Ruhe mahnen mußte.
dem Kopfe anzuzünden.
nochmals die ganze Wohnung mit solcher Verve, daß ein ener-| gisches Klopfen der darunter wohnenden Hausgenossen zur In derselben Nacht erwachte der Hausvater und wälzte fth Stöhnend derart, daß er seine Gattin weďte. „ Weißt Du", seufzte er ,,, ich glaube, es steckt doch im Sofa." Notdürftig fleidete er sich an und kroch unter das Sofa, wobei ihn seine Gattin mahnen mußte, nicht das Haus über Das Resultat war null, da das Sofa sich als unzugänglich erwies. In der Mittagsstunde des dritten Feiertages, als der Registrator sein Gehalt aus dem Büro mitgebracht hatte, nahm ein Tapezier das Sofa auseinander und fand das kleine Bädchen, das in der linken Ecke steckte, aber hinuntergerutscht ,, Das waren billige Ostern!" meinte Karl halblaut, eine Bemerkung, die ihm rügende Blicke zuzog. Indessen sagte der Registrator später, als er mit seiner Gattin allein war:„ Einmal Geld versteckt und nicht wieder! Ein fatales Osterei!" Deutsche Eltern, gebt euren Kindern deutsche Namen.
war.
Bon H. Paul, Wilhelmshaven.
( Nachdruck verboten.)
Seltener fommen vor: Adalbert, Albrecht, Alfons, Alwin,
-
*
spätung.
st
- Helmstedt, 1. April. Beim Auswechseln einer Anselm, Arno, Arnold, Bernhard, Botho, Dagobert, Detlev, Vorspannmaschine stieß gestern Rachmittag gegen halb 3 Uhr bert, Erdmann, Erwin, Ewald, Gotthard, Gotthilf, Gotthold, eine Vorspannmaschine mit einer Rangiermaschine zuſam Dietrich, Eberhard, Edwin, Egbert, Elimar, Elfried, Engel auf dem Bahnhofe Helmstedt infolge falscher Weichenstellung Gebhard, Gisbert, Hartmut, Hubert, Karlmann, Konrad, men. Wegen der umgefallenen Wagen war das Gleis unLebrecht, Leonhard, Oswald, Reinhard, Reimund, Siegfried, gefähr eine Stunde gesperrt. Der Materialschaden ist Siegmund, Ulrich, Waldemar, Werner, Adelgunde, Alwine, bedeutend. Personen wurden nicht verlegt. Der Zug 148 Adeline, Editha, Erika, Friederike, Gisela, Helma, Hildegard, erlitt 1 Stunden und der D- 3ug 31 35 Minuten Ber Irmgard, Ingeborg, Mathilde. Noch viel zu wenig wählt man folgende schöne alte Petersburg, 1. April. Anläßlich der Zentenar min, Arnulf, Arwed, Balduin, Bertram, Burkhard, Dankmar, Universität und die Akademie der Wissenschaft veranstalteter Namen: Adelhard, Adolar, Alberich, Altuin, Altmann, Ar- feier Gogols erscheinen in allen Blättern Festartikel. Die Dieter, Egmont, Egon, Erhard, Rngelhard, Edelwin, Eckhard, Gedenkfeiern. Auch in anderen Städten wurde der Gedenk Erwin, Eilhard, Ehrenfried, Folkram, Fridolin, Frowalt, tag festlich begangen. Mehrere Schulen wurden nach dem Fulfo, Gerbert, Gerwin, Gerwalt, Gerolf, Gilbert, Giselbert, Dichter benannt und Gogol- Stiftungen wurden gegründet Hartmann, Harro, Herwig, Herward, Hildebrand, Klodwig, von Gogol aufgeführt. Göz, Guntram, Goswin, Gunold, Hanno, Harald, Hartwig, Am Abend wurden in fast allen Theatern Rußlands Stüd Kuno, Luthard, Ludolf, Manfred, Meinhold, Meinhart, Markwart, Otfried, Oswin, Ottofar, Rupert, Ruprecht, Roderich, Militärgefängnis ist niedergebrannt. Soldaten zogen einen Leavenworth( Kansas), 1. April. Das hiesige Rüdiger, Roland, Sebald, Siegbert, Udo, Wendelin, Wil- Kordon um die Gebäude und verwarnten die Gefangenen, fried, Willibald, Willibert, Wolf, Wolfgang, Wolfram, daß sie niedergeschossen würden, falls sie einen Fluchtversus Berthilde, Brunhilde, Dietlinde, Edeltraut, Ermelinde, Frede- machten. Dann wurden die Türen der Zellen geöffnet