Vermischtes.

* Hamburg, 28. Dez. Der in Barmbeck Bartholo­mäusstraße 37 wohnhafte Tischler Wilhelm Thoden erschlug nach vorausgegangenem Streit seine Frau mit einem Beil. Er stellte sich dann selbst der Polizei.

Schaden wird allein in Oporto auf mindestens 30 Millionen|

Feuertod einer Sultana. über eine eigen geschäzt, im ganzen Lande auf etwa 40 Millionen Mark. artige Liebestragödie wird aus Konstantinopel berichtet: Die Inden Flammen umgekommen. Bei einem 17- jährige mohammedanische Prinzessin Ulanowa, eine Sul­Brande, der die Wirtschaftsgebäude des bereits 1876 einmal tana von wunderbarer Schönheit, hatte vor einigen Tagen vollständig niedergebrannten Gutshofes Ruhkroog bei Bud- einen Scheiterhaufen aufgerichtet und ihn in Gegenwart der hagen im Kreise Flensburg in Asche legte, fanden außer zahl- Bewohner des Dorfes Ai- Sabai bei Eupatria in Flammen ge= * Hamburg, 28. Dez. Die Reederei Robert M. reichem Kleinvieh 110 Stück Großvieh in den Flammen den steckt. Als die Flammen hoch emporzüngelten, stürzte sich das Sloman jun. teilt mit, daß von dem aus Genua als seit 10 Tod. jugendschöne Mädchen zum Entsetzen der Zuschauer in den Tagen überfällig gemeldeten Dampfer Capua", der am 1. Die böse 13. Ein beim Flensburger Tarameter- Scheiterhaufen. Ihr wundervolles langes aufgelöstes Haar Dezember von Hamburg mit Stückgut nach Gerua abgegangen betrieb angestellter Kutscher führte seit längerer Zeit Klage und thre Gewänder fingen sofort Feuer und huuten sie in ein iſt, ſeit dem 3. Dezember feine Meldung vorliegt. An Bord über die Abnahme seiner Kundschaft und demzufolge auch Flammenmeer. Mehrere beherzte Männer stürzten sich mit befinden sich 23 Mann Besatzung. Die Reederei ist über das seines Verdienstes. Der Grund des Rückganges in der Be Todesverachtung auf sie und versuchten, sie dem Feuertode Schicksal des Dampfers im ungewissen. nugung seiner Droschke lag den Flensburger Nachrichten" zu entreißen. Die Sultana wünschte aber zu sterben und * Essen, 28. Dez. Bei Duisburg wurde wiederum zufolge daran, daß sie die ominöse Nummer 13 führte. Jns- fonnte erst von dem Seiterhaufen genommen werden, als sie ein scharfer Schuß auf einen Eisenbahnzug abgegeben. Ein besondere waren es Damen, die von dem törichten Wahn be- bereits ohnmächtig war und an eine Rettung ihres Lebens Fenster eines Abteils wurde durchschossen. Verletzt wurde fallen waren, sich diesem Gefährt nicht anvertrauen zu dürfen. nicht mehr gedacht werden konnte. Die Ursache zu diesem glücklicherweise niemand. Tatsächlich ist nunmehr zur Beruhigung ängstlicher Gemüter furchtbaren Selbstmord war in einer eigenartigen Liebes­Bonn, 28. Dez. Wie die Direktion der Rhein- Ufer- die böse 13 aus dem Tagameterbetrieb ausgeschaltet worden. tragödie zu suchen. Die 17- jährige Sultana hatte sich vor Bahn mitteilt, entgleiste heute Nacht auf der Station Bonn­14 Tagen mit dem mohammedanischen Großen Karamanow Ellerstraße der um 12 Uhr nachts von Köln abgegangene abend. Große Trauer wurde in eine Familie aus Biebrich, nommen, wo ihr Gatte reich begütert war. Sie wohnten in * Soldatenselbstmord am Weihnachts verheiratet und ihren Wohnsitz in dem Dorfe Ai- Sabai ge= Schnellzug, weil der Führer über die Station hinaus mit

ist unbedeutend.

