel der Arbeit wäre, dann wäre sie un- gegen den man aufruft.( Lebh. Zust.) Damit steht in 3 wallfahrt, wie sie in früheren Jahren regelmäßig veranstaltet würdig und unehrenvoll für die Menschen, dann wäre sie sammenhang die Freiheit der christlichen Erziehung und al worden war, hat sich in Breslau nicht ermöglichen lassen, da Sklavenarbeit und erniedrigte den Menschen zum Sklaven. drittes die werktätige Liebe.( Lebh. Beifall.) Zum ersten das in Frage kommende Trebnih, die Ruhestätte der Heiligen Wohl gibt es weite Kreise, die die irdische Arbeit allein in male wurde auf einer Generalversammlung der Katholike Hedwig, der Patronin Schlesiens, zu schwer zu erreichen ist. den Dienst der Vervollkommnung und Ausgestaltung des ir- Deutschlands ausgesprochen, daß es eine soziale Frage gib Von den drei von demokratischer, sozialdemokratischer dischen Lebens stellen wollen. Gewiß ist das auch eine Auf- und daß sie gelöst werden muß auf dem Boden des Christen und freidenkerischer Seite arrangierten Gegendemonstrationen gabe der irdischen Arbeit, aber die Hauptaufgabe ist es nicht tums.( Lebh. Beifall.) Wir haben es bisher sorgfältig g haben zwei bereits stattgefunden. Die Versammlung der und kann es nicht sein, sonst würde die Arbeit das Menschen mieden, den Glauben anderer Leute irgendwie zu verlegen demokratischen Vereinigung fand gestern Abend in einem der herz nicht glücklich machen, sondern müde und leer und würde wenn nicht andere Leute daran Anstoß nahmen, daß wir tre größten Säle Breslau's statt und mußte wegen überfüllung es mit Unzufriedenheit und Mißmut erfüllen. Die Arbeit und offen unseren kath. Glauben bekannten.( Stürm. Bei polizeilich abgesperrt werden. Es sprachen auf ihr Oberst für Gott hebt das wahre Standesbewußtsein des Menschen, Wir haben stets jede konfessionelle Polemik in unseren Gene a. D. Gädtke- Berlin über den Block der Ritter u. Heiligen". Sie macht ihn zum Diener des allerhöchsten Arbeitgebers. ral- Versammlungen aufs Strengste verboten.( Gehr richtig In der Diskussion ergriffen u. a. auch Eduard Bernstein und( Lebh. Beifall.) Diese Arbeit haben Sie eben gefeiert in Es ist immer wieder notwendig, diese Dinge laut und offe der Führer der Breslauer Sozialdemokratie Stadtverordneter dem herrlichen Zuge, den Sie vor unseren Augen sich ent- auszusprechen. weil es Leute gibt, die nicht hören können ode Loebe das Wort. Folgende Resolution gelangte zur An- wideln ließen. Das war kein leeres Schauspiel, das war der nicht hören wollen.( Stürm. Beifall.) Hier in Breslau er nahme: Die zahlreich versammelten Bürger Breslau's ver- tief ernste Ausdruck der überzeugung, das ernste Bekenntnis, lebten wir verschiedene Demonstrationsversammlungen, di urteilen die Finanzreform der Junker und der Heiligen, die daß Sie festhalten im Glauben und an der Betätigung des angekündigt waren, ohne abzuwarten, was hier eigentlich ge die breiten Schultern der Mittellosen ungebührlich belasten Glaubens. Mit Bewegung habe ich die herrliche Ordnung des redet oder beschlossen werden würde.( Seitert.) Am gestrige und die Besitzenden freilassen. Sie erblicken die einzige Mög- Festzuges gesehen, gesehen, daß die Arbeiterschaft nach wie Abend tagte hier eine kleine politische Bereinigung, die wede lichkeit, die Herrschaft der Reaktion abzuschütteln, in dem Zu- vor an den Grundsäzen des kath. Glaubens festhält in Einig- leben noch sterben kann.( Heitert.) Sie hat sich die geschmat sammengehen von Bürgertum und Sozialdemokratie." feit und Festigkeit.( Stürm. Beifall.) Kardinal Fürst volle Tagesordnung gewählt: Der Block der Ritter und Die sozialdemokratische Gegendemonstration fand heute bischof Dr. Kopp erteilte hierauf der Versammlung, die Heiligen."( Heiterkeit.), und für heute Morgen hat die Ge Vormittag unter Beteiligung von etwa 20 000 Personen statt. niedergekniet war, den erzbischöflichen Gegen. zialdemokratie die Massen aufgerufen zur Aufklärung übe Der Vorbeimarsch der Massen am Grabe Lassalle's auf dem Fleischer: In der heutigen Zeit wird von allen Seiten ein über und gegenüber einem anderen giftigen Presseangriff m Als erster Redner sprach hierauf Reichstags- Abg. Dr. die volksfeindliche Haltung der Zentrumspartei. Demgegen israelitischen Friedhof dauerte etwa 2 Stunden. 