und gunde, Gunda, Gotlinde, Gerburga, Hildburg, Hildegard, die Gefangenen sahen sich den Mündungen der Gewehre Hiltrud, Inga, Inge, Jrmtrud, Kunigunde, Klotilde, Mecht- gegenüber. Sie marschierten dann auch ruhig nach einer Einhild, Siegelinde, Ulrike, Walburga, Waltrud, Wiltrud, friedigung, wo sie scharf bewacht wurden. Man nimmt an Wolfhild. daß keiner der Gefangenen verbrannt oder entkommen ist. Es gibt ferner noch eine Reihe von Namen deutschen Anter unseren Vornamen haben wir eine große Anzahl Stammes, die ein römisches Gewand tragen, wie z. B. Karo- dem„ Berl. T." gemeldet: Durch einen richtigen Studenten: * Ein Pariser Aprilscherz. Aus Paris wird solcher, die nicht deutschen Ursprungs sind. Sie stammen meist line, Bernhardine, Ernestine, Leopoldine, Franziska, meist streich haben sich die„ Camelots du Roy" an dem Richter aus dem Griechischen, Lateinischen( Römischen) und Hebräi also weibliche Vornamen, die aus den entsprechenden männ- Samelin gerächt, der die bekannten Bestrafungen über einige streich haben sich die„ Camelots du Roy" an dem Richter schen, aber auch andere Sprachen, z. B. das Arabische, haben lichen auf lateinische( römische) Art gebildet worden sind. ihrer Kameraden aussprach. Im Laufe des gestrigen Tages uns einige Worte und Eigennamen für die Personenbenen- Man sieht, wir besigen eine stattliche Zahl schöner, wohl- trafen nicht weniger als 322 Sendungen von Waren aller nung hergegeben. Diese Tatsache ist jedoch, wie es mit so ge- flingender deutscher Namen und haben es gar nicht nötig, Art in seinem Hause ein, die er nicht bestellt hatte. Vom lehrten Sachen nicht anders sein kann, weiten Kreisen unseres fremde zu verwenden. Und doch sind die obigen Verzeichnisse frühen Morgen bis in die Nacht hinein langten Kohlensäde. Volkes garnicht bekannt. Nun ist aber mit dem Aufblühen längst nicht vollständig. Die nicht aufgeführten Namen ge- Selterwasser, Gemüse, Flüssigkeiten, Blumen, SI, Wein und des deutschen Reiches unser Volksbewußtsein in den legten hören aber fast ohne Ausnahme der dritten Gruppe, den am andere Gebrauchsartikel in der Avenue Martin an, wo Ha zwei Jahrzehnten höchst erfreulich erstarkt, und wir haben seltensten gebrauchten, an. Wenn unsere Leser daher ihre melin wohnt. Fünf Masseusen und sechs Hühneraugen- Opera: uns, wie in vielen anderen Dingen, auch in Bezug auf die eigenen Namen und die ihrer Kinder in diesem Verzeichnisse teure machten ihre Aufwartung. Herrenschneider und Hut Verwendung der Vornamen auf unser Deutschtum besonnen. nicht finden, so können sie sicher sein, daß selbige nicht deutschen macherinnen tamen mit Proben ihrer Kunst. Zum Schluk Während noch vor einem Menschenalter Namen fremden Ur- Ursprungs sind. Von einer Aufzählung der Namen nicht erschien ein Vertreter des größten Beerdigungsinstituts, um sprungs mehr als dreimal so häufig vertreten waren, als echte deutscher Herkunft sehen wir hier ab, möchten aber nicht über das Begräbnis des„ toten" Herrn Hamelin zu ver deutsche, hat sich jetzt das Verhältnis nahezu umgekehrt. Und unterlassen, für die Beurteilung der Abkunft mancher Vor- handeln. Der„ tote" Herr Hamelin warf ihn jedoch eigen wir befürchten nicht, daß man es uns als„ Deutschtümelei" namen ein kleines, auch für den ungelehrten Laien untrügliches händig zur Tür hinaus. auslegen wird, wenn wir den Wunsch aussprechen, daß der Kennzeichen anzugeben, daß nämlich alle in der Bibel Rückgang