"

großer Geschwindigkeit in die kleine Kurve fuhr. Der Trieb: namens Ruecker, gebracht, deren Sohn als Unteroffizier im dem Schlosse ihres Gatten, der seine junge Frau abgöttisch wagen entgleiste, der Anhängerwagen wurde gegen den Trieb: 53. Infanterie- Regiment in Kalt diente und wegen eines verehrte, und genossen anscheinend nur das reine Glüd in der wagen gestoßen. Ein Passagier erfitt einen Unterschenkelbruch, worden war. Während seine Kompagnie am Weihnachts- eine Trauer, die auf beiden schwer lastete. Die junge Sul­wagen gestoßen. Ein Passagier erfitt einen Unterschenkelbruch, geringfügigen Wachvergehens mit fünf Tagen Arrest bestraft Che. In Wirklichkeit aber herrschte Unglück in dem Hause und einige weitere Personen wurden leichter verlegt. Der Mate- abend zur Bescherung versammelt war, sollte er bald darauf bana hatte es nicht über sich gebracht, ihrem Gatten, dem fie rialschaden ist unerheblich. Kaiserslautern, 28. Dez. In der Station Herzen nahm, daß er sich mittels seines Dienstgewehres er verschweigen. Und so gestand sie ihm bald in den ersten Tagen, die Strafe antreten, eine Härte, die Ruecker sich derart zu in Liebe zugetan war, irgend etwas aus ihrem Vorleben zu Neuhemsbach- Sembach stieß eine Nachschubmaschine auf den schoß. Der Unglückliche hinterließ außer Abschiedsbriefen an nachdem die Che vollzogen war, daß sie nicht jungfräulich Tezten Wagen eines Zuges, dessen Insassen beurlaubte Mili- die Eltern sowie seine Braut ein längeres Schreiben, in dem in sein Haus gekommen set. Allerdings traf sie feine Schuld, tärpersonen waren. 13 Soldaten erlitten, wie die Pfälzische er die Gründe seines Selbstmordes auseinandersezte. Seitens da sie von ihrem Vetter, dem Prinzen Ali Achmed, vor vier Presse" meldet, leichte Kopfverlegungen. Der Materialschaden des Kommandeurs wurde wegen der gegen Ruecker ange- Jahren im Alter von 13 Jahren vergewaltigt worden war, wendeten Härte die schärfste Untersuchung eingeleitet. * Allenstein, 28. Dez. Auf dem Eise des Kalben­als sie eines Tages im Hause ihrer Eltern mit ihm allein sees brach am 1. Feiertage ein Schlitten ein, in dem sich der In Mainz ist der 38- jährige Joseph Labourdette, ein ehe- feine Schuld treffe. Trotzdem konnte er sich über dieses furcht­Ein französischer Spion verhaftet? war. Der Gatte der Prinzessin sah ein, daß seine Gemahlin Besizer Katamnet, dessen Ehefrau und zwei Kinder befanden. La bare Geständnis nicht hinwegsehen. Er fühlte sich ihr ente Alle sind ertvunken. Die Leichen der Kinder wurden gebor- maliger französischer Unteroffizier, verhaftet worden. gen. Erst gestern war das Verschwinden der Familie bemerkt bourdette wurde wegen eines Diebstahls gerichtlich verfolgt. fremdet und faßte den für ihn selbst traurigen und schweren Man fand bet thm auch einen großen Teil der gestohlenen Entschluß, sich wieder von ihr zu trennen und sich von the Allenstein, 28. Dez. Gegenüber anderslauten Wertpapiere, aber außerdem befanden sich unter seinen Effet scheiden zu lassen. Als sie ihn weinend fragte, ob er thr alle den Mitteilungen stellt die Allensteiner Zeitung" fest, daß teilen und militärischen Plänen und eine Menge von Notizen, wie meine eigene Seele. Du bist unglücklich, aber nicht schul­ten auch eine große Anzahl von Photographien von Festungs- Schuld allein beimesse, erwiderte er ihr: Ich liebe Dich noch eine Entscheidung über die Frage, ob das Hauptverfahren aus denen hervorgeht, daß der Verhaftete mit höheren fran- dig. Weil ich Dich aber so heiß liebe, deshalb kann ich so gegen Frau v. Schoenebeck eröffnet oder das Verfahren gegen zösischen Offizieren in Korrespondenz gestanden hat. Labour- nicht länger mit Dir leben." Einen Tag später fand man ihn fte eingestellt werden soll, noch nicht getroffen ist. dette war in der Zeit von mehreren Jahren wegen fortge: erschossen in seinem Parke auf. Die Sultana sprach von nun

worden.

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Citterarisches.

vorbehalten.