50 Kränze Kampf gegen die Autorität geführt. Wir erkennen den Fort- ich hier feststellen, daß die Parteitage der Zentrumspartei in mit langen roten Schleifen, die von der sozialdemokratischen schritt der Wissenschaft gewiß an. Wenn heute die Haupt- den verschiedensten Provinzen Preußens in den nächsten Mo Partei, den freien Gewerkschaften und den Arbeitern großer stadt dem Grafen Zeppelin als Eroberer der Lüfte zujubelt, naten stattfinden werden und daß wir hier kein Parteita Fabriken stammten, wurden niedergelegt. Die Kränze wur- dann begrüßen wir das. Wenn aber die Wissenschaft dar- der Zentrumspartei sind.( Lebh. Zust.) Wir beschäftige den in Automobilen durch die Stadt gebracht, wobei die über hinausgeht, wenn sie den Vater aller Väter, den Geist uns nur mit den Fragen, die ich gekennzeichnet habe, wir be Polizei mehrfache Sistierungen vornahm, weil sie das Tragen aller Geister, wenn sie den Schöpfer als nicht vorhanden er- schäftigen uns nicht mit reinen Fragen der Tagespolitik. W von Kränzen in derartigem Umfange nicht dulden wollte. klären will," so verwerfen wir diese Wissenschaft, die den haben uns nicht befaßt mit der Kanalvorlage( Stkt.), mit de Auch einzelne Verhaftungen wurden vorgenommen. Im An­schluß an die Kranzniederlegung fand eine Versammlung Kampf gegen jede Autorität führt. Wir wollen gegen die Handelsverträgen( Stft.), mit den Militär- und Marine unter freiem Himmel statt. Eduard Bernstein sprach über Massen des Unglaubens Sturm laufen, die jede Autorität zu forderungen.( Sehr richtig!) Wir befassen uns auch nic das Thema: Bischof Ketteler und Lassalle". Er führte aus, göttliche Autorität, sondern auch gegen jede weltliche Autori- fraktion.( Lebh. Zust.) Nun hat die Sozialdemokratie an unterwühlen versuchen, sie wenden sich nicht nur gegen die mit dem Zählen und der Zusammensetzung der Zentrums daß Bischof Ketteler mit seinen sozialpolitischen Anregungen tät. Gegen diese Scharen des Umsturzes gilt es zu bilden heutigen Morgen am Grabe Lassalle's eine Reihe Kränz sich an Lassalle angelehnt habe. Eine Resolution wurde ein: stimmig angenommen, in der gesagt wird, daß, wenn die eine machtvolle Organisation, eine treue Schuziruppe für jede niedergelegt. Das ist ihr gutes Recht und geht uns niát Machthaber die preuß. Wahlrechtsfrage nicht mehr für die staatliche Ordnung. Es ist nicht zu verwundern, wenn in der an; aber ebensowenig geht es die Sozialdemokratie etwas at dringendste Frage der Gegenwart halten, sie auch die Ver- heutigen Zeit, in der der Unglaube eine so große Verbreitung wenn wir deutschen Katholiken zusammenkommen und un antwortung dafür übernehmen, wenn unser Vaterland von gefunden hat, unser ganzes Wirtschaftsleben nach rein über katholische Dinge unterhalten.( Stürm. Beifall.) Un ontwortung dafür übernehmen, wenn unser Vaterland von materialistischen Gesichtspunkten beurteilt wird. Es ist auch verständlich ist es, wie eine Partei, für die angeblich Religion schweren Erschütterungen und Stürmen durchtobt wird. nicht verwunderlich, daß man, nachdem man den Geist über- Privatsache ist, bloß gegen die Tatsache unseres Zusammen Der Katholikentag wurde gestern Abend mit Glocken- haupt geleugnet hat, die Arbeit ihres geistigen und persön tretens demonstrieren kann.( Sehr richtig!) Man kann un geläute von allen katholischen Kirchen der Stadt eingeläutet. lichen Wertes entfleidet. Es ist auch nicht verwunderlich, daß doch nicht das Recht bestreiten, überhaupt zusammenzukommen Heute früh fand zunächst ein Pontifikalamt in der Domkirche der Arbeiter lediglich bewertet wird nach dem rein materiali- Doch das soll uns die Freude der kommenden Tage nich und eine heilige Messe in der Festhalle statt. Der Nachmittag stischen Gesez von Angebot und Nachfrage. Dem gegenüber trüben. Mögen diese Tage sein ein offenes Eintreten für den gehörte wie üblich den katholischen Arbeitern. Schon vom gilt es, daß die kath. Männer sich scharen, ein jeder in seinem fath. Glauben und mögen sie kräftigen die für die deutschen frühen Morgen ab brachten Sonderzüge tausende und aber- Standesverein. Aber es geht nicht an, daß wir, die wir für Ratholiten absolut notwendige Einigkeit.