der Ausländerei und das Vordringen der deutschen vorkommenden Personennamen, von denen ja einige auch bei Namen immer weitere Fortschritte machen möchten. Wir uns, und zwar recht häufig, als Vornamen gebraucht werhaben wahrlich deutsche Vornamen genug, weshalb also nach den, nicht deutsch sind. fremdem Import" greifen! Es kommt nur darauf an, die Für unsere tatholischen Leser bemerken wir zum Schlusse, Bekanntschaft mit unseren eigenen Namen, nicht nur der sel- daß unseres Wissens die katholischen Geistlichen Kinder auch tenen, sondern auch der häufig gebrauchten, in alle Teile auf die alten deutschen Namen taufen. Beweis dafür ist unseres Volkes zu tragen. Das ist schon deshalb nötig, damit allein schon der Umstand, daß die Mitglieder des katholischen nicht einige wenige Namen gar zu häufig gebraucht werden bayerischen Königshauses prächtige deutsche Namen tragen, und dadurch der Eindruck der Eintönigkeit erzeugt werde, die wie Luitpold, Ludwig, Ruprecht, Adelgunde, Mathilde, Hildeals Zeichen einer gewissen Armut unserer Sprache gelten garde, Wiltrud, Helmtrudis, Gundelinde, Leopold, Arnulf, müßte. Wir sind leider jezt schon ziemlich reich mit gewissen Gisela, Dietlinde, Notburga. ,, Modenamen" gesegnet. Die Zahl der Kinder, die alljährlich Kurt, Walter, Ella, Erna, Frieda getauft werden, hat eine Anmerkung: Durch die vorstehenden Ausführungen soll bedauerliche Höhe erreicht. Wir geben daher im folgenden natürlich dem guten alten Herkommen, heimische Namen, wie ein( keineswegs vollständiges) Verzeichnis guter deutscher in unserer Gegend die oldenburgischen und friesischen, zu geNamen, damit unsere Leser vorkommenden Falles" in der brauchen, in keiner Weise entgegen gearbeitet werden. Einen Lage sind, ihren Kindern auch solche zu geben, die bisher noch solchen Gebrauch zu bewahren, gehört mit zur Pflege der wenig gebraucht werden und wir allmählich zu einer größeren Heimat. Wir möchten ihn um feinen Preis schwinden sehen. Mannigfaltigkeit an Rufnamen gelangen."
99.
Vermischtes.
* Magdeburg, 1. April. Bei der Dammbruchstelle
Häufig gebraucht sind bisher: Adolf, Albert, Alfred, Benno, Berthold, Bruno, Edgar, Edmund, Eduard, Emil, Erich, Ernst, Ferdinand, Friedrich, Gerhard, Gottfried, Günther, Gustav, Herbert, Hermann, Hellmut, Heinrich, Hugo, in Berge ist das Wasser seit gestern wieder 12 Zentimeter Karl, Kurt, Leopold, Lothar, Ludwig, Ostar, Otto, Reinhold, Richard, Rudolf, Wilhelm, Adele, Adelheid, Bertha, Ella, Erna, Emilie, Frieda, Emma, Gertrud, Hedwig, Hertha, Hermine, Hilda, Hulda, Jda, Ottilie.
polizeiliche Untersuchung mit sich bringt. Aber was ist da anderes zu machen? Wenn der Dieb nicht entdeckt wird, werde ich keine ruhige Stunde mehr haben."
,, Man müßte einen Detektiv tommen lassen-" ,, Ach, ich glaubte gar!"
,, Run, ich meine einen Mann, der im Geheimen seine Beobachtungen und Nachforschungen anstellt."
,, Gut. Aber wie soll ich hier einen solchen Mann einführen, ohne daß es mein Gatte, ohne daß es die Dienstboten bemerken?"
„ Das ist allerdings eine Schwierigkeit. Aber, gnädigste Baron, wenn Sie einiges Vertrauen zu mir haben, so will ich es versuchen."
Den Detektiv einzuführen?"
,, Nein, den Detektiv selbst zu machen."
Tönnen?"
gefallen. Die Gefahr, daß der Notdeich wieder abrutscht, ist beseitigt, so daß für Sonnabend die Abberufung des Militärs in Aussicht genommen ist. Oberpräsident Hegel traf heute Nachmittag an der Bruchstelle ein.