Brüssel, 28. Dez. Bei Spaa wurden der Pächter jetter Urkundenfälschung zu 20- jähriger 3wangsarbeit und an zu keinem Menschen mehr ein Wort und traf ruhig alle ihre eines Restaurants, seine 30jährige Frau, ein 2jähriges Kind Degradation verurteilt. Er befreite sich aus der Gefangen- Vorbereitungen. Sie schrieb an ihre Eltern einen Brief, und seine 70jährige Mutter gestern Abend durch Arthiebe von schaft und flüchtete nach Deutschland. Er lebte zuletzt in Bonn in dem sie ihnen den geschilderten Tatbestand darlegte und Einbrechern ermordet. Von den Tätern fehlt jede Spur. unter dem Namen Robert Guitry. erklärte, so nicht mehr weiter leben zu wollen. Dann schüttete * Paris, 29. Dez. Hier wurde gestern der russische * Die Anklagebant. In einem Punkte machen sie selbst vor ihrem Palast einen Scheiterhaufen auf und gab Ingenieur Gilewitsch festgenommen, der im Jahre 1908 sein bisher die Gerichte zwischen dem schwersten Verbrecher und sich den oben beschriebenen Feuertod. Die Sultana Ulanowa Leben mit 270 000 Francs versichert und den Plan gefaßt dem anständigsten Menschen keinen Unterschied: beide müssen, hatte übrigens durch ihre Schönheit weit über die Grenzen hatte, einen ihm ähnlich sehenden jungen Mann zu morden, find sie angeklagt, auf die Anklagebank; nur den Privatbe: ihrer Heimat Aufsehen erregt und war im vorigen Jahre die um als der Tote zu gelten und sodann mit Hilfe von Kom- tlagten, der in der Gerichtssprache gleichfalls Angeklagter Veranlassung zu dem Selbstmord eines jungen englischen plizen die Verſicherungssumme abzuheben. Er tötete auch heißt, läßt man außerhalb der anrüchigen Schranke Platz neh- Lords, der vergeblich um ihre Liebe geworben hatte. Als sie wirklich einen gewissen Padluzky und floh nach Frankreich. men. Ja, anrüchig sind die Schranken, hinter denen bald endgiltig es abgelehnt hatte, seine Gattin zu werden, gab er Bei seiner gestrigen Verhaftung schütte er Unwohlfein vor und ein Mörder, bald ein Einbrecher, jetzt die Kupplerin, gleich sich in ihrer Gegenwart im Hause ihrer Eltern den Tod. ließ sich in einen Waschraum führen, wo er sich mit 3yankali davauf die Hehlerin stehen. Aber auch, wer auf der Straße vergiftete. nicht gleich weiter gegangen ist, als der Schuhmann ihn dazu - Madrid, 28. Dez. Infolge der großen überschwent- aufforderte, wer ohne Hausierschein hausiert hat, ihnen allen mungen löste sich von dem Gebirge bei dem Dorfe Barca de wird derselbe Platz angewiesen. Und die Arten der Ange- Eingegangene Bücher und Beitschriften; Besprechung nach Auswahl Valdeoras ein mächtiger Felsblock los, der donnernd in die klagten wechseln dabei in buntester Folge. Das Publikum Tiefe stürzte und von dem Dorfe sieben Häuser sowie die Kirche aber bleibt sich meist gleich, und ihm dünkt jeder, der auf Deutsche Rundschau für Geographie und Statiftit Unter Mit zertrümmerte. Dabei wurden 28 Personen getötet. der Anklagebant sizen muß, ein Mensch zweiter Klasse. Dieses wirkung hervorragender Fachmänner herausgegeben von Brofessor Dr. Fr. Lissabon, 27. Dez. Infolge unterbrochener Ver- Möbel degradiert gewissermaßen seine unfreiwilligen Be- 12 Sefte zu 1,15 Wit. Bränumeration intl. Franto- Bufendung 18,50 M.) Umlauft. 32. Jahrgang 1909/10.( A. Hartlebens Verlag in Wien, jährlich bindungen kommen erst heute ausführliche Nachrichten über die nuzer. Der Justizminister Preußens will hier Wandel schaf- Heft vier enthält u. a.: über agrikulturgeographische Wirkungen des nord­Hochwasserkatastrophe in Oporto. Die ganze Unterstadt ist fen, er hat kürzlich an die Strafgerichte einen Runderlag ge- amerikanischen Kelturas. Wanderungen durch die Auvergne. Die City meterhoch überschwemmt. Unzählige Häuser sind weggerissen richtet, in dem es heißt: Da das Gesetz die Einrichtung bildung in Paris während des 19. Jahrhunderts. Sven Hedins Trans und sämtliche Schiffe vernichtet. Eine Anzahl Leichter wurde einer Anklagebant nicht vorschreibt, so ist die Entscheidung dar- falische Geographie. himalaja". Von den Nußtieren des Ctients. Astronomische und physi­Berühmte Geograpben. Naturforscher. Dr. Frederia teils zertrümmert, teils auf das hohe Meer hinaus getrieben. über, ob ein Angeklagter die Anflagebank zu betreten oder A. Goot. Geographische Metrologie. Todesfälle. Kleine Mittel ingen Große Weinlager find zerstört. Da die Gasanstalt über einen anderen Plaz im Sizungssaale einzunehmen hat, dem aus allen Erdteilen. Kartenbeilage: Paris. Citybildung 1861 bis 1906. schwemmt ist, ist die Stadt seit mehreren Tagen ohne Licht. Ermessen des die Sigungspolizei. handhabenden Vorsitzenden und Statistik" im Verein mit dem niedrigen Bezugspreise sichern dieser Zeit­Der reiche und gediegene Juhalt der Deutschen Rundschau für Geograpbfe Auch andere Provinzen sind furchtbar verwüstet. In Albem- überlassen. Die Entscheidung ist nach den Umständen des ein- schrift eine weite Verbreitung. tejo sind die Aussichten für die Ernte vernichtet. Einzelne zelnen Falles zu treffen. Ich vertraue darauf, daß die Vor- Daß Alexander von Humboldt Monist gewesen ist, geht aus einem Orte sind vom Wasser blockiert. Man schäzt die Zahl der fizenden der Gerichte sich hierbei von dem richtigen Tafte Artikel im Dezemberheft des Monismus hervor. Aus dem reichen weiteren Toten etwa auf 50. Große Mengen Viehs sind ertrunken. 23 leiten lassen werden." Großer Taktik wird es allerdings be- Juhalt des Heftes find uitkel über Dualismus und Materialismus, Segelschiffe verschiedener Größe und Nationalität sind unter- dürfen, um bei der Handhabung dieser Befugnis jeden An- Beben" usw. usw. zu nennen. Monismus und Sozialpolitit"," Imnianenzmonismus, Über Licht und gegangen, sowie im ganzen etwa 300 fleine Fahrzeuge. Der schein von Parteilichkeit zu vermeiden. Probenummern tostenlos vom Verlag in