( Stürm. Beifall) tausende Arbeiter nach Breslou. Die Teilnehmerziffer des die Autorität kämpfen, ohne jede wirkliche Autorität aus- Wir sind uns bewußt, daß wir die Minderheit sind, und des Festzuges blieb, wie erklärlich, hinter der des vorjährigen tommen tönnen. Als katholische Laien scharen wir uns des- halb tommt uns gar nicht der Gedanke, daß wir irgend eine Festzuges in Düsseldorf weit zurück. Während in Düsseldorf halb um unsere Führer, um unseren Papst in Rom, um die Herrschaft ausüben wollen.( Sehr richtig!) Das sind töricht über 60 000 Arbeiter am Festzuge teilnahmen, waren es dies- Beschöfe und um die mit ihnen verbundenen Priester.( Lebh. Gedanken, mit denen man nur unerfahrene Leute vergiften mal nur etwa 25 000. Der 3ug marschierte zum Domplat; Beifall.) Wir sind nicht selbst diejenigen, die die religiöse fann. Aber wir sind mit allen unseren Kräften gewill in ihm zogen 75 Musikkapellen mit 500 Musikern mit. Auf sittliche Wahrheit verkünden. Der Patron der Diözese Bres- Thron und Altar zu schützen und zu stüzen.( Minutenlange dem Domplat war eine Tribüne errichtet, auf der die kirch- Tau ist der heilige Johannes und nur mit ihm und mit den Beifall.) Diesen Traditionen huldigen wir, indem wir am lichen Würdenträger, die Mitglieder des Zentralkomitees, Priestern wird es möglich sein, zu verhindern, daß das Licht Beginn des heutigen Tages dem Repräsentanten diese zahlreiche Reichs- und Landtagsabgeordnete und die Ange- des Glaubens im öffentlichen Leben ausgelöscht wird. Zu Autoritäten, dem Papst und dem Deutschen Kaiser, huldigen hörigen des schlesischen Adels Platz genommen hatten. Kar- derselben Zeit, in der wir uns hier versammeln, feiert südlich dinal Fürstbischof Kopp folgte vom Fenster des bischöflichen von der deutschen Grenze in den Tiroler Bergen ein frommes Sodann sang die Versammlung stehend die Nationalhymne Die Versammlung stimmte begeistert in die Hochrufe ein Palais aus dem Vorbeimarsch. Der größte Teil des Fest- katholisches Volk seine politische Auferstehung. Innsbruc

zuges zog zur Festhalle, der Rest verteilte sich auf mehrere hallt wieder vom Jubel auf den Basseyrer Landwirt, der Gut Bertretern aus Österreich, der Schweiz und anderen Ländern Es folgten dann eine Reihe Begrüßungsansprachen von Versammlungslokale. Die Festhalle ist vor den Toren Bres- und Blut einsetzte für die Befreiung seines Vaterlandes. Reichsrat Aretin( Bayern) lud die nächste Generalversamm lau's auf einem freien Platz des Scheitniger Partes errichtet;( Stürm. Beifall.) Freuen wir uns mit diesen Glaubens- lung nach Augsburg ein.( Stürm. Beifall.) Die Begrüßungs fie faßt etwa 7000 Personen. Die Halle ist mit Fahnen in brüdern und kehren wir heim an unseren Herd mit dem festen den deutschen Reichsfarben und mit kirchlichen Emblemen willen, festzuhalten an den Grundsägen des fath. Glaubens. versammlung zog sich bis in die späten Abendstunden hin teich geschmückt. übergroße Statuen der Muttergottes,( Stürm. langanhaltender Beifall.) Christus sowie des Papstes und des Deutschen Kaisers find an den vier Seiten aufgestellt. Die Halle füllte sich mit den i. Schl.) die Verdienste der kath. Kirche um den Arbeiterstand. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands wurde zum Als zweiter Redner pries Pfarrer Hübner( Neustadt Breslau, 30. August. In der ersten geschlossenen Festzugsteilnehmern bis auf den letzten Blah. Auf der Vor­stands- Tribüne nahmen Plaz Vizepräsident des preuß. Ab- die anderen Versammlungen und speziell die Versammlung Herold( Münster i. W.), zum Ehrenpräsidenten der frühere Damit hatte die Versammlung ihr Ende erreicht. Auch Präsidenten der Reichs- und Landtagsabgeordnete Gutsbesizer geordnetenhauses Dr. Borsch, Graf Praschma und die Reichs- für die Gesellen- und Jugendvereine waren überfüllt. tags- Abgg. Fleischer, Herold und v. Savigny. Dr. Porsch er­Reichstagspräsident Graf Ballestrem, zum ersten Vizepräs öffnete die Versammlung mit dem kath. Gruß: Gelobt sei denten Graf Valentin v. Ballestrem, zum zweiten Vizepräsi

Die Begrüßungsversammlung.