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Wann war das?"
,, Warten Sie einmal ja— richtig! Es war an jenem Tage, wo der Verwalter Born fortging das war am letzten Montag am Sonntag vorher hatte ich das Etui noch in Händen gehabt."
,, Wissen Sie das ganz genau?"
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Ganz genau. Denn ich entsinne mich, daß ich Born zu meinem Erstaunen an meinem Schreibtisch sizen fand, als ich aus meinem Toilettenzimmer hier eintrat."
„ Friz Born saß an Ihrem Schreibtisch?!"
„ Ja- er fam von meinem Mann, mit dem er eine unangenehme Auseinandersetzung gehabt hatte, und war sehr verwirrt und verlegen."
,, Er war verwirrt und verlegen?!"
„ Ja dann stürzte er eilig fort. Am Montag Morgen. „ Ach, Sie-?- Und Sie glauben, etwas entdecken zu teilten Sie dem Baron jene schmählichen Vorgänge im ,, Weißen Roß" mit und Bern wurde entlassen." „ Ja, das ist alles richtig.- Und Sie vermißten Ihre Agraffe, nachdem Born sich entfernt hatte?" Nicht unmittelbar darauf, sondern erst in der Nacht, als ich meine Schmucksachen einschließen wollte."
„ Ich hoffe es. Ich will Ihnen nur offen gestehen, daß ich nach dieser Richtung hin meine Erfahrungen habe." ,, Sie waren als Detektiv tätig?!"
,, Oh, nicht doch. Wie sollte ich dazu kommen? Aber ich habe meine Erfahrungen in einer großen Stadt kommt man ja mit so vielen Menschen und Verhältnissen in Berührung, man sammelt da Menschenkenntnis, Baronin, und gewinnt ein gewisses Urteil furz, wenn Sie mir die näheren Berhältnisse dieses eigentümlichen Falles mitteilen wollen, so werde ich versuchen, den Fall aufzuklären."
2)
-
Was soll ich Ihnen mitteilen?"
,, Darf ich einige Fragen stellen?" „ Bitte."
,, Wann trugen Sie die Agraffe zulegt?"
,, Bei dem Geburtstag Erikas."
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Und seit jenem Fest vermissen Sie sie?" Rein erst einige Tage später."
,, Wo bewahrten Sie die Agraffe auf?"
„ Ich pflegte sie mit meinem andern Schmuck in meinem Schreibtisch dort, in dem sich eine eiserne Kassette befindet, aufzubewahren. Aber unvorsichtigerweise ließ ich sie diesesmal auf dem Schreibtisch stehen, nachdem ich sie in das silberne Etui gelegt hatte."
Das wissen Sie ganz genau?"
„ Ja- ganz genau."
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„ Und das Etui blieb auf dem Schreibtisch stehen?" „ Ja."
Bis zu welchem Tage?"
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,, Aber Sie haben auch die Agraffe nicht mehr gesehen, nachdem Born Jhr 3immer verlassen hat?"
Nachdem sich Born am Nachmittag entfernt hatte, habe ich sie " Ich habe sie am Mittag desselben Tages noch gesehen. nicht mehr gesehen
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,, Baronin! Wissen Sie nun, wer der Dieb ist?" Die Baronin starrte ihn schreckensbleich an. ,, Sie wollen doch nicht sagen, daß Frith Born " Ja, das will ich sagen. Es liegt ja klar auf der Hand, daß er es gewesen ist, wenn Sie die Agraffe nach seinem eiligen Fortgehen aus Ihrem Zimmer vermißten."
„ Ich kann nicht sagen, daß ich sie unmittelbar nach seinem Fortgehen vermißte. Ich habe nicht auf den Schmuck geachtet, erst am Abend vermißte ich ihn."
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preis Rätsel.
( Auflösungen sind stets bis spätestens Donnerstag Abend einzusenden.) Homonym.
Ob der Bau bescheiden oder stolz, Nie kann er das Wort entbehren, Set's von Stein, aus Eisen oder Holz, Festigkeit muß es gewähren.
Doch es lebt auch, und am Ziel der Fahrt Wir auf Reisen nach ihm spähen, Wenn fein Rosselenter unsrer harrt, Sondern schlicht zu Fuß wir gehen.