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,, Was hast Du beschlossen?"

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Raum dem Kindesalter entwachsen, hegte ich den unbe­zwinglichen Wunsch, mein Talent der Öffentlichkeit zu weihen. Damals sagtest Du: Nein!"

Und das sage ich noch heute!" rief Frau von Stauffen bach heftig erschrocken.

,, Gehörtest Du nicht selbst viele Jahre der Bühne an?" , Eben deshalb lernte ich erkennen, welche Enttäuschungen und Erniedrigungen man von dieser trügerischen Welt des Scheines und der jammervollsten Ernüchterung zu erwarten

hat."

,, Du feiertest aber Triumphe."

Die auch nicht immer für manche traurige Niederlage mich entschädigten und meist mit großen Opfern erkauft werden mußten."

Aber Du hast die Triumphe doch gefeiert und wurdest

eine Berühmtheit."

Nicht jede vermag den Beifall an ihre Leistungen zu fesseln."

Die musikalischen Autoritäten, welche mich ausbildeten, nannten meine Stimme eine der schönsten und mein Talent ein seltenes."

Wenn auch! Den Beruf einer Opernsängerin fannst und darfst Du nicht ergreifen. Denke doch an Frau von Dowals Testament."

Berlin W. 57.

Ihn vergessen? Vergessen, daß er mich verschmähte? Stauffenbach eine neue, schöne Zukunft erblühen! Mir ist es, Rönnte ich es doch! Noch ein halbes Jahr, und meine Studien als breite der alte Freiherr segnend seine Hände über dieses sind vollendet. Lasse mich das tun, was ich beschloß! Heißt Dach."

folges ist erfüllt."

es doch: ,, Man bedarf eines großen Schmerzes, um eine große Nicht alle Verpflichtungen waren gedeckt und nicht alle ünstlerin zu werden." Nun, die Vorbedingung meines Er Schwierigkeiten behoben; aber es ließen sich doch befriedigende Vereinbarungen treffen und man durfte mit Recht auf ein Nein! Ich gebe das nicht zu! Niemals erringst Du neues Emporblühen der großen, ertragfähigen Besitzung hoffen. meine Einwilligung!" Kaum aber waren die Worte gesprochen, als Frau von völlig zu entlasten. Egons castloses Streben ging dahin, das alte Erbgut bald Stauffenbach baut aufschrie. Renees Gestalt und Züge wurden plötzlich schlaff, sie wanfte, wie von Schwindel ergriffen, und Waters eilte, widmete sich nach dem Tode des Grafen von Gern­Karmelitta, die auf furze Zeit an das Krankenlager ihres sant besinnungslos nieder. reich ganz dem Neffen.