Jesus Christus! Er dankte dann den Teilnehmern des Fest= Am Abend fand in der überfüllten Festhalle die Be- denten der Reichsrat der Krone Bayerns Dr. Frhr. v. Arent zuges, der dem wieder genesenen Oberhirten der Diözese einen grüßungsversammlung der 56. Generalversammlung statt. fin gewählt. An den Kaiser und den Papst wurden Huldi glänzenden Beweis trener Anhänglichkeit an den heil. kath. Auf der Vorstandstribüne hatten die namhaftesten Vertreter gungstelegramme gesandt. Glauben gegeben habe.( Stürm. Beifall.) Vor 60 Jahren des deutschen Katholizismus Plaz genommen. Von auswär= hat schon einmal ein Katholikentag in Breslau stattgefunden. tigen Gästen sah man den Bischof von Schantung und den Katholiken Deutschlands hielt Präsident Abgeordneter Herold In der heutigen ersten öffentlichen Versammlung der Damals standen wir noch unter der Wirkung der Revolution Fürstbischof von Syrien. Der Vorsitzende des Landeskomitees, eine Ansprache, in der er ausführte, daß die Generalversamm und über Breslau war der Belagerungszustand verhängt. Der Landtagsabg. Dr. Borsch- Breslau, eröffnete die Versammlung lung nur dem Frieden dienen solle. Jezt sei noch nicht die Katholikentag aber wurde als einzige öffentliche Versamm- mit folgender Ansprache: Aus freudigem Herzen rufe ich Freiheit der katholischen Kirche gewährleistet, aber diese For lung erlaubt. Der heutige glänzende Zug hat gezeigt, daß Ihnen den Millkommensgruß zu. Vorbei sind die Sorgen, derung werde immer wieder erhoben werden, mit zunehmen die deutschen Katholiken auch jezt noch so treu wie vor 60 die gerade über unseren kath. Versammlungen lange Zeit dem Nachdruck.( Stürmischer Beifall.) Jahren zu Kirche und Vaterland stehen.( Stürm. Beifall.) lagerten. Eine Zeit lang standen wir am Vorabend eines bischof Dr. v. Kopp schloß sich diesen Ausführungen an. Kardinal- Fürst Zum Vorsitzenden wurde hierauf Abg. v. Savigny gewählt. Weltkrieges, der nur durch das treue Zusammenhalten mit Generalversammlungen der Katholiken hätten noch niemals Er nahm die Wahl mit folgenden Dankesworten an: Es ist dem stammverwandten Kaiserhause vermieden werden konnte. den tonfessionellen oder den bürgerlichen Frieden gestört. Der für den, den Beruf und Geburt in einen anderen Stand ver-( Stürm. Beifall.) Eine Zeit lang standen wir in parlamen- Kardinal- Fürstbischof segnete schließlich die Versammlung. segt hat, eine ganz besondere Ehre, einer Bersammlung des torischen Streitigkeiten, welche den Rest des Spätsommers Fürst Alois Löwenstein sprach darauf über das Missionswesen. Arbeiterstandes zu präsidieren.( Lebh. Beifall.) Kein Stand und einen Wahlkampf allerschwerster Art auszufüllen droh- Oberlandesgerichtsrat Marr- Düsseldorf sprach über die Schul­und Beruf hat es heute so schwer, feinem Stande werden so ten, und schließlich lagerte eine Zeit lang schwere Sorge auf frage. Er betonte die Notwendigkeit, das gegenwärtige Schul viele Hindernisse bereitet, seinen katholischen Glauben auf unserer Dominsel, eine Sorge weit über die Grenzen unserer wesen konfessioneller zu gestalten

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