Und gewiß hast du dich oft erquidt An den schönen inn'gen Weisen, Die es sang, und höttest wohl entzüdt Mutterlieb' begeistert preisen.
Verwandlungsrätfel.
Nehmet vorne mir ein Und hinten dann ein I, Dann wandelt sich, Wie im Nu so schnell, Ein weiblich Bild, Verschmitzt und fein,
In ein bekanntes Bögelein!
Auflösungen aus Nr. 74:
des Logogryphs: Ehe, des Palindroms: Stets. Es gingen 17 richtige Lösungen ein. Die Prämie erhielt Fräulein M. Roggenberg in Wiarden.
,, Es wäre entsetzlich. Wenn es der Baron erführe- das ganze Leben des jungen mannes ist nun vernichtet die ganze Familie mit Schmach beladen- nein Stanislaus, ich vermag es nicht zu glauben."
,, Teure Baronin, ich verstehe und ehre Ihren Schmerz- Ihre Enttäuschung, aber solche Spieler sind zu allem fähig. Lassen Sie mir einige Tage Zeit, vielleicht verschaffe ich Ihnen noch augenfälligere Beweise."
Ja, forschen Sie nach; aber ich hoffe, daß Ihre Nach forschungen die Unschuld Borns an das Licht bringen. Und nun gute Nacht, lieber Stanislaus- ich möchte mich zurückziehen, ich habe vor Schreck die heftigsten Kopfschmerzen be tommen.
Sie reichte ihm die Hand, die er ehrerbietig füßte. ,, Haben Sie Dant, mein lieber Freund", sprach sie mit einem matten Lächeln ,,, für Ihren Rat und Ihre Hülfe, aber ich wollte doch, ich hätte Ihnen das alles nicht gesagt. Ich will niemanden unglücklich machen nur auf einen Berdacht hin, und Sie müssen mir versprechen, gegen niemanden, aud gegen meinen Gatten, nichts von dieser Sache zu erwähnen. „ Ich verspreche es Ihnen, Baronin", entgegnete Stanis laus feierlich.„ Außer, wenn...
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Wenn jener Mensch es wagen sollte, sich wieder Ihnen sorgen. Und nun nochmals Dank und gute Nacht." oder Ihrer Familie zu nähern." ,, Daß das nicht geschieht, dafür lassen Sie mich nur
Sie nickte ihm zu und verließ das Zimmer. Stanislaus machte eine tiefe, ehrerbietige Verbeugung, als er sich wieder emporrichtete, glänzte auf seinem Gesicht das Lachen des höhnischen Triumphes.
Rache! Ach, das tut wohl das ist süß Jezt habe ich meine Waffe", flüsterte er,„ und meine
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datür zu verschließen und das Licht auszulöschen. In diesem Augenblid trat der Diener ein, um die Veran
„ Sie bleiben wohl nicht mehr, Herr von Prokowski?" fragte er.
,, Nun, das ist ja das gleiche!" " Doch nicht ganz. Es kann jemand anders die Agraffe, nachdem Born gegangen war, fortgenommen haben." „ Bielleicht einer Ihrer Diener?- Oder das Stubenmädchen? Oder Miß Bayley- oder ich ,, Machen Sie nicht solche Scherze, Stanislaus. Der Verdacht, den Sie aussprechen, ist zu entseglich, als daß ich sofort an ihn glauben könnte. Born stammt aus einer reichen, Lippen entfernte sich Stanislaus. guten Familie..."
Sie, wo sich jetzt Herr Born aufhält?" ,, Nein ich gehe. Gute Nacht. Doch halt, wissen
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wehnt. Jetzt ist er abgereist, wohin, weiß ich nicht." „ Herr Born hat einige Tage im„, Weißen Roj" ge ,, Gut, gut. Ich danke Ihnen gute Nacht." , Gute Nacht, Herr von Prokowski." Mit einem zufriedenen, selbstgefälligen Lächeln auf den Aber bedenken Sie auch seine Spielleidenschaft! Dieſe der » Der schaut ja aus, als ob er das große Los gewonnen
Bis zu dem Tage, an dem ich das Verschwinden be- verschlingt Unsummen, und ich weiß ganz genau, daß an Berandatür. merkte." jenem Abende Tausende umgesetzt wurden."
Redaktion, Rotationsdrud und Verlag von Th. Süß, Wilhelmshaven. Telephon Nr. 16.
( Fortsetzung folgt.)