,, Sie stirbt!" freischte die Baronin den Personen entgegen, die auf ihr rasendes Klingeln herbeieilten. Der Ohnmachtsanfall ging indes rasch vorüber. Als sich Fräulein d'Epinay erholte, flüsterte ihr die Mutter zu: Alles soll geschehen, wie Du es verlangst. Ich habe keinen anderen Willen mehr, als den Deinigen."

Mit dem Abendzuge verließen Isabella und Renee das Schloß Stauffenbach.

Im Laufe derselben Woche noch übergab Fräulein von Gernreich das ihr vom Freiherrn Eberhard überlassene Ver­mögen dem Erbschaftsverwalter zur wenigstens teilweisen Re­gelung der finanziellen Schwierigkeiten.

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letn Renee Mauroner, die Tochter der berühmten Tragödin Im Auslande machte bald eine junge Sängerin, Fräu­gleichen Namens, die gleichfalls wieder zur Bühne zurück­gefehrt war, viel von sich reden; aber nur für kurze Zeit. Gines Tages traf sie auf der Bühne während der Vorstellung ein Herzschlag.

Die Trauerkunde verbreitete sich rasch und fand auch ihren Egon gefeiert wurde. Weg in die Oberförsterei, wo die Berlobung Gertruds mit

,, Gönnt der Dahingeschiedenen ben Frieden", sagte Kar­melitta. Es muß ein eigener Tod sein, der sie inmitten des höchsten Triumphes abrief. Gott segne die lange durch zwie tracht getrennten, jezt aber auf ewig vereinigten Angehörigen der beiden Familien Stauffenbach."

,, Go sei es!" fagte der Oberförster und Regina fügte

,, Diesem Testament verdanke ich die tiefste Demütigung, Nein, Tante, was Dir des Großvaters Wille bestimmte, denn es veranlaßte Dich zu dem unseligen Schritt, den Du das darfst Du nicht opfern!" rief Egon. tatest. Ich will nie mehr daran erinnert werden! Jezt Meinst Du denn, ich hätte dieses Vermächtnis über­gilt es, ein ganz neues Leben zu beginnen, mit all meiner haupt angenommen, wäre es nicht infolge einer Verabredung Kraft einem anderen Ziele als dem bisher verfolgten zuzu- mit meinem väterlichen Freunde geschehen" erwiderte Kar noch hinzu: streben. Egon muß von mir sprechen hören, muß zu mir melitta. Er sah das übel voraus, welches seines Sohnes ,, Noch gibt es viel gut zu machen und wieder in die rechten aufbliden wie zu einem hellstrahlenden Stern, dessen Licht Verschwendungslust heraufbeschwören mußte, und legte die Bahnen zu lenken. Doch dem festen, ehrlichen Willen ist große Summe in meine Hände, damit ich sie treu bewahre und nichts unmöglich."

auch ihn blendet!"

,, Schweige!" unterbrach Jsabella mit einem Ausruf der verwalte, bis zu dem Tage, wo Du ihre vorwiegend bedürfen Die durch das Gezweig flimmernde Abendsonne über­Berzweiflung. Seißt das neuen 3ielen zustreben, wenn Dich würdest. Der verstorbene Majoratsherr Wolf nannte mich fäete das Forsthaus mit ihren lichten Strahlen und ließ die stets und bei allem nur der Gedanke an jenen Menschen leitet, Erbschleicherin. Dieser Schimpf fonnte mich nicht treffen und Landschaft wie in Feuervergolbung erscheinen, in dessen Nähe uns ein unheilvolles Verhängnis brachte? verlegen, denn ich war mir der reinsten und besten Absicht Bergiß ihn! Ich flehe Dich darum an, wie ich noch niemand bewußt. Dante Deinem Großvater für diese Gabe, nicht mir. auf der Welt anflehte!" Möge aus Schutt und Trümmern dem Geschlechte derer von Redaktion, Rotationsdruck und Verlag von Th. Süß, Wilhelmshaven.

Telephon Nr. 16.

Ende.